Archiv für den Monat: Juni 2010

Wie das mit dem Videobeweis im Fußballl laufen könnte

Gestern war ja der Tag der Fehlentscheidungen bei der Fußball WM. Wieder wird von allen Seiten nach Videobeweisen gerufen und wieder wird das mit vielen Argumenten abgelehnt. Ein Argument ist, dass dies die Dynamik aus dem Spiel nähme, wenn man ständig Pausen mache um vor dem Monitor zu hocken.

Das Argument ist aus meiner Sicht Quark, denn ein Videobeweis beim Fußball könnte so aussehen:

Jeder Trainer hat einmal pro Halbzeit das Recht, einen Videobebeweis zu fordern. In diesem Fall wird das Spiel solange
unterbrochen, bis die Sache geklärt ist. Der Videobeweis muss sofort nach einer Szene beim 4. Offiziellen angefordert werden.
Die Klärung wird vielleicht eine Minute dauern – das sollte wohl drin sein.

So ähnlich ist es im American Football. Aber vermutlich werden wir das zur Amtszeit von Sepp Blatter nicht mehr erleben.

Fahrrad fahren in Dortmund: Liebes Polizeiauto

Ok, ich meine natürlich nicht das Auto selber. Also: Liebe Besatzung des Polizeiautos.

Genau, ich meine sie: Die um ca. 9:30 an der Kreuzung Hohe Straße/Wall bein Abbiegen locker den Fahrradweg versperrt haben. Nur mal so kurz aus Interesse: Muss das denn wirklich sein? Ich meine, sie haben sicherlich einen harten Job und das ist eine Kleinigkeit. Aber es ist halt eine Kleinigkeit die meine Gesundheit gefährdet. Ich will ja jetzt nicht wie so ein radikaler Fahrrad-Fascho daherkommen.Nur, so langsam nervt es.

Auf dem kleinen Stück zwischen Kreuzstraße und Wall haben eh‘ schon 3 Autos dreist auf dem Fahrradweg geparkt. Den Lieferwagen an der Baustelle lasse ich mal außen vor. Ok, vielleicht waren sie ja gerade auf dem Weg zur Frühstückspause. Da kann ich es verstehen, dass Sie die 4 Fahrer nicht verwarnt haben. Damit entgehen der Stadt Dortmund zwar Einnahmen (wenn ich mich richtig erinner, kostet das 25 oder 35 EUR je nachdem ob mit oder ohne Gefährdung), aber klar, da muss man Prioritäten setzen.

In echten Fahrrad-Städten hätten wahrscheinlich die Hälfte der Dortmunder Autos keinen Außenspiegel mehr, weil die von wütenden Radfahrer abgetreten wurden.

Nur, wie soll das der Dortmunder auf je lernen, liebe Polizisten, wenn er weder von ihnen verwarnt wird, noch sie sich selber an die Regeln halten? Ich mein ja nur …

Die Apple Revolution die kaum jemand mitbekommt

Apple hat es mittlerweile geschafft, dass Produktvorstellungen der der Tagesschau erwähnt werden. Daher gehe ich einfach mal davon aus, jeder hat mitbekommen: Es gibt ein neues iPhone.

Wie oft, wenn Steve Jobs neue Produkt vorstellt, gab es ein „One more thing“. Dahinter verbirgt sich dann meist der absolute Knaller. Oder er spricht (gefühlt) Stunden lang von irgendwelche Zahlen um dann (einen hab‘ ich noch) mit dieser Ankündigung endlich das neue Produkt vorzustellen.

Bei der iPhone 4 Präsentation war das „one more thing“ Facetime – Apples Version der Videotelefonie. Nun, wenn ich telefonieren laufe ich oft durch die Gegend oder mache Hausarbeiten. Für mich ist das also eher nichts. Trotzdem ist es eine Revolution.

Die Technik hinter Facetime hat Apple noch nicht komplett veröffentlicht (will es aber machen). Vermutlich werden dabei Standards wie ENUM etc. genutzt werden.
Klar ist aber, Apple hat mit Facetime erstmalig die Verbindung zwischen Handy und VoIP fest in ein Telefon verbaut – und zwar so, dass man es nutzen will.

Ist das jetzt so ungewöhnlich? Hell, yes! Die Mobilfunkanbieter möchten (verständlicherweise) festlegen, welche Leistung was kostet. So sind MMS teurer als SMS und wer mal testweise per UMTS ein Videotelefonat geführt hat, war über die anschließende Rechnung doch erstaunt.
Facetime läuft aber aktuell per WLAN. Und es scheint, als würde das „normale“ Gespräch terminiert werden, wenn Facetime gestartet wird. Auch wenn es später mal kein WLAN braucht, wird es wohl eine reine Nutzung per Datentarif sein. Die
Grenze zwischen Sprachdaten und anderen Daten wird also aufgehoben!

Viele Anbieter verbieten ja explizit die Nutzung von VoIP in ihren Datentarifen. Das nicht ganz ohne Grund. Angenommen, ich hätte eine Telefon, in das (sagen wir mal) Skype perfekt integriert ist. Und ich hätte eine Datenrate (kostet aktuell rund 25 EUR für 5 GB). Dann würde das locker ausreichen, um sehr kostengünstig ausgehende Gespräche zu führen. Gerade die Auslandstarife von Skype sind im Vergleich zu den normalen Mobilfunktarifen ja sehr gut. Der Umsatz der Mobilfunanbieter würde also zurück gehen.

Es fehlt natürlich bei Skype (oder anderen VoIP Anbietern) die Verbindung zwischen der eigentlichen Mobilfunknummer und dem VoIP Dienst. Sprich: Ich muss auf meinem Handy mindestens zwei Applikationen laufen lassen: Das „normale Telefon“ mit der Mobilfunknummer und die VoIP Applikation (von Krücken mit kostenpflichtiger Weiterleitung mal abgesehen)

FaceTime aber ist genau diese Verbindung. Damit wurde die Brücke zwischen den Techniken geschlagen und – man kann es gar nicht oft genug sagen – die Grenze zwischen Sprachedaten und anderen Daten verwischt. Und ich denke, das ist erst der Anfang.

Wenn sich die Mobilfunkanbieter nicht schnell auf diese Situation einstellen, können sie sich warm anziehen…

Zum 100. Geburtstag von Konrad Zuse

Konrad Zuse würde am 22.6.2010 seinen 100. Geburtstag feiern. Er gilt als (einer) der Erfinder des Computers. Daneben hat er mit dem Plankalkül die erste höhere Programmiersprache erfunden.

Mehr Informationen zum Plankalkül gibt es hier: http://www.zib.de/zuse/Inhalt/Programme/Plankalkuel/index.html
Ich habe das tatsächlich mal durchgelesen als ich HiWi in der Bereichsbibliothek Informatik war und mich furchtbar gelangweilt habe (in der Zeit habe ich echt viele Grundlagenbücher durchgelesen :-) )

Leider wird man in der Informatikausbildung an kaum einer Uni eine Vorlesung über die Geschichte der Informatik finden. Das ist extrem schade, denn auch wenn die Informatik noch jung ist und (vor allem von Mathematikern) gerne als Pseudowissenschaft verspottet wird deren theoretisches Grundgerüst extrem dünn ist – die Informatik hat viel sehr interessante Köpfe zu bieten.

Fangen wir also einfach mal mit Zuse an.

Seine Autobiographie:

(Direkt Link: http://www.amazon.de/gp/product/3642120954?ie=UTF8&tag=guerillaproje-21&linkCode=as2&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=3642120954 )

Ein netter Roman über ihn:

(Direkt Link: http://www.amazon.de/gp/product/387134642X?ie=UTF8&tag=guerillaproje-21&linkCode=as2&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=387134642X“)

Zuse war ein wenig das Musterbeispiel für einen Mann, der zu falschen Zeit am falschen Ort war und dessen technisches Geschick seinem Glück als Kaufmann weit voraus war. Es ist halt schlecht, wenn man einen Computer mitten im 2. Weltkrieg baut und dann eine Bombe drauf fällt.
Anders als z.B.Wernher von Braun (Vater der Raumfahrt und im 2. Weltkrieg an der Entwicklung der V2 in Peenemündebeteiligt) hat er es nach dem Weltkrieg nicht geschafft, langfristig erfolgreich zu sein.

Heidi Kabel

Heidi Kabel ist gestern Nacht in einem Altersheim gestorben.

Ich habe sie mal vor einigen Jahren in irgendeiner Talkshow gesehen. Dort erzählte sie, dass sie unter Migräneanfällen leide. Damit ist sie in guter Gesellschaft. Harald Schmidt und ich haben schließlich das gleiche Problem.

Für sie war das aber kein Grund, eine Vorstellung ausfallen zu lassen. Sie hat dafür gesorgt, dass an beiden Seiten der Bühne Eimer standen. Darin hat sie sich dann zwischendurch übergeben – und weiter ging es.

Wenn das kein Beispiel für Disziplin ist, weiß ich es auch nicht.

taz und iPad die 2.

Hier habe ja schon geschrieben, dass man die Digitalausgabe der taz mit Hilfe von Stanza perfekt auf dem iPad lesen kann.
Das Digitale Abo kostet dabei nur 10 EUR (= normaler Preis, wer möchte kann den politischen Preis von 20 EUR zahlen mit deren Hilfe verbilligte Abos ermöglicht werden).

Seit einigen Tagen ist die taz sogar noch einen Schritt weiter gegangen. Täglich wird es die aktuelle taz auch über den iBookstore für 0,99 EUR geben.

In beiden Fällen erhält man die gleiche Ausgabe im Epub_Format. Leider gibt es noch keine Bilder, aber daran wird wohl gearbeitet. Der tägliche Touce-Comic ist natürlich dabei :-)

Hallo? Zeit? FAZ? Süddeutsche? Was ist mit euch?

Ein schööööner Tag

– Gutes Wetter: Check
– Verlängerung beim Kunden um weitere 3 Monate heute durchbekommen: Check
– Super Schnäppchen beim Kauf einer Fahrradhose gemacht: Check
– Noch 3 Stunden bis zum Anstoß der WM

Der Tag könnte schlechter sein.

Der GPM WM Service: Rudelgucken in Dortmund

So, bald geht es los und die nächsten 4 Wochen wirdrd in den Kantinen des Landes nur noch ein Thema geben.

Hier mal meine persönlichen Top4 der Orte, an denen man sich die WM im Rudel anschauen kann:

Platz 4: Westfalenhalle 1

Wie schon 2006 wird es auch in der Westfalenhalle eine Möglichkeit geben. Ich fand es damals ok, hat mich
aber nicht umgehauen. So richtig Stimmung kam leider nicht auf.
Klar, man kann sich bei Sonnenschein auch in eine Halle stellen – muss man aber nicht.
Wer will, kann sich für 89EUR VIP Karten kaufen.
Ob es sonst Eintritt kostet, ist nicht klar. Manchmal steht dort, Eintritt frei, an anderen Stellen findet man, dass es 5 EUR kostet, aber ein Getränk dabei ist (also eine Art Mindestverzehr). Ich gehe davon aus, dass es nichts kosten wird.

Platz 3: Friedensplatz

Klar, da waren wir ja schon Mitte der 90’er als der BVB noch Meisterschaften gewann. Es ist voll, es ist laut und die Sicht ist beschissen. Aber wer richtige Stimmung erleben will, muss natürlich hier hin kommen.
Der Eintritt ist umsonst (wird von einem Sponsor übernommen). Spätestens ab dem Viertelfinale sollte man frühzeitig da sein.

Platz 2: Westpark

Das Cafe Erdmann bietet rund 500 Leuten einen 5x5m Videowürfel. Vor 4 Jahren kostete es (ich glaube) einen Euro Eintritt. Ansonsten kennt man es ja: etwas zu teuer, siffig, manchmal langsamer Service. Aber weil ich da schon seit 20 Jahren im Sommer mein Weizenbier trinke, kann es ja so schlecht auch wieder nicht sein.

Platz 1: Vinckeplatz

Mitten im Kreuzviertel wird es ein afrikanisches Dorf geben. Der Eintritt kostet 50 Cent. Neben den Übertragungen gibt es Live-Musik und Fress-Stände. Platz wird für ca. 400 Leute sein.
Organisiert wird das ganze von Oliver Buschmann der u.a. schon bei der Live Station und dem Solendo gezeigt hat, dass er seinen Job gut macht. Daher werde ich mich wohl dort tummeln. Na gut, es liegt auch quasi genau neben meiner Wohnung…

Pixelpark Flash-Mob am 6.6.

Nicht vergessen, heute ist Pixelpark-Tag

Alle Ex-Pixels (oh, wie hat meine dahem. Freundin den Begriff „Pixel“ gehasst…“) tragen heute Pixelpark-Sachen als „Erkennungszeichen“. Das berühmte 15-100-100 T-Shirt wäre natürlich perfekt.

Treffpunkte gibt es z.B. in Berlin, München, New York. Ich hoffe ja noch, dass jemand heute mit nach Bochum ins Intershop kommt…