Archiv für den Monat: März 2007

Trickreiche Tools: Die Featureliste

In einem IT Projekt werden die einzelnen zu entwickelnden Bestandteile gerne in Features aufgeteilt (was ein Feature genau ist, hängt allerdings von Projekt zu Projekt ab).

Um nun einen Überblick zu bekommen, wie der aktuelle Projektstatus aussieht, ist eine kleine Featureliste sehr hilfreich.

Hier ein Template, mit dem ich gerne arbeite.

Die Beispiele dort sollten (hoffentlich) selbsterklärend sein. Die Daten an den einzelnen Themen berechnen sich aus dem Fertigungsgrad der Features. Neue Themen kann man einfach per Copy&Pase aus den alten Themen kopieren und so die Formeln übernehmen (Achtung: Nicht vergessen, die Formel für den Gesamtstatus anzupassen).

Zu dem Feld: SnowCard. Mit Hilfe einer SnowCard lassen sich Anforderungen erfassen. In dem Feld wird festgehalten, ob die Anforderung schon fertig formuliert, nich offen oder nicht notwendig (da trivial) ist.

Die Nutzung der Vorlage ist selbstverständlich für alle Leser erlaubt und kostenlos

Fehlersuche

Wir Menschen sind ja so konstruiert, dass wir aus Fehlern lernen. Natürlich sollten diese Fehler nicht fatal bzw. letal sein, aber der Finger auf der heißen Herdplatte zeigt einem Kind recht deutlich, dass man sowas nicht macht.

Dummerweise sind wir zwar super darin, Fehler zu machen aber weniger gut wenn es darum geht Fehler zu finden. Aber das Leben ist nun mal kein Ponyhof.

Mein Vater hat mir mal folgende Geschichte aus seinen Anfängen erzählt:
Er sollte an einem Sonntag einen Computer reparieren (zu einer Zeit, als Computer noch richtig groß waren). Nachdem er das Ding komplett in seine Einzelteile zerlegt hatte, einen ganzen Arbeitstag schwitzen in einem zu stark klimatisierten Raum gearbeitet hat, sich Hemd, Krawatte und Finger beschädigt hatte fand er den Fehler: Die Stromversorgung war defekt. Das blöde Stromkabel hatte einen Kabelbruch. Hätte er dort zuerst gesucht wäre der Arbeitstag – nochmal: Ein Sonntag – nach 5 Minuten beendet gewesen.

Solche Geschichten kennt, glaube ich, jeder. Gerade wenn man am Motorrad bastelt haben endlos viele Leute schon den halben Motor auseinandergenommen um dann zu merken, dass der Sprit fehlt (da gibt es einen schönen Comic von Holger Aue oder Joe Bar zu, muss ich mal raussuchen)

Ich habe für mich daraus die Grundregel der Fehlersuche definiert, die „Ist-der-Strom-angeschlossen-Regel“:
Bei der Fehlersuche fängt man immer mit den einfachsten Möglichkeiten an.

Diese Regel wird lustigerweise seltener von Berufsanfängern als denn von alten Hasen ignoriert. Je mehr man gesehen hat, desto eher neigt man dazu, möglichst komplizierte Erklärungen zu finden. Die Einfachheit ist bei vielen Leuten im Laufe ihres Berufslebens auf der Strecke geblieben. Wer beides kombinieren kann – Erfahrung und Einfachheit – hat gewonnen.

In der Wissenschaft nennt sich dieses Konzept übrigens Ockhams Rasiermesser. Auch hier lautet die Regel, dass die einfachen Erklärungen die besten sind. Einfach ausgedrückt: Wenn es einen Wirbelsturm gibt und danach ein Baum auf der Straße liegt sollte man als Erklärung nicht darüber nachdenken, ob vielleicht ein Ufo bei einer Bruchlandung diesen Baum umgerissen hat – es könnte einfach auch der Sturm gewesen sein…

www.sverido.de

So 100% super finde ich den Namen noch nicht. Aber da ich aus einem Hostingpaket eh‘ noch eine ganze Reihe von Domains frei habe …

Meine Idee zu einem Verfügbarkeitsnetzwerk. Würde ich gerne weiterspinnen. Daher habe ich unter www.sverido.de ein Wiki aufgesetzt und angefangen, erste Ideen niederzuschreiben.

Über Anmerkungen, Ideen, Erweiterungen, Kommentare usw. freue ich mich natürlich. Einfach auf www.sverido.de gehen und mitschreiben.

Trickreiche Tools: Wrike

Es gibt mittlerweile ja eine ganze Reihe Web-Tools mit deren Hilfe man ToDo-Listen verwalten kann. Mein momentaner Liebling nennt sich Wrike.

Man kann sehr einfach neue Tasks einfügen (einfach eine Mail an Write senden – nicht wie bei z.B. RememberTheMilk eine kryptische Adresse) und neue Teilnehmer einladen – sobald man eine Aufgabe einer neuen E-Mail zuweist, wird diese Person automatisch eingeladen. Dankenswerterweise kann diese Person auch an seinen Aufgaben arbeiten, ohne die AGBs zu akzeptieren (welche aber auf den

Das Tool ist noch kostenlos. Bislang fehlen mir zwei Dinge um 100% begeistert zu sein:
– Offene Schnittstellen
– Eine Exportmöglichkeit zur Datensicherung

Marathon Countdown: Noch 9 Wochen

So, jetzt wird es ernst. Die letzten Wochen brechen an. Ab jetzt sollte mich keine Erkältung mehr plagen, sonst wird es knapp. Am 13. Mai startet der Ruhrmarathon – und ich werde zum zweiten Mal dabei sein. Zur Einstimmung geht es – wie auch schon in den letzten zwei Jahren – am 1.4. zum Halbmarathon nach Berlin.

Die letzten Wochen verliefen ein wenig ungünstig. Ein Probleme im linken Fuß sollten durch Einlagen behoben werden. Diese passten aber leider nicht optimal und so zieht sich das ganze hin. Ich hoffe, Ende der Woche endlich mit neuen Einlagen laufen zu können.

Ein 10KM Lauf als Standortbestimmung brachte kaum neue Erkenntnisse: Ich bin und bleibe eine lahme Ente… Drücken wir es so aus. Ziel war es, unter einer Stunde zu bleiben und das habe ich auch locker geschafft. Das zweite Ziel, meine Bestzeit auf <50 Minuten zu drücken habe ich – ähm – leicht verfehlt. Aber gut, es ist ja noch Zeit.

Zur Vorbereitung.
Im letzten Jahr habe ich es nach einem Trainingsplan von Jeff Galloway versucht. Das war es aber irgendwie nicht. Also werde ich mich wieder ungefähr an Herbert Steffny halten.

Mein Gewicht ist trotz (oder eher gerade wegen) wenig Sport in letzter Zeit relativ gering. Beim letzten Mal habe die letzten Trainingswochen mit 84Kg gestartet und bis zum Marathon 4 KG abgenommen. Dieses Jahr fange ich bei 08,5 Kg an. Mit etwas Glück erreiche ich damit mein altes „Kampfgewicht“ von 77 Kg – dies hatte ich zuletzt vor über 10 Jahren…

Mal wieder Projektwohnung

Ne ne ne, mit Projektwohnung habe ich es aber auch.

Diesmal war ich schlauer: Ich habe mir die Adresse notiert. Ich bin ja lernfähig. Dumm nur, wenn man anschließend zuhause den Wagen beläd und im Navi eine Straße eingibt, die sich ganz knapp von der Adresse unterscheidet.

Tja, dann findet man seine Projektwohnung trotz Navi und notierter Adresse wieder nicht. Zum Glück gab es nur zwei Straßen die ähnlich klangen und so kam ich im zweiten Anlauf dann doch noch an meiner neuen Projektwohnung an.

BTW: Wie bei solchen möblierten Wohnungen oftmals der Fall musste ich auch hier 50 EUR für eine „Endreinigung“ im voraus entrichten. Komisch nur, dass gerade solche Wohnung immer super siffig sind und mal selber erstmal den ersten Abend putzend verbringt…

Verfügbarkeitsnetzwerk

Die meisten selbstständigen Berater bekommen ihre Projekte im Idealfall über persönliche Empfehlungen. Eine andere Möglichkeit sind natürlich Projektvermittler, aber leider ist hier das Verhältnis zwischen den beiden Parteien oftmals gespalten. Bei RESOOM kann man hier einige Artikel zu dem Thema finden.

Projektvermittler haben oftmals keine Ahnung von der Materie und können entsprechend auch nicht die richtigen Leute finden. Mein persönliches Highlight war jemand der ein Angebot für eine Telko-Firma in Kamp-Lintfort hatte. Der Name der Firma war aber streng geheim. Klar, welche Firmen außer Siemens (später BenQ, jetzt nix mehr) gab es dort wohl… Zitat: „Also es geht hier im die Entwicklung von P I M. Was immer das auch bedeuten mag“. Hmm, Personal Information Management, Dumbo?

Auf der anderen Seite sagen Freiberufler auch gerne mal 5 Projekte gleichzeitig zu um dann später 4 wieder kurz vor Projektstart abzusagen.

Wie auch immer. Die beste Lösung sind immer noch Empfehlungen. Da kann man sich meistens sicher sein, dass man mit Leuten zusammenarbeitet, die ihr Handwerk verstehen. Das Problem bei der Geschichte liegt in der Umsetzung.

Alle Berater kennen das: Freitag Mittag bekommt man in der Kaffeeküche die Anfrage, ob man nicht jemanden wüsste der sich eines bestimmten Themas annehmen könnte. Anschließend sitzt man am Telefon und klappert seinen Bekanntenkreis ab. Die meisten Leute sind natürlich kurzfristig nicht greifbar „aber ich frage mal weiter“. Das dauert alles viel zu lange.

Eigentlich bräuchten wir alle eine Liste mit unseren Kontakten, deren Fachgebieten und ihrer Verfügbarkeit. Diese Liste filtert man „mal eben schnell“ und schon hat man ein paar Namen. Dazu kommen nun die direkten Kontakte dieser Kontakte als Fallback.

Erste Möglichkeit:
Hmm, das gibt es zwar in der Form nicht, aber es klingt ja eigentlich sehr nach OpenBC. Lediglich die Verfügbarkeit fehlt hier. Aber auch das sollte kein Problem sein.

Jeder müsste nur in seinem Profil einen Eintrag unter „Ich biete“ mit dem Standardinhalt „Verfügbarkeit“ oder „Verfügbar ab“ anlegen. Anschließend könnte man dort in der Powersuche nach den Kontakten seiner Kontakte suchen und schon klappt es.

Zweite Möglichkeit:
Eine Projektbörse mit verschiedenen geschlossenen Mitgliedergruppen. Jede Gruppe muss sich untereinander kennen und vertrauen. Neue Projektanfragen werden in dieses Portal eingestellt und wer freie Ressourcen hat, kann sich melden. Damit das für alle Seiten Sinn macht gibt der Umsetzer dem Anbieter eines Projektes eine fest definierte Tipp Fee (also z.B. für jedes Projekt, welches ich in diese Gruppe einbringe
bekomme ich 10% Umsatzbeteiligung für die ersten 6 Monate). Im Gegenzug verpflichtet man sich, die Projektanfragen erst in dieser Gruppe zu stellen. Dadurch verhindert man, dass man sich auf Projekte bewirbt die schon längst vergeben sind. Dadurch, dass es einen Closed User Group ist, verkürzt sich das Bewerbungsverfahren. Zusätzlich gibt es klare Regeln: Man kommt durch Empfehlung in diese Gruppe und kann genauso schnell wieder herausfliegen, wenn jemand schlechte Erfahrungen mit diesem Gruppenmitglied gemacht hat.

Dritte Möglichkeit:
Die Closed Usergroup aus dem vorher beschriebenen Szenario tritt nach außen als Firma auf. Große Kunden mögen festen Ansprechpartner. Im Unterschied zu einer „normalen“ Beratungsfirma besteht diese Firma aber aus einem Zusammenschluss gleichberechtigter Partner die sich lediglich eine Infrastruktur teilen. Jeder Partner muss einen festen Teil seiner Einnahmen in den gropßen Topf werfen. Wer weniger
Projekte hat, bezahlt mit seiner Arbeitszeit (und putzt die Büroräume …).

Hmm, je mehr ich darüber nachdenke, desto spannender klingt dieser Weg. Sollte man vielleicht wirklich mal drüber nachdenken. Macht jemand mit?

Buchtipp

Projektmanagement für Einzelkämpfer. Kein Team, kaum Budget und trotzdem erfolgreich

Das Buch ist leider vergriffen, aber mit etwas Glück kann man es sicherlich gebraucht bekommen.

Den Titel finde ich persönlich ein wenig unglücklich. Bei dem Buch handelt es sich nämlich eher um eine sehr gute Einführung in die Grundlagen von Projektmanagements. Der Bezug auf „Einzelkämpfer“ liegt nicht – wie der Untertitel „Kein Team, Kein Budget“ nahe legt – in mangelnder Projektstruktur, sondern darin, dass es hier um einzelne Projekte handelt welche in einem überschaubaren Kontext ablaufen (ohne viele Teilprojekte etc). Die vorgeschlagene Projektstruktur finde ich sehr gut. Ok, natürlich auch, da sie sich mit meinen Vorstellungen deckt.

Zuerst wird beispielsweise der Projektauftrag untersucht und Balast abgeworfen („brauchen wir XYP denn wirklich?“). Eine Sache, die ich für sehr, sehr wichtig halte, die jedoch selten gemacht wird. Auch die Vorschläge du Projektreports und Statusmeetings halte ich für sehr praktikabel. Mal schauen, vielleicht gibt es ja irgendwo eine PDF Zusammenfassung des Buchen. Ich suche mal.

Nachtrag:
Der Autor hat noch ein Buch geschrieben welches ich sehr gut fand:
Die nackte Wahrheit über Projektmanagement

Vorsatz für diese Woche

Ich schaue nicht auf mein Aktiendepot
Ich schaue nicht auf mein Aktiendepot

Das geht vorbei. Ich bekomme keine Panik. Ich bin gaaaanz ruhig.
Ich schaue nicht auf mein Aktiendepot
Ich schaue nicht auf mein Aktiendepot
Ich schaue… argh, ich hab’s getan.