Archiv für den Monat: Oktober 2007

Projekt P: Los geht’s

Es wird mal wieder Zeit für ein neues Projekt. Diesmal gibt es einige Besonderheiten. Normalerweile arbeite ich ja als freier Berater meistens als Projektleiter beim Kunden vor Ort. Diesmal erstelle ich für den Kunden die komplette Applikation (natürlich in Ruby on Rails) selber und arbeite im Home Office. Damit bin ich zum ersten Mal seit über 7 Jahren fast täglich zuhause.

Nach der Web-Lernbox ist das damit mein zweites RoR Projekt. Diesmal allerdings in groß …

Würde ich das Projekt klassisch kalkulieren (z.B. als J2EE Anwendung mit einem entsprechenden Team), käme ich auf Kosten von ca. 150.000 EUR Kosten. Mein Ziel ist es, das ganze für ca. 50.000 EUR zu schaffen (dabei setze ich meinen normalen Tagespreis an). Allerdings bekommen ich das Geld nicht, sondern werde mich später am Ergebnis beteiligen – aber das ist eine andere Geschichte und die soll ein anderes Mal erzählt werden.

In den nächsten Wochen wird es hier also in lockerer Folge meine Erfahrungen bei der Entwicklung einer größeren Anwendung mit Ruby On Rails geben.

Möge die Übung gelingen.

Ubuntu 7.10

Gestern wurde die neue Version von Ubuntu veröffentlicht. Ubuntu ist eine Linux-Distribution welche in den letzten Jahren (zurecht) sehr, sehr erfolgreich geworden ist. Installation und Nutzung sind extrem einfach und auch für weniger erfahrene Anwender locker machbar. Dank FireFox,Thunderbird, OpenOffice und Co. gibt es eigentlich kaum einen Grund, sich weiter mit Windows Vista herumzuärgern. Vor allem auf älteren Rechnern macht es Sinn.

Heute habe ich meinen 4 Jahre alten Laptop (Toshiba M30) auf die neue Version 7.10 aktualisiert (die erste Zahl ist das Jahr, die zweite der Monat der Veröffentlichung). Ergebnis: Die Bildschirmauflösung lag bei 800×600 und wollte sich einfach nicht ändern lassen. Grummel.

Die Lösung: Envy.
Envy erkennt die Grafikkarte und installiert automatisch den Treiber, der am besten passt. Einfach starten und der Rest passiert automatisch.

Was soll ich sagen: So gut sah mein Bildschirm noch nie aus. Ich bin echt begeistert.

Nachtrag:
Yeah!!!!! Jetzt klappt endlich auch der 3D Desktop (Compiz).Bildschirme als Würfel. SuperDuper Fensterumschalter (hübscher als bei Mac OSX). Wow, sieht das gut aus.

Anwärter auf den Darwin-Award

Der Bestatter-Blog hat eine Geschichte, die man für den Darwin-Arward nominieren sollte. Der Darwin-Award wird verliehen für möglichst kreative (oder sehr, sehr dumme) Wege, aus dem Leben zu scheiden.

Die Kurzform:
Mann arbeitet in einem automatischen Hochregallager. Um nicht von einem automatischen Gabelstabler überfahren zu werden, blockiert er die Lichtschranke am Eingang der Lagerreihe mit seinem Werkzeugkoffer. Ergebnis: Störung im Gang wird gemeldet und die Roboter fahren dort nicht.

Und dann schickt er seinen Azubi los, ihm Werkzeug zu holen.

Was hat der Mann wohl gedacht, als sein Azubi den kompletten Werkzeugkoffer mitbrachte?

Also, in der kurzen Zeitspanne in der die Software feststellte, dass die Störung nicht mehr vorhanden ist und ihn anschließend der Regalroboter überfahren hat?

Musikindustrie verklagt Usenet

Oh man, und ich schreib das auch noch.

Laut golem.de wurde Usenet.com, ein kommerzieller Usenetanbieter wegen Verbreitung von MP3s verklagt.

Die Musikindustrie will es einfach nicht begreifen. Es wurde doch schon immer kopiert. Die goldenen Jahre sind halt vorbei, so what? Jetzt verdienen die Musiker wieder ihr Geld mit Konzerten – was ich nicht unbedingt schlecht finde.

Aber egal, die Musikindustrie hat bestimmt Recht und ich bin nur zu dumm.

T-Online Vision ist T-Home ist Videoload

Also,

erst hieß das Video On Demand Angebot von T-Online „T-Online Vision“. Dann, als die schnellen VDSL Zugänge eingeführt wurden, wurde es ein Teil von T-Home.

Jetzt heißt aber seit einiger Zeit das komplette T-Online&T-Com Angebot T-Home. T-Home heißt nun nicht mehr T-Home, sondern T-Home Entertainment.

Und das „Video On Demand“ Angebot heißt nun „Videoload“. Damit reiht es sich in Gamesload und Softwareload ein.

3 Namen in 2 Jahren, Respekt. Auf jeden Fall ist das Angebot mittlerweile recht groß. Immer noch gibt es jeden Monat 10 Filme kostenlos.

Und Raider heißt nun Twix.

Das Motorrad hat einen Kat?

… fragte der TÜV Prüfer.

Meine Antwort: „Nee, das ist über 10 Jahre alt. Da war das noch nicht üblich“.
Oh, meinte er daraufhin, dass habe ich nicht gesehen. Danach lobte er die gute Sitzposition. und machte schnell der ASU

Es hat sich wohl gelohnt, nochmal zum Waschplatz zu fahren. Der Prüfer scheint mir vertraut zu haben. Es war die mit Abstand kürzeste Hauptuntersuchung die ich jemals gemacht habe …

Noch 9 Tage

Dann kommt Leopard

Leopard ist die neue Version von Mac OSX. Ich hatte im Sommer beschlossen, bis dahin zu warten bevor ich mir einen MacBook kaufe. Ich bin sehr stolz auf mich, mich solange zurückzuhalten. Aktuell brauche ich keinen Laptop. Ich habe schließlich kein externes Projekt und arbeite momentan im Home-Office. Aber so langsam gehen mir die Argumente aus. Ich will ihn haben. Eines Tages wird er mein sein.

Außerdem hat Leopard „Ruby On Rails“ an Board. Ich meine, da muss ich doch einen MacBook haben, oder? Noch 9 Tage…

Tipp: Wiederentdeckung des Usenet

Ich der letzten Zeit ist mir aufgefallen, dass einer der ältesten Internet-Dienste(*) selbst bei erfahrenen IT-Experten mehr und mehr in Vergessenheit gerät: Das Usenet.

Dabei ist – nach einigen Jahren in denen man vor lauter Müll keinen sinnvollen Inhalt finden konnte – mitterweile wieder sinnvoll nutzbar.

Aber fangen wir vorne an. Das Usenet ist ein elektronisches schwarzes Brett, über welches mal Nachrichten austauchen kann. Es ist damit der Vorläufer der heute bekannteren Foren die man auf vielen Web-Seiten findet. Die Nachrichten liegen jedoch nicht wie bei einem Web-Forum auf einem einzigen Server, sondern werden über ein entsprechendes Austauschformat weltweit auf tausenden von Servern verteilt.

Man ist also über das Usenet in der Lage, sich zu vielen Themen weltweit mit anderen Menschen auszutauschen. Die Inhalte sind in verschiedenen Gruppen hierachisch sortiert.
Die ursprünglichen Rubriken (die Big 7 ) sind:
comp (Computer),
talk (Plauderei) ,
soc (Soziale Themen),
sci (Wissenschaft),
rec,
news und
misc
Darunter wiederum finden sich tausende Untergruppen. Mein Anbieter führt beispielsweise >70.000 Grupen.

Einschub, nutzloses Wissen:
Neue Gruppen unterhalb dieser Struktur werden durch ein komplexes demokratisches (na ja) Verfahren eingeführt. Da dies irgendwann jemand mächtig ärgerte – er fand keine Mehrheit für eine Sex-Gruppe – gab es eine weiteren Zweig: Alt.* (für „alternative“) .
Die ersten alt Gruppen waren: alt.sex, alt.drugs und alt.rock-n-roll.

Weiter im Text:
Zusätzlich gibt es lokale Zweige, in Deutschland unter de.*.
Von mir oft gelesene Gruppen sind u.a. :
de.rec.motorrad,
de.rec.mampf (Rezepte),
de.rec.laufen.misc
comp.lang.ruby

Wie kommt man nun an diese Informationen heran?
Google indiziert „natürlich“ auch das Usenet. Man findet die Inhalte unter „Groups“. Aber das ist eher der umständliche Weg. Sinniger ist es, sich einen Anbieter zu suchen, der einem Zugang zu einem Usenetserver bietet.
Eine Liste findet man z.B. hier: http://newsserverliste.cord.de.
Viele Internetprovider pflegen für ihre Kunden einen Server. Andere Server sind kostenpflichtig oder kostenlos für alle Kunden zu nutzen, Beispiel: http://news.motzarella.org/.

Jetzt braucht man noch ein Programm, um die Usenetgruppen zu lesen. Das geht z.B. mit dem Mailprogramm Thunderbird (Outlook kann es wohl auch). Und schon kann man sich die langweiligen Web-Foren sparen.

Die dunkle Seite 1:
Vor einigen Jahren konnte man das Usenet eigentlich nicht mehr nutzen. Die Gruppen waren komplett mit Werbung vollgemüllt. Ergebnis: Die Nutzerzahlen sanken, Ergebnis: Die Werbung ging zurück. Jetzt geht es wieder.

Die dunkle Seite 2:
Das Usenet ist nicht nur Tummelplatz für Werbung. Auch scheint es eine geradezu magische Anziehung auf Leute auszuüben, die ordentlich einen an der Waffel haben (um es noch freundlich auszudrücken). Die goldene Regel: Nie mit solchen Leuten Diskussieren. Es sei denn, man hat Spaß an solchem Quatsch. eine Gute Quelle sind die Gruppe alt.ufo, de.alt.ufo und de.alt.soc.verschwoerung.

Die dunkle Seite 3:
Neben Texten werden auch digitale Inhalte in einigen Gruppen geführt (den Binary-Groups). Die meisten kostenlosen Anbieter führen diese Gruppen nicht, da sie einfach viel zu viel Traffic verursachen. Außerdem verlagert sich die Szene weg von den P2P Netzwerken immer mehr in Richtung Usenet. Mal schauen, was sich Platten- und Filmindustrie einfallen lassen, um auch diesen Verbreitungsweg zu stoppen.

(*) = Ja ja, liebe Besserwisser. Usenet hat sich erst neben dem Arpanet entwickelt. Aber wir wollen das hier ja nicht zu einer UUCP Schulung ausarten lassen …

Die Online-Durchsuchung die keine ist

Herr Schäuble – Mr. Stasi 2.0 – will ja einfach nicht von der Online-Durchsuchung lassen. Auch Angie findet die Idee super. Ich einer Rede sagte sie (sinngemäß), es könne doch nicht sein, dass man zwar eine Wohnung durchsuchen darf, aber keine Computer.

Nun ist Frau Merkel Physikerin. Also gehe ich mal davon aus, dass sie diesen Satz nicht gesagt hat, weil sie es nicht besser weiß. Offenbar verkauft sie ihre Zuhörer absichtlich für dumm.

Denn ich sehe das so:
Die Onlinedurchsuchung per „Bundestrojaner“ ist keine Durchsuchung.
Die sog. Onlinedurchsuchung ist eine Erweiterung des großen Lauschangriffs

Weil:
Bei einer Durchsuchung kommen Beamte in die Wohnung und nehme alles mit, was als evtl. Beweismaterial dienen könnte. Selbstverständlich nehmen sie bei dieser Gelegenheit auch vorhandene Computer und Festplatten mit. Klar, die Festplatten könnten verschlüsselt sein oder Daten extern lagern. Aber ich kann auch Aktenordner „verschlüsseln“ und Akten extern lagern.

Bei der angeblichen Onlinedurchsuchung geht es doch um etwas anderes: Meine Aktivitäten am Computer können kontinuierlich überwacht werden. Wenn es nur darum ginge, einen einmaligen Abzug der Daten zu erstellen, könnte ich das einfacher haben. Dazu brauche ich keien kompizierten „Bundestrojaner“.

Es ist also eine Überwachung und keine Durchsuchung.

Es kommt noch besser: Angenommen, ich habe ein Headset oder eine Kamera an meinem Computer. Wäre es denn nicht verlockend, diese Geräte gleich zur Überwachung zu nutzen? Ach, das ist nicht vorgesehen? Aber es ist möglich – und es ist doch zu verlockend, es dann nicht zu machen, oder?

Ist denn so ein Bundestrojaner denn überhaupt technisch machbar?
Kann ich den nicht selber aufspüren und löschen? Sehr schwer, wenn der Ermittler physikalischen Zugriff auf den Rechner haben. In dem Fall würde ich es so machen: Wir alle kennen Virtualisierungslösungen (VirtualBox, Parallels etc.) mit deren Hilfe man ein Betriebssystem quasi in einer Sandbox innerhalb eines Host-Systems laufen lassen kann. Wenn ich nun eine Virtualisierungslösung installiere und das bestehende System in dieser Sandbox ablaufen lasse, bin ich fast unauffindbar. Das Gastsystem hat kaum eine Möglichkeit festzustellen, dass es nur in einer Sandbox läuft. Und das „echte“ Betriebssystem hält buchstäblich sämtlich Fäden in der Hand und hat absolute Macht über das Zielsystem.

So zumindest würde ich es machen. Aber ich befürchte, es geht noch besser …

Lernkarten drucken

Meine Web-Lernbox (http://www.web-lernbox.de) hat etwas neues gelernt: Ab sofort kann man seine Lernkartei drucken (Infos zu Lernbox hier)

Dabei kann an entweder vorhandene Vorlagen nutzen, oder seine eigene Vorlage definieren und anderen Benutzern zur Verfügung stellen. Die ersten Vorlagen habe ich schon definiert. Jetzt hoffe ich natürlich auf fleißige Nutzer, die weitere Vorlagen bauen.

Viel Spaß!