04.04.12

Link Tipp: Militärmethoden im Projektmanagement

Posted in Projektmanagement at 10:48:21

Gerade bin ich über einen schönen Artikel gestolpert, der Command-and-Control sehr schön erklärt:

The Command and Control form of management is based on military management. Primarily, the idea is that people do what you tell them to do, and if they don’t, you yell at them until they do, and if they still don’t, you throw them in the brig for a while, and if that doesn’t teach them, you put them in charge of peeling onions on a submarine, sharing two cubit feet of personal space with a lad from a farm who really never quite learned about brushing his teeth.

Grundsätzlich gibt es ja viele PM Methoden und Tools, die aus diesem Bereich kommen. Gantt-Charts (z.B. MS-Project) wurden beispielsweise zuerst im 1. Weltkrieg eingesetzt.
Das ist einer der Gründe, warum agile Methoden - welche auf Vetrauen und Eigenverantwortung statt auf Befehl und Gehorsam aufbauen - in vielen Unternehmen nur sehr schwer einzuführen sind…

16.02.12

Die Welt ist sehr, sehr klein

Posted in Projektmanagement at 09:55:17

Es gibt eine Regel, die ich immer wieder gerne jedem Junior PM ans Herz lege, der gerade kurz davor ist, einem Marketing-Menschen ein Messer in den Rücken zu rammen: “Man trifft sich immer mehrfach im Leben”.
Also sollte man sich Gedanken machen, wie man gerne in Erinnerung bleibt. Und Menschen neigen zu Vereinfachung. Im Gedächtnis bleibt also nur “mochte ich”, “mochte ich nicht” “trug immer unmögliche Krawatten”.

Also, die Welt ist klein. Hierzu eine kleine Anekdote:
Nach einer wunderbaren Woche in New York fliege ich mit der ebenfalls wunderbaren Singapore Airlines zurück. Beim einchecken erquatsche ich mir einen Platz am Notausgang - alles perfekt.

Neben mir sitzt ein Deutscher der von der ersten Sekunde an losplappert. Aber gut, 8 Stunden sind eine lange Zeit und wenn man sich dabei unterhalten kann, warum nicht.

Irgendwann fragt er mich, was ich mache. Ich antworte, ich sei selbständiger IT Berater und arbeite aktuell für “großer Konzern”. Seine Reaktion: “Hey, kennst Du denn auch den Andreas (Name von der Redaktion geändert)”. Meine spontane Reaktion auf solche Fragen ist normalerweise “Nein, und die anderen 20.000 Mitarbeiter auch nur flüchtig”.

Tja, tatsächlich saß Andreas jedoch 9 Monate bei mir im Büro.

15.02.12

Amok

Posted in Projektmanagement at 09:39:34

Mein Gegenüber versucht neue Anforderungen bei mir unterzubringen. Wir sind kurz vor der Auslieferung, daher ist es natürlich viel zu spät. Mehrere Fristen wurden versäumt. Abgesehen davon hat der gute Mann absolut keine Ahnung von dem Produkt - was ihn aber nicht stört.

Ich: “Sorry, wir haben euch 5 Fristen gesetzt, die ihr alle ignoriert habt. Wir können leider nichts mehr ändern”
Er:”Wir brauchen das aber. Ihr macht doch Scrum. Dann muss das doch geh….

Ich spring mit einem Satz über den Schreibtisch und reiße ihn im Falle vom Stuhl. Mit dem ersten Schlag entferne ich ihm 2 Schneidezähne. Anschließend spanne ich seine Finger in den Aktenvernichter ein. Er wehrt sich, aber keine Chance.
Ich:”Jetzt ein für alle Mal! Agile Vorgehensweise bedeutet nicht, dass man ohne Plan und Regeln vorgeht”. Sein Blut spritzt mir ins Auge, ich ignoriere das aber. “Agile Prozesse basieren auf Eigenverantwortung, klare Rollen und Vereinbarungen. Und daran hält man sich”. Er fängt an zu wimmern. “Außerdem solltest Du mit Deinen 5 Monaten Berufserfahrung einfach mal die Klappe halten und nicht so arrogant rumlaufen. ich habe in den letzten 15 Jahren Projekte gemacht, da träumst Du nur von. Und jetzt weg mit Dir”.

… “en”.
Ich:”Wir prüfen das natürlich”.

Aber manchmal wäre Vorgehen 1 schöner …

13.02.12

Kennzeichen für aktive Scrum-Nutzung

Posted in Projektmanagement at 16:43:07

Mein aktueller Kunde führt seit einiger Zeit in einem Unternehmensteil Scrum ein. Anfänglich war ich ein wenig skeptisch, in wie weit ein großer Konzern das schnell umsetzen kann. Bislang war der Konzern eher als Tankschiff denn als Schnellboot unterwegs.

Die Einführung erfolgt sehr schlau. Nicht über Zwang, sondern durch ständige Schulungen, Vorträge und weitere Ermunterungen.

Woran man messen kann, kann es umgesetzt wird? Ganz einfach. Geht man durch die Flure, findet sich in immer mehr Projektbüros ein Scrum Task-Board an einer Wand.
Woran man erkennt, dass es auch gelebt wird? Das Board wird tatsächlich genutzt und zeigt den aktuellen Projektstatus an.

Spannend, dass wirklich physikalische Boards mit Pappkarten genutzt werden und nicht irgendwelche Tools um das alles online zur Verwalten (wo hier eh’ schon sehr viel JIRA genutzt wird). Aber das deckt sich mit meiner Überzeugung, dass die besten Projektmanagement Tools immer noch Papier und Bleistift sind …

02.02.12

Wider dem Aktionismus

Posted in Projektmanagement at 10:43:58

“Guten Tag lieber Guerilla-PM. Schön, dass Sie uns bei dem Projekt unterstützen wollen.”
“Gerne”
“Sagen Sie, angenommen, wir würden Sie jetzt nehmen. Was machen Sie zuerst.”
“Nun, ich lerne natürlich erstmal das Team kennen, schaue mir die Aufgabe an und sammel so viel Informationen wie möglich”
“Ja ja, aber wir haben ja echt riesige Probleme und müssen das Projekt dringend aufräumen bevor es scheitert. Was sind also ihre ersten Aktionen”
“Meine erste Aktion ist, dass ich mir einige Zeit lang anschaue, wie im Projekt gearbeitet wird”
“Was? Nein, Sie müssen doch sofort tätig werden. Wir haben doch keine Zeit!!!”
“Nein, das werde ich leider nicht machen”
“Unfassbar. Sie wurden mir wärmsten empfohlen und jetzt muss ich mir so einen Unfug von Ihnen anhören”
“Und was glaube Sie, soll ich machen? Wie soll ich Sachen verbessern, wenn ich nicht weiß, was ich verbessern soll? Wie soll ich Schwachstellen ausräumen, wenn ich sie nicht sehen kann? Klar kann ich sofort irgendwelche Aktionen aus dem Beraterkasten rausholen. Aber wollen Sie Beratertheater, oder echte Hilfe?”
“Wie bitte?”

Ok, also nochmal etwas langsamer:
Aktuell scheint es Mode zu sein, Aktionismus massiv überzubewerten. Es kommt nicht auf das Ergebnis an, es kommt nicht auf gute Ideen an - es kommt auf Aktionen an. Neue Leute werden in Projekte geholt und diese Leute rauschen ohne auch nur ansatzweise etwas über die Historie zu kennen durch das Projekt durch und hinterlassen mehr Schaden als Nutzen.

Aber warum kommt man damit durch? Warum wird so ein sinnfreier Aktionismus nicht bestraft? Ganz einfach. Aktionismus = Sichtbarkeit. Später wird man hören “Ja, wir haben 2 Jahre Verzug. Aber ohne das mutige Eingreifen des Herrn XY wären es vermutlich 5 Jahre geworden”. Vielleicht. Vielleicht aber auch nur 6 Monate …

01.02.12

Projektleitung und Talent

Posted in Projektmanagement at 10:34:29

Vor einiger Zeit habe ich mal - in einem komplett anderen Zusammenhang - nachfolgenden Text geschrieben. Bevor der Text sich in Luft auflöst, hier ist er:

Ich bin ein unglaublich schlechter Zeichner, auch wenn ich mich persönlich für einen kreativen und künstlerischen Menschen halte. Meine Kreativität findet aber seine Grenzen wenn, wenn es darum geht, ein Stück Papier oder eine Leinwand mit Farbe zu füllen. Mit genügend Training kann ich zwar zumindest einigermaßen erkennbare Strichzeichnungen zu Papier bringen, mir fehlt aber leider komplett das Talent.

In der Kunst der Projektleitung ist es ähnlich. Ohne Talent für die Sache wird es schwierig, sehr schwierig. Dies ist die traurige Wahrheit: Keine Schulung, keine Zertifizierung und kein Buch der Welt wird aus einem untalentierten Projektleiter einen guten Projektleiter machen. Völlig egal, ob jemand an seiner Wand PRINCE 2, PMP, GPM oder irgendein anderes Dokument hängen hat. Solche Schulungen machen aus einem schlechten Projektleiter höchstens einen mittelmäßigen Projektleiter - mehr aber auch nicht.

Ist das ungewöhnlich? Nein, natürlich nicht. Ohne Talent wird man es in keiner Branche wirklich weit bringen. Es gibt keine guten Lehrer, keine guten Ingenieure, keine guten Köche, die nicht auch ein Talent für ihren Beruf (der dann hoffentlich auch eine Berufung ist) mitbrächten.

Ist das tragisch? Leider ja! Denn während z.B. ein wirklich schlechter Lehreramtsstudent nach seinem Studium im Refrendariat die Möglichkeit hat zu erkennen, dass seine Berufswahl falsch war hat ein schlechter Projektleiter im schlimmsten Fall mehrere Projekte in den Sand gesetzt, mehrere Millionen Euro pulverisiert und sein halbes Team in den Burn Out getrieben - um anschließend wegbefördert zu werden der Hoffnung. er werde in der neuen Position weniger Schaden anrichten…

31.01.12

Schwächste Stelle in der Kette

Posted in Projektmanagement at 13:51:34

Projektmanagement ist kleinteiliger Dreck. Ständig muss man sich um Details kümmern welche für den Projekterfolg wichtig sind.

Schlechte Projektmanager kümmern sich nur um die großen, die offensichtlichen Punkte und überlassen die “langweiligen” Details dem Zufall. Warum Details wichtig sind, hat man jetzt in der JVA Bochum gelernt.

Ein Gefangener ist nämlich aus einem Raum geflohen den er eigentlich sauber halten sollte. Der Raum war gesichert. Er ist durchs Fenster geflohen. Das Fenster war mit Panzerglas gesichert. Also alles in Ordnung?
Tja, der Rahmen des Panzerglasfensters bestand aus einer dünnen Alu-Leiste. Die hat der Gefangene abgebaut, das Glas zur Seite gestellt und weg war er …

29.12.11

Auf ein gutes 2012

Posted in Allgemein at 21:25:40

Nachdem ich Monate lang nichts mehr geschrieben habe, doch zumindest ein kurzer Eintrag zum Jahresende:

Ich wünsche allen einen giten Rutsch und ein wunderbares Jahr 2012.

Nachdem sich bei mir viele Dinge verändert haben und ich u.a. Job-bedingt nichts mehr schreiben konnte, werde ich mir überlegen, ob und wie ich 2012 mit diesem Blog weiter machen werde. Ideen sind viele da - die Zeit wird sich finden.

26.08.11

Steve Jobs

Posted in Allgemein at 09:42:56

Gestern ist es dann passiert - Steve Jobs ist nicht mehr Vorstand von Apple. Und wie wir alle wissen hat er den Posten nicht aufgegeben, um sich in Ruhe um seine Rosen im Garten zu kümmern. Steve Jobs ist schon seit Jahren schwer krank (Bauspeichelkrebs, Lebertransplatation) und so sehr ich mir auch wünsche, falsch zu liegen befürchte (nicht nur) ich, dass wir in naher Zukunft eine tragische Meldung über ihn lesen werden.

In meinem Regal gibt es ein sehr nettes (alt und vergriffenes) Buch mit dem Titel “Alles über Apple”. Das stammt noch aus der Zeit, bevor er bei Apple rausgeflogen ist. Jobs war wohl damals schon komplett wahnsinnig. Er hat sich eine Zeit lang nur von Saft ernährt und war der Meinung, dadurch würde er keinen Schweißgeruch mehr absondern - seine Kollegen waren da allerdings anderer Meinung.

Was in den aktuellen Berichten gerne nicht geschrieben wird. Jobs hat ja nicht nur Apple nach oben gebracht. Als er bei Apple rausgeflogen ist, hat er mal eben den Zeichentrickfilm zu Grabe getragen in dem er Pixar gegründet hat (die geilsten Animationsfilme der Welt).

Mein erster Apple war ein MacMini, er sollte eigentlich nur als Filmserver dienen. Inzwischen habe ich keinen Windows-Rechner mehr hier stehen und neben MacMini auch Macbook, AppleTV, iPhone und iPad. Und auch wenn das Wort Apple-Fanboy inzwischen eher ein Schimpfwort ist. Ich steh’ dazu :-)

Ich bin sehr gespannt, wie es nun mit Apple weiter geht.

22.07.11

Das schwerste logische Puzzle wo gibt: Die Erklärung

Posted in Allgemein at 12:59:02

So, jetzt mal die Erklärung der Geschichte:

Alle Einwohner denken ja komplett logisch. Also schauen wir mal in das Gehirn einer Person mit blauen Augen - diese Person weiß natürlich nicht, dass sie blaue Augen hat.

Nehmen wir mal an, es gäbe nur eine Person mit blauen Augen auf der Insel:
Tag 1: “Ok, es gibt also eine Person mit blauen Augen. ich sehe niemanden, also muss ich das sein. Fein, ich bin dann weg.”
Ergebnis: Eine Person verlässt am 1. Tag die Insel

Jetzt nehmen wir mal an, es gäbe 2 Personen mit blauen Augen:
Tag 1: “Ich sehe genau eine Person mit blauen Augen. Entweder ist das die einzige Person, dann geht er heute. Oder ich habe auch blaue Augen, dann bleibt er”
Tag 2: “Ah ja, die andere Person ist geblieben. Also habe ich auch blaue Augen. Und wir beiden können heute die Insel verlassen”

Weiter geht es, nehmen wir an, es gäbe 3 Personen mit blauen Augen:
Tag 1: “Ich sehe 2 Personen mit blauen Augen. Die sehen sich auch. Wenn ich keine blauen Augen habe, werden sie am 2. Tag die Insel verlassen” (siehe oben - denn diese 2 sehen nur eine Person mit blauen Augen)
Tag 3: “Ah ja, die anderen Person ist geblieben. Also habe ich auch blaue Augen. Und wir 3 können heute die Insel verlassen”
Ergebnis: 3 Person verlassen am 3. Tag die Insel

Und weil es so schön ist, machen wir das mal mit 4 Personen:
Tag 1: “Ich sehe 3 Personen mit blauen Augen. Wenn ich keine blauen Augen habe, sehen diese jeweils 2 Personen mit blauen Augen und werden am 3. Tag die Insel verlassen” (siehe oben). Ansonsten sehen sie 3 Personen (wie ich).
Tag 4: “Die sind noch da? Dann können wir jetzt gehen”
Ergebnis: 4 Person verlassen am 4. Tag die Insel

Und genau so geht es jetzt weiter. Wir wissen, es sind 100 Personen mit blauen Augen die komplett logisch denken.
Also werden alle 100 Personen am 100. Tag zusammen die Insel verlassen.

Tag 2: “Ah ja. Die andere Person mit blauen Augen hat die Insel nicht verlassen. Also muss es mind. 2 Personen mit blauen Augen geben. Ich sehe auch 2 Personen mit blauen Augen. Wenn ich keine bleuen Augen

21.07.11

Das schwerste logische Puzzle wo gibt: Die Lösung

Posted in Allgemein at 12:10:24

Ok, hier jetzt die Lösung zu meinem Rätsel vom Mittwoch:

100 Blauäugige verlassen am 100. Tag die Insel.

Die Erklärung dafür ist sehr spannend. Aber ich würde sagen, die liefer ich dann man morgen.

20.07.11

Das schwerste logische Puzzle wo gibt

Posted in Allgemein at 09:50:42

Das hier ist echt nett: http://www.xkcd.com/blue_eyes.html

Hier der Text (aus der Webseite kopiert):
A group of people with assorted eye colors live on an island. They are all perfect logicians — if a conclusion can be logically deduced, they will do it instantly. No one knows the color of their eyes. Every night at midnight, a ferry stops at the island. Any islanders who have figured out the color of their own eyes then leave the island, and the rest stay. Everyone can see everyone else at all times and keeps a count of the number of people they see with each eye color (excluding themselves), but they cannot otherwise communicate. Everyone on the island knows all the rules in this paragraph.

On this island there are 100 blue-eyed people, 100 brown-eyed people, and the Guru (she happens to have green eyes). So any given blue-eyed person can see 100 people with brown eyes and 99 people with blue eyes (and one with green), but that does not tell him his own eye color; as far as he knows the totals could be 101 brown and 99 blue. Or 100 brown, 99 blue, and he could have red eyes.

The Guru is allowed to speak once (let’s say at noon), on one day in all their endless years on the island. Standing before the islanders, she says the following:

“I can see someone who has blue eyes.”

Who leaves the island, and on what night?

Die Antwort ist echt tricky. Ich muss zugeben, dass ich einige Zeit gebraucht habe, um Lösung zu verstehen. Es ist keine Scherzfrage und wir nehmen mal an, es gibt keinerlei Spiegel etc. auf der Insel. Die Antwort ist tatsächlich reine Logik.

Have fun.

14.07.11

Google+ als Projektmanagement Tool

Posted in Projektmanagement at 13:43:49

Je mehr ich mit Google+ herumspiele, desto mehr Anwendungsgebiete finde ich. So ist Google+ ein nettes PM-Tool und kann Dienste wie Campfire etc. so ziemlich komplett ersetzen.

Bzgl. Tools zur Projektoptimierung gibt es natürlich gerade in großen Konzernen das berechtigte Problem, dass der Datenschutz die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, wenn auf die Idee kommt, Projektinterna in irgendeiner Cloud zu speichern. Trotzdem setzt sich diese Arbeitsweise für verteilte Teams mehr und mehr durch. In Startups und kleineren Firmen ist es inzwischen mehr oder minder der Normalfall.

Was brauchen verteilte Teams?

Kommunikationstools: Die hat Google+ zur Genüge.
Man definiert ein einfach einen Stream mit den Projektmitgliedern und hat ein Newsboard. Zusätzlich gibt es einen Bookmark-Stream in den man Texte und Verweise unterbringen kann.

Videokonferenzen & Chat: Check!
Google+ bietet Chat und Hangout, also auch das ist dabei.

Dokumentenablage: Google Texte&Tabellen
Inzwischen kann man nicht nur Texte&Tabellen, sondern alle möglichen Daten hochladen und anderen Nutzern zur Verfügung stellen. Hier zeigt sich allerdings auch, dass die einzelnen Dienste nicht 100% aufeinander abgestimmt sind. Denn Bilder verwaltet man eigentlich in der Google Welt mit Picasa. Texte&Tabellen kann jedoch auch Bilder verwalten. Aber gut, es sind als alles zugekaufte Anwendungen.

Terminabstimmung: Google Calender
Ok, Outlook ist es nicht wenn es um Terminfindung geht, aber inzwischen recht gut nutzbar.

Ich bin gespannt, wann die ersten Projekte das tatsächlich umsetzen.

13.07.11

Google+

Posted in Multimedia, Allgemein at 09:32:00

Ha! Ihr dachtet wohl, ich in das einzige Blog, dass nicht seine Meinung über Google+ absondert. Falsch gedacht!

Seit einigen Tagen spiele ich mit Google+ herum. Ich muss zugeben, dass sich mein Leben dadurch nicht grundlegend verändert hat. Trotzdem ist es zweifellos ein wirklich nettes Tool. Fast immer wird es als Konkurrenz zu Facebook beschrieben. Das wiederum sehe ich eher anders. Ich glaube, Google+ wird eher ein Problem für LinkedIn und - vor allem - Xing werden. Zumindest was mein persönliches Nutzungsverhalten angeht.
Bei Facebook habe ich eher wenig Kontakte. Dort sind die Leute, die ich an meinem Privatleben teilhaben lassen will.

Xing auf der anderen Seite ich mehr oder minder ein ausgelagertes Adressbuch. Dort bestätige ich fast alle Anfragen. Bin ich z.B. auf Projektsuche, schaue ich dort nach Projektvermittlern in meinen Kontakten und schreiben diese an. Es wäre doch ziemlich hübsch, wenn ich diese Vermittler einfach in einem “Vermittler”-Circle bei Google+ hätte und für diesen Circle eine “Ich bin aktuell verfügbar” Meldung schreiben könnte.
Und kommt mir bitte jetzt nicht mit den Xing-Gruppen, diese Bühne für aufgeblasene Selbstdarsteller bei der 99% der Postings nur dem Selbstmarketing dienen.

Google+ hat für mich mehr die Chance, mein neues Adressbuch zu werden. Facebook wird seine Nische im privaten Bereich finden. Ich hoffe inständig, dass ich auf Google+ niemals diese ganzen “Sandy hat 3 Kürbisse bei Blödelfarma gekauft” Einträge finden muss.

Darüber hinaus ist Google+ eine sehr sinnige Verknüpfung von bestehenden Diensten. Google weiß aktuell alles von mir. Es kennt meine Mails (GMail), meine Bilder (Picasa), meine Urlaubsplanung (googlemaps) und meine Texte. Diese Dienste werden nun durch Google+ verknüpft. Das macht Sinn. Bei Facebook dienen die Fotoalben nur dafür, um sie in Facebook anzuzeigen. Der Chat ist ein Facebook-Chat usw. Diese Dienste sind bei Google eingenständig und können auch völlig losgelöst von Google+ genutzt werden. Das ist so ein wenig wie der Unterschied zwischen Microsoft (ein Tool für viele Aufgaben) und Unix-artigen Systemen (jeweils ein spezialisiertes Tool für eine Aufgabe).

Darüber hinaus denke ich, dass Google+ tatsächlich auch Toole wie Campfire ersetzen kann. Aber dazu morgen mehr.

12.07.11

Sipgate One für iPhone

Posted in Multimedia, Allgemein at 09:28:52

Dieses Wochenende war ja für neue Technik-Produkte nicht sonderlich ideal. Google+ hat die Dämme ein wenig geöffnet und damit so ziemlich sämtliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
Bei Bätschmen habe ich zum Glück gelesen, dass es noch eine andere Neuerung gibt.

Sipgate ist ein Anbieter von Voice over IP Telefondienstleistungen. Vor einiger Zeit haben sie mit Sipgate One einen Dienst gestartet, der in etwa mit Google Voice zu vergleichen ist. Man erhält eine Mobilfunknummer und kann anschließend definieren, welche Telefone unter dieser Nummer erreichbar sei sollen: Handy, Festnetz, Skype VoIP usw. Diese Telefone klingeln alle gleichzeitig.

Dummerweise funktionierte Sipgate One bislang nicht mit der Sipgate iPhone App. Dies hat dies endlich geändert. Jetzt kann man also über sein iPhone auch unter der Sipgate One Nummer Anrufe tätigen und SMS versenden.

Der Dienst hat noch einen weiteren hübschen Service. Auf Wunsch nimmt die Mailbox den Anruf nicht nur auf und leitet diesen als E-Mail weiter, der Inhalt der Mailbox wird sogar in Text umgewandelt. Wenn mich also jemand anruft und auf meine Mailbox spricht, bekomme ich eine Mail und kann mir den Inhalt einfach durchlesen. Das klappte in meinen Tests mit deutscher Sprache erstaunlich gut. Wenn man nun alle seine Tefonnummern auf diese Mailbox umleitet, hat man eine zentrale Nummer und eine zentrale Mailbox, egal wo man ist.

Vor allem im Ausland sind VoIP Telefonate eine feine Sache. Ein nutzbares WLAN findet man inzwischen in so ziemlich jeder Stadt. der Kontakt mit den liebsten Zuhause ist dann ohne neue SIM und teure Ferngespräche machbar.

So weit so gut. Schöne neue Welt. Leider hat der Service wohl noch ein paar Kinderkrankheiten. So war teilweise die Sprachqualität eher unterirdisch. Andere Nutzer haben von häufigen Verbindungsabbrüchen berichtet. Ich hoffe mal, dass ändert sich noch kurzfristig. Dann ist es wirklich ein netter Dienst.

04.07.11

In eigener Sache: IPv6

Posted in Allgemein at 16:26:25

Kurze Mitteilung aus dem Maschinenraum.

Das Blog sollte ab sofort sowohl per IP4 also auch per IPv6 erreichbar sein. Mein Hoster (Domainfactory) bietet das ab heute an (nein, ich bekomme von denen kein Geld, bin aber zufriedener Kunde).

27.06.11

Wie ich mich mal selber abgeschossen habe

Posted in Projektmanagement at 15:01:08

Die Aufgabe war nicht schwierig, aber aufwändig. Es ging darum, eine Software in >200 Standorten einzuführen. Die Software selber war eine Art Kundenverwaltung.

Dummerweise ging schon die erste Testinstallation gründlich in die Hose. Es zeigte sich, dass die Software sehr viele Schwächen hatte. Es ist halt schwierig eine Software zentral für ganz Europa zu entwickeln. Diese dummen lokalen Gesetze und Steuern aber auch. Im Vorfeld wollte niemand auf die Bedenken hören…

Also habe ich die dringende Empfehlung ausgesprochen, sich erstmal mit QS zu veschäftigen und die weiteren Einführungen zu verschieben.

Freitags - 2 Stunden vor Feierabend - bekam ich dann einen Anruf: “Hallo Guerilla_PM. Wir haben uns Deinen Vorschlag angeschaut und Du hast absolut Recht. Unter diesen Umständen verschieben wir die weiteren Standorte. Vielen Dank für die sehr überzeugende Darstellung. Ach ja, Dich brauchen wir dann ab sofort natürlich nicht mehr”.

14.06.11

Hörbuchtipp zum Wochenstart

Posted in Multimedia, Allgemein at 09:14:29

Empört Euch!

Stéphane Hessels hat das KZ Buchenwald überlebt. Er gehört zu den Mitautoren der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen. Er ist inzwischen 93 Jahre alt und - wie er sagt - damit auf der allerletzte Etappe.

Wenn so ein Mensch jetzt mehr oder minder zur Revolution aufruft, ist das schon bemerkenswert. Das Buch ist sehr kurz und inhaltlich tatsächlich auch überschaubar. Trotzdem findet man es seit Wochen überall in Europa in den Bestenlisten. Und das zurecht. Denn wenn jemand wie Hessels die Jugend dazu aufruft, endlich aktiv zu werden hat das seinen Grund.

Empört euch!: Ungekürzte Lesung

30.05.11

Hörbuchtipp zum Wochenstart

Posted in Multimedia, Allgemein at 08:31:38

Viele Leute haben vermutlich schon mal von Randy Pausch gehört. Die Zusammenfassung: Randy Pausch ist ein Professor der, nachdem er erfahren hat, dass er unheilbar an Krebs erkrankt ist, eine “Last Lecture” gehalten hat. Diese Last Lecture ist eine Tradition und wird von Professoren gehalten, die aus dem Lehrbetrieb ausscheiden und nun in einer letzten Vorlesung quasi ihren Studenten das mitteilen, was sie sagen würden wenn dies wirklich ihre letzte Vorlesung in ihrem Leben sei. Nun, bei Randy Pausch war es die letzte Vorlesung.

Auf Youtube findet man diese sehr beeindruckende Rede

Anschließend hat er noch ein Buch verfasst welches auch aus Hörbuch zu bekommen ist:
Last Lecture: Die Lehren meines Lebens.

Das Buch hat mehrere Themen. Zum einen beschreibt er nochmal den Verlauf seiner Krankheit und wie er anschließend seine Last Lecture geplant hat. Wichtige Inhalte der Last Lecture werden dabei nochmal aufgegriffen. Darüber hinaus geht es in dem Buch auch um seine Auffassung zur richtigen Lehre und den Umgang mit Studenten.

Herausgekommen ist ein wirklich wunderbares Buch eines Menschen der einem den Wert jeder einzelnen Lebenssekunde klar macht. Vorsicht, Autofahren mit Tränen in den Augen ist manchmal schwierig …

http://www.amazon.de/gp/product/388698222X/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&tag=guerillaproje-21&linkCode=as2&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=388698222X

24.05.11

Wie man ein guter Projektleiter wird

Posted in Projektmanagement at 08:29:55

Stephen King hat mal geschrieben, es sei ganz einfach, ein guter Schriftsteller zu werden. Man müsse nur ein paar Jahre lang jeden Tag 5 Seiten schreiben. Damit wird man zwar nicht garantiert ein herausragender Autor, aber man wird gut.

Was das nun mit Projektleitung zu tun hat? Ganz einfach. Um ein guter Projektleiter zu werden muss man nur zwei einfache Regeln befolgen. Vergesst die ganzen Bücher, vergesst die vielen Kurse und Methoden (ok, also nicht komplett - die haben schon ihren Sinn).
Regel 1: Du musst lieben was du tust
Regel 2: Immer weiter machen

Und hier kommt noch ein großes Geheimnis. Ich sollte dafür eigentlich von jedem Leser 1000 EUR verlangen. Aber so bin ich halt. Also:
Das Geheimnis des Erfolgs: Was haben Stephen King, die Beatles, die Stones und tausende anderer Legenden gemeinsam?
1. Sie lieben was die machen
2. Sie haben nicht aufgegeben
3. Am Anfang waren alle unsere Legenden miese Anfänger

Den letzte Satz bitte ausschneiden und an den Spiegel hängen!

Die einfache Wahrheit ist, kaum jemand startet als Genie (höre ich da jemanden Mozart rufen? Ach, halt die Klappe). Die Leute wurden so gut, weil sie natürlich Talent hatten, weil sie natürlich zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort waren - und weil sie niemals aufgegeben und immer weiter gemacht haben!

Mein liebster Pokerspieler, Daniel Negreanu, hat dies sehr schön in seinem Blog beschrieben. Negreanu ist dafür bekannt, dass er mit einer unglaublichen Trefferquote die Karten der Gegner “lesen” kann. Außerdem ist der immer ruhig und freundlich (”let’s play friendly poker”). Damit hat er sich aktuell rund 14 Mio. Dollar erspielt - nicht schlecht, oder? Um dahin zu kommen hat er mehrfach sein Geld verspielt, hat in miesen Hotels gewohnt und war mehr als einmal kurz davor, aufzugeben.

Hier seine Geschichte:

I can still remember the lonely walks back from Mirage to Budget Suites at Paradise and Twain at 3:00am after I went broke for the umpteenth time. Soul searching, analyzing what went wrong, then trying to figure out what I was going to do next. My life back then was very different. I’d wake up, take a quick shower (sometimes) then walk about 20 minutes to Mirage. Once I got in a game, there was no eating. I’d take a round off once in a blew moon to get a croissant and a yogurt at the snack bar. I’d barely miss one round. All I did was play poker. It was kind of awesome in a twisted way. I loved the game, loved the life, and loved the challenge of taking on the Las Vegas locals in the hopes of becoming one. I lost that challenge time and time again, but persevered, never quit, and eventually broke through and beat the game.

I remember even later, going broke in a $40-$80 game then running into a friend from Toronto named Zvi. I let him know “they got me” and he loaned me $500 to go back in there. Yes, I know it’s beyond insane to play $40-$80 limit hold’em with a $500 bankroll, but those were different times. I turned that $500 into $2500, and a week later played my first ever WSOP bracelet event, the 1998 $2000 Pot Limit Hold’em tournament. It was also my first time playing pot limit, and I ended up… winning the whole dam thing! From $500 to a $169,000 payday in about a week. You’d think that would straighten me out for good, but no, I wasn’t satisfied with being a $40-$80 grinder. After staking people, bad loans, and playing higher stakes, I blew all that money too. It was all part of the learning experience, and I promise you I wouldn’t change one thing about it.