Guerilla Projektmanagement

IT Projekte und Zeuch

Ruby on Rails Entwicklungsumgebungen

Ich habe mir in letzter Zeit ein paar Entwicklungsumgebungen für RoR (Ruby On Rails) angeschaut. Hier mein subjektives Fazit:

1. Der reine Editor: JEdit
JEdit ist ein wenig der Emacs des 21. Jahrhunderts – der kann alles.
Das Ruby-Plugin kennt CodeCompletion, kann (einigermaßen gut) Klassen erkennen und die entsprechenden Mathoden anbieten und kennt natürlich Syntax-Highlightning.

2. RadRails / Aptana
RadRails basiert auf Eclipse . Zuerst die gute Nachricht: Wenn man InstantRails unter Windows einsetzt, kann man den Arbeitsbereich auf das Verzeichnis legen. Weitere Konfigurationen sind nicht notwendig. Das war aber auch schon alles, was mir gefällt. Die Code-Vervollständigung ist gefühlt schlechter als bei JEdit. Dafür kann man einigermaßen konfortabel Gems installieren. Aber alles in allem hat es mich nicht umgehauen.

3. 3rd Rail
Ich habe meine erstes Geld als Softwareentwickler mit Turbo-Pascal verdient (oder Clipper? Ach, egal). Der Anbieter, Borland, hatte immer einen guten Ruf. Als ich das erste Mal „Delphi 1.0“ sah, war ich schlicht und einfach überwältigt. So musste Softwareentwicklung aussehen (ok, die dunklen Seiten habe ich auch recht schnell kennen gelernt). Trotzdem noch heute hängt an meiner Pinnwand die Eintrittskarte zum „Borland European Software Festival“ – das muss so 1991 gewesen sein. Mittlerweile nennt sich die Sparte welche Entwicklungstools anbietet Codegear. Als ich hörte, dass Codegear ein RoR war ist sehr, sehr gespannt.
Tja, aber was soll man sagen 3rd Rails basiert wie RadRails auf Eclipse. Ich habe kein Feature gefunden, was mich auch nur ansatzweise umgehauen hätte. Also vergessen wir das schnell wieder.

3. Netbeans 6.0 (Beta)
Netbeans wurde von SUN zusammen mit Java auf den Markt geworfen. Es ist eine in Java geschriebene Java-Entwicklungsumgebung. Die ersten Versionen waren unglaublich schlecht. Langsam, buggy, seltsam zu bedienen. Alles in allem eher eine Warnung als eine Werbung für Java.
Netbeans 6 kann nun (neben Java, UML und anderen Dingen) auch Rails.

Und damit kommen wir auch zum absoluten Siegern: Netbeans 6 rockt.

Die Code-Vervollständigung ist super, analysiert den Code sauber und liefert die richtigen Methoden. Rails wird vorbildlich unterstützt. Ein Beispiel: Wie migriert man die Datenbank unter 3rdRail? Man muss auf die Console gehen, und dort per Hand „rake db:migrate“ eingeben. Wow, dafür brauche ich keine Entwicklungsumgebung.
Netbeans? Mit dem Menüpunkt „Migrate Database“. Anschließend werden einem die möglichen Versionen zur Auswahl angeboten. Neue Generatoren, neue Gems? Alles kein Problem.
Mal eben eine Funktion ausprobieren? Methode im Editor auswählen, rechte Maustaste „run File“ – fertig.
Und das Beste: Der Support von Subversion (Versionierungstool) ist super.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.