Kundenführung bei Karstadt

Oh man: Karstadt ist immer wieder als schlechtes Beispiel gut. Wenn ich mir anschaue, wie unsagbar mieserabel der Service quer durch die Republik bei denen ist, kommt einem der Verdacht, die werden extra darauf geschult. Heute konnte ich eine Anekdote zu der langen Reihe von Karstadt Geschichten packen:
Ein älterer Herr steht in der CD Abteilung am Info und fragt den Angestellten
Kunde: „Ich suche (liest vom Zettel ab) Fuuutuure Trantzze 33″ (er kann also offenbar kein Englisch und sucht etwas für seinen Enkel“
Verkäufer: „Dat gibbet nich. Was wollen Sie denn? CD oder DVD?“
Kunde: „CD“
Verkäufer: „Gibt es nicht“
Kunde „Also hier steht (buchstabiert nun) „F“ „U“ „T“ „U“ „R“ „E“ (usw.)“
Verkäufer: „Sie meinen Future Trance 33″ (als ob er das nicht von Anfang an gewusst hätte …) – zeigt ihm die CD
Verkäufer:“ So, das ist sie: Future Trance 33. Oder wie Sie sagen, Fuuttureee transe, hi hi hi hi.“
Das war der Moment wo ich dem Verkäufer am Hemdkragen packte und anschrie „Sag mal du Spacken! Dein Deutsch ist genau so scheiße wie sein Englisch. Er kann kein Englisch, und? Trotzdem geht er los und will seinem Enkel ein Geschenk machen. Das ist bestimmt nicht einfach für ihn. Und dafür verarschst du ihn? Bist du zu blöd zu verstehen, dass der Herr dein Gehalt zahlt?!? So, und jetzt hol‘ mir mal schnell deinen Vorgesetzten, damit ich mit über dich beschweren kann“.

… Ok, das habe ich nicht sofort gemacht, sondern eine Stunde später eher virtuell im Cafe – ich bin ja leider meistens mit Verspätung spontan. Statt dessen haben wir einfach den Laden verlassen und die gesuchte DVD nicht gekauft. Ist jetzt nicht ganz so beeindruckent, aber aber stummer Protest kann ja auch erfolgreich sein…

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