Archiv für den Monat: September 2008

Dropbopx die 2.

Je länger ich Dropbox benutze, desto schöner finde ich es. Es macht viele Dinge echt einfach.

Beispiel 1:
Als Selbstständiger Berater habe ich ein Profil mit meinen Projekten. Dieses Profil habe ich bislang „per Hand“ online gestellt.
Jetzt habe ich einfach die entsprechende Datei in den Dropbox-Ordner „public“ kopiert und freigegeben. Wenn immer ich nun mein Profil änder, brauche ich es nur als pdf lokal abspeichern. Und per Dropbox-Magie landet es auch gleich im Netz.

Beispiel 2:
Fotos teilen ist ja auch so eine Sache. Das können viele Dienste. gmx und web.de bieten ja auch Fotoalben an. Aaaber: man muss die Daten hochladen. Außerdem hat man dann die Fotos in zwei Ordnern: lokal und online.
Jetzt habe ich einen lokalen Ordner und muss mich nicht darum kümmern, die Daten zu synchronisieren.
Hier mal ein Beispiel: http://www.getdropbox.com/gallery/138007/1/Nacht%20der%20Idustriekultur?h=1ef528
(Warnung, ich bin kein guter Bildermacher)

Nachteile:
Ok, die Sicherheit ist natürlich ein Thema. Die Daten werden bei Amazon S3 gespeichert und sind verschlüsselt. Aber Dropbox selber kann darauf zugreifen. Das sollte man natürlich im Hinterkopf haben.

Aus aktuellem Anlass: E-Mails sind wie Postkarten

Im Spiegel-Online steht, dass Frau Pa“ich bin so unglaublich tough“lin ihr Yahoo-Konto dazu genutzt hat, um Geschäftliche- (als Regierungs-) Mails zu versenden. Dummerweise wurde das Konto gehackt. Ok, das ist illegal. Aber trotzdem muss man folgendes verstehen:

E-Mails sind nicht wie Briefe -E-Mails sind wie Postkarten

Mails sind ein sehr unsicheres Medium. Dies liegt schon alleine in dessen Design. Wenn man Pech hat, liegt die wichtige Mail auf 3-4 Servern irgendwo in der Welt.

Daher die simple Regel:
Wichtige Mails gehören verschlüsselt

Anleitung für Thunderbird gibt es z.B. hier: http://www.thunderbird-mail.de/wiki/Enigmail_OpenPGP
Anleitung für Outlook z.B: http://www.elektronikinfo.de/pc/pgp.htm

Es ist wirklich schnell eingerichtet und anschließend kann man sich ein wenig sicherer fühlen.

Schlüsselsuche unter der Laterne

Der Witz ist ja alt und bekannt:

Ein Mann sucht nachts unter einer Laterne. Ein anderer Mann kommt hinzu.
„Was suchen Sie denn?“
„Ich habe meinen Schlüssel verloren“
„Wo denn?“
„Na, da vorne, ca. 30 Meter von hier“
„Und warum suchen Sie dann unter der Laterne?“
„Hier ist das Licht besser“

Eckart von Hirschhausen hat in seinem Buch Die Leber wächst mit ihren Aufgaben. Kurioses aus der Medizin etwas ähnliches beschrieben:
„Die Ursache von Kopfschmerzen hängt davon ab, zu welchem Arzt Sie gehen“

Es ist ein zutiefst menschliches Verhalten:
Wir suchen nicht nach der korrekten Lösung für ein Problem. Statt dessen versuchen wir unser Wissen auf das Problem zu zwängen.

Oder wie Dr. Who sagte:

The very powerful and the very stupid have one thing in common. Instead of altering their views to fit the facts, they alter the facts to fit their views.

Gerade hatte ich einen lustigen Dialog mit einem Kunden.
Es gibt ein Problem und mein Kunde kennt eine mögliche Lösung für dieses Problem. Leider passt diese Lösung nicht. Ich habe ihm das mehrfach erklärt. Leider ist dieser Kunde für die Lösung verantwortlich und will gegenüber die Geschäftsführung nicht zugeben, dass er am Ende seiner Ideen ist.

Das Ergebnis klang ungefähr so:
Er: „Ich habe die Lösung für unser Problem. Es liegt daran, dass die Wand rot ist“
Ich: „Das wäre eine Lösung. Aber nicht bei uns. Die Wand ist doch gelb“
Er: „Nein, die muss rot sein. Darum haben wir doch das Problem“
Ich: „Aber schauen Sie doch mal hin, sie ist gelb“
Er: „Nein, die ist rot und wir müssen die Wand jetzt neu streichen“
Ich (zerre den Kunden vor die Wand): „Die Wand ist schon gelb“
Er: „Das glaube ich nicht“
Ich (reiße dem Kunde die Hand vom Auge) : „Doch, sehen Sie“
Er: „Ja, an einigen Stellen ist sie gelb, aber sie ist bestimmt eher rot“
Ich (drehe seinen Kopf, so dass er die ganze Wand sieht) :“Jetzt schauen Sie doch mal hin! Sie ist gelb. Gelb!“
Er: „Sind Sie sich wirklich sicher?“
Ich: „Jaaaaa“
Er:“ Sind Sie sich 10000% sicher?“
Ich: „Hier: Ich habe mir die Zeit genommen und 5000 Macrofotos der Wand gemacht: Sie. Ist. Gelb.“
Er: „Ha! Ich wusste es doch! Sie ist nicht komplett gelb!“
Ich (mit Tränen in den Augen): „Ja, das nennt man Lichtschalter. Die sollten auch anders aussehen, sonst sieht man die nicht. Aber das ist doch eine notwendige Ausnahme. Die Wand ist nicht rot, sondern gelb“
Er: „Nein, nein. Hier ist noch ein Beispiel, die Wand ist nicht gelb, also ist die Wand rot“
Ich: „Ja, das ist die Türöffnung. Aber die ist nicht gelb – allerdings auch nicht rot.
Er: „Hmm, ich muss das prüfen“

Ich schwöre, dass unser Gespräch in diesem Stil ablief.

Manchmal ist mein Job echt lustig. Manchmal denke ich, ich sollte solche Geschichten aufschreiben und ins Internet stellen.

Gründer des Monats bei FTD

Ich arbeite gerade sehr viel mit und bei http://de.woobby.com.

Deren Betreiberfirma, die „Freundliche Netzwerke GmbH“ steht gerade zur Wahl als Gründer des Monats:
http://enable.ftd.de/marktplatz/

Falls jemand die Jungs, bzw.- woobby, bzw. mich – und damit seinen Lieblingsblog unterstützen möchte., würde ich mich
über einen kurzen Klick freuen: http://enable.ftd.de/marktplatz/
(und dann „Freundliche Netzwerke auswählen“)

Merci

Dann rufe ich halt selber bei Google an

Ein Kunde war unzufrieden damit, dass eine Seite plötzlich nicht mehr auf der ersten Seite bei Google auftauchte. Ich versuchte ihm zu erklären, dass die Wege von Google manchmal unergründlich sind und sich um dieses Thema ein recht großer Markt gebildet hat, SEO – Suchmaschinenoptimierung.

Er wollte mir nicht glauben, dass der Erfolg von Google gerade darin liegt, eben nicht zu verraten, wie die Ergebnisse sortiert sind. Schließlich will Google selber bestimmen, was es für relevant hält und das nicht den Seitenbetreibern überlassen.

Seine Reaktion: „Dann rufe ich halt selber bei Google an und frage, warum ich aus dem Index gefallen bin“. Ich habe den ganzen Rückweg gelacht.

Natürlich kam er telefonisch noch nicht mal irgendwo bei einem menschlichen Ansprechpartner an. Aber die Idee, dass Google-Mitarbeiter sich für solche Fragen Zeit nehmen, finde ich extrem lustig. Vermutlich müssten Sie dann zwar 50.000 neue Mitarbeiter einstellen, aber egal. Schließlich würde jeder Seitenbetreiber gerne von Google persönlich Tipps haben, was er besser machen kann…

Was lehrt uns das?

1. Wenn man Geschäftsführer einer Internetfirma ist, sollte man ein wenig Ahnung vom Internet haben. Andernfalls muss man anderen Menschen blind vertrauen. Und es ist erstaunlich, was selbsternannte SEO-Experten so erzählen.

2. Ich denke, dass viele Firmen einen falschen Fokus haben. Webseiten werden nicht für Google gebaut, sie werden für den User gebaut.

3. Man sollte die Abhängigkeit von Google nicht so hoch setzen. Google hilft es, Erstbesucher auf die Seite zu locken. Aber wenn man sich nicht darum kümmert, eine stabile (wiederkehrende) Userbasis aufzubauen, kann man keinen Erfolg haben. Es gibt noch andere Wege als Google: Nutze sie!

Test: Dropbox

Archivierung und Backup von Daten in immer ein Problem. Für Leute die wie ich viel unterwegs sind, kommt noch hinzu, dass man auf einige Daten gerne von überall zugreifen möchte.

Ich habe lokal in meinem Büro einige Backup-Laufwerke. Diese Laufwerke werden alle 6 Monate ausgetauscht. Auf diese Weise bekomme ich relativ einfach sowohl Backup, als auch eine Archivierung. Das reicht mir aber nicht. Denn wenn meine Wohnung abbrennt oder das Haus, in dem ich auch Festplatten lager, ist alles weg.

Also hatte ich zusätzlich einen Account bei Amazon S3 (Simple Storage Solution). Lokal lief ein Tool namens JungleDisk welches mir eine virtuelle Festplatte eingerichtet hat.

Jetzt gibt es aber eine viel schönere Lösung: http://www.getdropbox.com/
DropBox bietet eine virtuelle Festplatte im Netz an, die sich automatisch auf jedem Client auf dem eine entsprechende Software installiert ist synchronisiert. Darüber hinaus kann man einzelne Dateien auch für Gäste fregeben. Das klingt recht spannend.

Praktisch funktioniert es so:
Man legt eine Datei in einen speziellen Ordner (DropBox). Auf diese Datei hat man sofort Zugriff. Im Hintergrund wird diese Datei nun auf den Server geladen. Das funktioniert bislang bei mir super.

Auch sehr schön: Dropbox protokolliert auch Änderungen und versioniert diese. Bislang gefällt mir das Tool sehr gut.

2GB sind umsonst, 50GB kosten 100$/Jahr.

iPod genius

Apple hat für den iPod eine neue Funktion vorgestellt: genius.

Genius funktioniert so: Man wählt ein Musikstück aus und Genius erstellt daraus eine Playlist, die zu diesem Stück passt. Die Funktion soll über die Zeit immer besser werden, da sie wohl die Hörgewohnheiten der iTunes User analysiert.

Beispiel
Ich habe „I Got You“, die Live-Version von Maceo Parker ausgewählt. Die Empfehlungen sind:
„Pick Up The Pieces“ von Candy Dulfer – Ok, die beiden spielen häufig zusammen
„Birdland“ – passt auch
„In a Sentimental Mood“ von John Coltrane – Ok, Saxophon-Mucke halt
„My Funny Valentine“ von Chat Baker

Soweit passt es also. Kleine Ausfälle (aus meiner Sicht):
Minne The Moocher
Things (Robbie Williams)

Ansonsten besteht die Playlist aus Maceo Parker, Candy Dulfer, Weather Report, Stanley Clarke, Norah Jones usw.

Passt also. Aber ich wunder mich eigentlich nicht, dass es klappt. Schließlich war mein iPod schon immer schlau. Die Zufallsfunktion hat immer genau die Musik gespielt, die meiner aktuellen Stimmung entsprach…

Wie in der Brillenwerbung

Gerade starten wieder reichlich neue Projekte und entsprechend gibt es den ein oder anderen Anruf eines Vermittlers. Manche Vermittler lassen sich tatsächlich was einfallen. Ihr kennt doch alle die Werbung für den Brillenladen, dort wo die Blondine (aus so aussehen soll, als sei sie gerade aus einem Marlow-Film entsprungen) zum Privatermittler geht.

Genau so meldete sich gerade ein Vermittler bei mir am Telefon: „Ich habe gehört, Sie sollen der Beste sein?“

Ok, er hat vielleicht etwas übertrieben. War aber trotzdem lustig.

Weltuntergang oder iPod touch

Schwierig. Auf der einen Seite ist der neue iPod Touch echt cool. Aber auf der anderen Seite wird ja in 5 Wochen am CERN das Schwarze Loch erzeugt werden (der Start heute war ja nur ein Problelauf ohne Kollisionen).

Da lohnt es sich ja eigentlich kaum noch.

Schwierige Entscheidung.