Guerilla Projektmanagement

IT Projekte und Zeuch

New Economy Reloaded

Und plötzlich tauchen sie alle wieder auf.
Zuerst mal ein Outing: Ja, ich habe eine New Economy Vergangenheit. Laut „Wie wir waren“ von Constatin Gillies haben in Deutschland ca. 50.000 Menschen direkt in NewEconomy Firmen gearbeitet – und ich war einer davon. Kurz vor dem Börsengang habe ich in Berlin bei Pixelpark angefangen. Wir hatten Spaß, wir haben hart gerbeitet, wir haben gute Projekte gemacht, wir haben Müll produziert. Irgendwann brach die Geschichte bekanntermaßen zusammen und wir verteilten uns quer durch alle Branchen und Landstriche. Von vielen Leuten mit denen ich zu der Zeit gearbeitet habe ich in der Folgezeit eher wenig gesehen.
Mittlerweile hat sich der Sturm ein wenig gelegt und eine NewEconomy Firma ist nicht mehr automatisch der Todesstoß jedes Lebenslaufs. Im Gegenteil: Plötzlich kommen alle wieder. Ich habe in diesem Sommer enorm viele Leute aus dieser Zeit wieder getroffen. Scheinbar graben sich alle aus den Löchern in denen sie sich versteckt hatten, klopfen sich den Staub ab und machen weiter – nicht, als sei nichts geschehen, aber immer noch mit viel Engagement. Viele arbeitet mittlerweise selbstständig. Was nur konsequent ist, bei Licht betrachtet haben wir das schon als Angestellte in den NewEconomy Firmen genmacht …

War die NewEconomy ein Flop? Nein: Beispielsweise fahren Ebay, Amazon, Jamba und viele andere
E-Commerce Auftritte mittlerweise gute Gewinne ein. Das in Aufbruchsphasen viele Firmen wieder pleite gehen ist völlig normal (es gab ja auch mal viele deutsche Motorrad-Hersteller die heute nicht mehr existieren). Anderes Beispiel: Otto.de und tchibo.de – hier werden Milliardenumsätze errreicht!
Hatte die NewEconomy Auswirkungen auf die heutige Arbeitswelt? Definitiv! Ich habe momentan ein Projekt bei einem deutschen Großkonzern. So grob geschätzt gibt es hier im Gebäude ca. 10 Kicker-Tische (Wobei ich anmerken möchte, dass es bei Pixelpark soweit ich mich erinnern kann gar keine Kicker gab. Wozu auch, dafür hätten wir eh‘ keine Zeit gehabt…). Daneben sind Dienstleistungen wie Hemdenbügelservice etc. in vielen Firmen zur Selbstverständlichkeit geworden.

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