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Gang oder Fenster?

Vielflieger nehmen ja eigentlich den Gangplatz. Damit man schneller aus die Maschine kommt. Ich bin aber jedes Mal wieder begeistert, wenn aus dem Flugzeug schaue und die Landschaft unter mir sehe. Also nehme ich schon seit Jahren einen Fensterplatz (weit weg vom Flügel).

Außerdem ist es putzig in Ruhe anzusehen, was passiert, wenn das Flugzeug landet:

Die Maschine nähert sich dem Stellplatz. „Willkommen in XXX. Bitte bleiben Sie zu ihrer eigenen Sicherheit noch solange…“ Click-Click-Click- schon springen alle aus ihren Sitzen und reißen die Gepäckklappen auf. Natürlich reisen alle nur mit Handgepäck. Das darf zwar eigentlich nur 6Kg schwer sein, aber so genau achtet da niemand drauf. Rund 12 Sekunden später drängeln sich alle im Gang und wollen ‚raus. Dummerweise ist die Gangway noch nicht herangefahren und (bei kleineren Maschinen) das Handgepack schon mal gar nicht ausgeladen (bei kleinen Maschinen nimmt man das Handgepäck nicht an Board, sondern gibt es vor der Maschine ab). Nach einer Minute geht es dann weiter. Sobald sich im Gang eine Lücke auftut, springt jemand von seinem Sitz und wuchtet sein 18Kg Handgepäck aus der Ablage. Wichtig ist es, dabei möglichst viele Leute knapp zu streifen. Dumm nur, wenn es erstmal in einen Zubringerbus geht – da hätte man sich den Stress auch sparen können.

Macht das Sinn? Natürlich nicht! Gerade auf Flughäfen wie Frankfurt oder München verballert man eh‘ noch reichlich Zeit auf dem Weg zum Ausgang, also warum hetzen? Vermutlich ist es einfach ein Signal um die eigene Wichtigkeit zu unterstreichen: „Meine knappe Zeit ist so kostbar, dass ich fliege und keine Sekunde verschwenden darf“. Leider spart man auf vielen Strecken gegenüber der Bahn kaum Zeit, aber egal …

2 thoughts on “Gang oder Fenster?

  • Alex sagt:

    Jaja, 18Kg Handgepäck und Tomatensaft-Flecken auf dem Anzug…

    Mein neues Flug-Highlight ist allerdings die Schlange beim Boarding auf Billigflügen. Schon 45 Minuten bevor die Tür aufgeht sind alle nervös, dann springt der Erste auf und beginnt mit dem Bilden einer Schlange und ruckzuck schließen sich weitere 100 Passagiere an – um als erste im Zubringerbus zu stehen…

  • Nicolas Kübler sagt:

    ja erlebt man nicht nur im Flugzeug, auch die Straßenbahnen/S-Bahnen sind ähnlich. Man bekommt sowieso keinen Sitzplatz (lohnt sich bei meiner kurzen Strecke auch nicht) und trotzdem wollen alle als erstes rein. Ich warte dann und habe treu dem Motto „die Letzten werden die Ersten sein“ und dem Stack-Prinzip einen Platz am Ausgang, so dass ich als erster rauskann und mich nicht bei sämtlichen Rolltreppen in die Schlange drängeln muss, da die Deutschen das Reißverschlussverfahren sowieso nicht beherrschen – leider auch immer beim Autofahren der Fall, wenn zwar das Schild vor einer baldigen Baustelle warnt, aber jeder lieber doch bis ganz zum Ende fährt, so dass die Schlange wunderbar gebremst wird.

    So genug gemeckert in altdeutscher Manier… :)

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