Archiv für den Monat: Februar 2007

Ein neues Quartal

Ein neues Quartal beginnt. Damit gibt es neue Projekte und neue Budgets.

Ergebnis: Ich kann mich über 3 (sic!) Projektanfragen an einem Vormittag freuen. Ich bin zwar die nächsten paar Monate beschäftigt, aber ist ja auch schmeichelhaft. Wobei, vermutlich wird sich das alles mal rächen und ich sitze monatelang an meinem Schreibtisch und jammere die vielen Angeboten hinterher …

Update 13:30 Uhr:
Es sind jetzt 4 Anfragen. Was ist heute los?!?

Panorama und Killerspiele

Eigentlich wollte ich etwas über diesen entsetzlichen Beitrag des Magazins Panorama über „Killerspiele“ schreiben. Ich habe mich wirklich selten mehr über ein ARD Magazin geärgert.

Aber dann habe ich folgenden Eintrag gefunden
http://scorpiodorp.wordpress.com/2007/02/25/oh-wie-schon-ist-panorama-killerspiele-und-meinungsmache-auf-ard/

Schön, genau das wollte ich auch schreiben. Brauche ich das ja gar nicht mehr machen.

Praktische Lebenshilfe

Liebe(r) Leser(innen),

dieses Blog soll ja nicht nur zur Unterhaltung in der Kaffeepause dienen. Nein, ich möchte auch praktische Lebenshilfe leisten. Ich möchte, dass wir alle ein Stück besser und glücklicher leben. Um dies zu erreichen wage ich mich immer wieder mutig in Experimente um euch, meine hochgeliebten Leser, anschließend an dieser Erfahrung teilnehmen zu lassen.

Im diesem Sinne also ein : Man sollte vorsichtig sein, wenn man die Brotschneidemaschine sauber macht. auch ohne Strom ist die Schneide stärker als so ein Fingernagel – der ist dann mal schnell zertrümmert.

Bei der Gelegenheit durfte ich in der Ambulanz mal wieder Ärzte-Humor kennen lernen:
Krankenpfleger: „Legen Sie sich besser mal hin. Nicht das Sie umfallen, wenn sie ihr Blut sehen“
Ich:“Keine Angst, das wird nicht passieren“
(ab zum röntgen und wieder zurück.)
Arzt:“Glück gehabt, Sie haben den Knochen ganz gelassen“ (zu dem Krankenpfleger) „Hi hi, nicht so
wie der Typ am Vormittag. Man, der hat mit seinem Vorschlaghammer aber auch ganze Arbeit geleistet.“

Ja, bei der anschließenden Schilderung wurde mir dann doch ein wenig schlecht…

TV Tipp: Lutter

Regelmäßige Leser werden evtl. schon gemerkt haben, dass ich eine gewisse Nähe zum Ruhrgebiet besitze. Auch wenn ich neben Dortmund schon in verschiedenen anderen Städten gewohnt (Hamburg, Berlin, Frankfurt, Osnabrück) und gearbeitet (die Liste erspare ich uns) habe, bleibe ich Ruhri – der übergangsweise mal im Exil wohnt. Das Ruhrgebiet ist hässlich laut und pleite. Die Leute sind herzlich aber stur und die meisten Innenstädte ein Schreckgespenst entstanden aus einer sehr experimentierfreudigen Nachkriegsarchitektur. Und trotzdem bedauer ich jeden Menschen, der dort nicht leben kann. Wer das nicht versteht, darf mich gerne für ein paar Tage „Ruhrgebiet für Anfänger“ als Reiseführer mieten.

Wenn also heute der großartige Joachim Krol im ZDF in einem Ruhrgebietskrimi ermittelt, ist das natürlich einen Unbedingt-anschauen-Befehl wert. Das Staffelfinale von „Life On Mars“ kann man auch aufnehmen.

SpiegelOnline findet die Folge doof, aber das ist ja irgendwie schon wieder eine Empfehlung…

Oh du lustige Telco-Welt

Was bisher geschah: Der Anbieter Tele2 steht des öfteren in der Kritik. Seine Produkte werden sehr aggressiv u.a. durch Cold Calls(*) vertrieben.

Das ZDF Magazin WiSO behaupte nun, Tele2 haben auch mit Kunden einen Vertrag geschlossen, die dies gar nicht wollten. Dieser Vorwurf ist nicht wirklich neu und betrifft auch nicht nur Tele2. Immer wieder melden sich Verbraucher die behaupten niemals einer Vertragsumstellung am Telefon zugestimmt zu haben. Wie immer gab es dafür ein Fallbeispiel.

Und was macht nun Tele2 zu ihrer Verteidigung? Sie veröffentlichen einfach mal den Mitschnitt des Telefonats.

Wer immer bei Tele2 diese lustige Idee zur Verteidigung hatte, das war nicht schlau. Ich habe keine Ahnung von der rechtlichen Situation. Aber möchte ich wirklich Kunde einer Firma sein, die sowas macht? Äh… nein.

Abgesehen davon frage ich mich, darum man nur einen kurzen Ausschnitt veröffentlicht hat. Das wirft viele neuen Fragen auf. Die CC-Agentin spricht nämlich mehrfach davon, man würde die „Nummer freischalten“ für kostenlose Telefonate am Wochenende. Das könnte also bedeuten (achtung, wilde Spekulation), dass das Gespräch aus Kundensicht so anfingt „Hallo, haben Sie einen T-Com Anschluss? Wenn Sie wollen, können wir Sie für kostenlose Gespräche am Wochenende freischalten. Das kostet Sie noch nicht einmal Umstellgebühr“.

Call Center sind da ja sehr erfinderisch. Ich wurde mal angerufen und da hieß es: „Hallo, wir stellen gerade die Kandidatenliste für die Millionen-Show mit Günther Jauch zusammen. Haben Sie daran Interesse?“ Es ging um die NKL-Show und die wollten mir ein Los verkaufen…

(*) Unerwünschte Telefonanrufe. Sind zwar eigentlich verboten, machen aber trotzdem viele Firmen.

Die CeBIT Krise

Das das Centrum für Büro und Informationstechnologie, CeBIT, kriselt geht ja schon länger durch die Medien. Die Messe hat sich überholt und an sich selber verschluckt. Einst ein gern besuchtes IT-Klassentreffen, fehlt momentan ganz klar eine gut sichtbare Ausrichtung.

Den besten Beweis dafür. wie groß die Probleme sind: Ich kann mich nicht daran erinnern, dass mir in den letzten 15 Jahren so viele Freikarten angeboten wurden wie aktuell. CeBIT Karten werden wie beispielsweise Karten für die Systems in München oder diese Netzmesse in Köln deren Name mir gerade nicht einfällt an jeden verschickt, der seinen Namen richtig schreiben kann.

Nochmal Komplexität

Ein nettes Beispiel für Komplexität haben wir uns gestern beim Kaffee ausgedacht:

Ein Ball in die Luft zu werfen? Kein Problem!
Zwei Bälle? Kein Thema.
Jonglage mit 3 Bällen? Eine 3-Ball-Kaskade bringe ich dir in 30 Minuten bei.
Mit 4 Bällen jonglieren? Rrrrrrummms!

Der Wechsel von 3 auf 4 Bällen ist doch eigentlich linear: 1,2,3,4. In Wirklichkeit ist dies eine Hürde, an der viele Leute scheitern. Bei 3 Bällen ist es nicht so tragisch, wenn die beiden Arme unterschiedlich stark sind. Bei 4 Bällen sollte man aber mit beiden Händen die Bälle gleich hoch werfen können, sonst wird es schwierig. Das dauert meist ein paar Wochen.
Das ganze geht auch weiter.
Weltrekord jonglieren mit 5 Bällen: > 1 Stunde
Weltrekord jonglieren mit 7 Bällen: 10 Minuten

Was das nun mit Projektmanagement zu tun hat? Eine ganze Menge. Viele Projekte scheitern genau an dieser Komplexitätsfalle. „Hey, ob mein Team jetzt 6 oder 8 Mitglieder hat, das ist doch kein großer Unterschied“. „Wenn ich 50 Personentage planen kann, kann ich auch 150 Personentage planen“, usw. usw.

Das Dumme an Komplexität ist, dass man sie erst dann erkennt, wenn die 4 Bälle sämtliche Pflanzen in der Wohnung umgeworfen haben… Lange Rede kurze Regel: Niemals eine Aufgabe zu leicht nehmen. Je mehr Erfahrung man hat, desto schneller riskiert man eine Aufgabe zu unterschätzen.

Rechthaberei

Ja, es ist nicht nett wenn man
– ein kurzes Anforderungsdokument definiert
– gesagt bekommt, dass diese Anforderung keine hohe Prio habe und man ja noch nicht wisse was noch so kommt
– der eigene Einwand, es sei die einzig bekannte vollständige Anforderung und daher könne man doch „mal eben“ in 2-3 Tagen eine erste Version bauen damit gekontert wird, dass es viel länger dauert
– und dann man eben mit Ruby On Rails in der Mittagspause die Anforderung selber umsetzt.

Ja, das ist schon ein wenig rechthaberisch. Aber manchmal brauche ich das einfach mal …

(IPod) Videotipp

M – eine Stadt sucht einen Mörder

Dies war der erste Tonfilm von Fritz Lang (Metropolis). Ich liebe diesen Film heiß und innig. Gerade habe ich gesehen, dass es den Film auch bei Google Video gibt:
http://video.google.de/videoplay?docid=2723662265706265460

Also nichts wie ab damit auf den IPod und auf der nächsten Bahnfahrt anschauen. Die Verteidigungszene von Peter Lorre (ca. ab 1:40) gehört zu den absoluten Sternstunden des Films.