Archiv für den Monat: März 2006

URLAUB!

Ich werde eine Woche Urlaub machen. Bis zum 10.4. wird es also vermutlich keine neuen
Einträge geben.

Als Selbstständiger bedeutet Urlaub auch automatisch Einnahmeausfall. Auf der anderen Seite bin ich der Überzeugung, dass ich für meine Kunden nur dann hilfreich sein kann, wenn ich selber genug Energie habe um diese auch abgeben zu können. In diesem Sinne tanke ich jetzt also eine Woche Energie um anschließend meine Einnahmen zu sichern.

Zur Überbrückung der Wartezeit, hier ein Video. Wer auf meine Bücherliste geschaut hat, mag unter Umständen das Gefühl bekommen haben, ich sei ein Fan von „Die Brautprinzessin“. Damit bin ich nicht alleine. Auf Youtube findet sich ein Video in dem jemand eine Szene des Buches nachgespielt hat:


Lustige kleine Geschichte

Ich habe Online über Pfingsten ein Hotel an der Ostsee gebucht. Einen Tag später rief ich dort an, da ich eine kleine Nachfrage hatte. Überraschung: Mein Auftrag ist nicht angekommen. Schlecht, da ich schon die Anzahlung überwiesen hatte. Schlecht auch, da die Dame am Telefon meinte, die habe gerade die letzten Zimmer telefonisch vergeben. Da hat die Onlinebuchung also offenbar nicht richtig geklappt. Und das, obwohl ich eine Buchungsbestätigung per Mail bekommen habe.

Was daran lustig ist? Der Hotelbesitzer ist Gründer eines sehr großen Hamburger E-Business Dienstleisters. Hätte er doch besser seine eigene Ex-Firma mit der Umsetzung damit beauftragt …

Zeitmanagement

Wenn du es eilig hast, geh langsam!

Unter enormen Druck zu arbeiten ist gefährlich. Irgendwann kommt man aus dem Strudel nicht mehr selber heraus und sieht keine Ausweg mehr. Das ist der Moment, wo negativer Stress einsetzt und die ganze Sache noch schlimmer macht. Mit etwas Glück bricht man irgendwann geistig und/oder körperlich ein und hat seine Lektion gelernt. Wenn man Pech hat, fährt man übermüdet gegen einen Baum und überlebt es nicht – oder fährt anschließend im Rollstuhl herum, oder hat nur noch ein Bein, oder man wird ins Krankenhaus eingeliefert und an den Tropf gehängt. Das sind keine dunklen Schreckensbilder: Das habe ich in meinem Umfeld tatsächlich erlebt.

Ich hatte vor ein paar Jahren das „Glück“, einfach nur zusammenzubrechen. Die Mischung aus 3 parallenen Großprojekten, >200 Mail pro Tag (7 Tage die Woche!), keinem Wochenende und enorme Probleme in einem der Projekte wirkte nicht gerade positiv.
Tatsächlich haben wir alle Projekte mehr oder minder erfolgreich beendet. Aber als ich täglich Nasenbluten bekam und jede Nacht seltsame Alpträume hatte kam mir der Verdacht, irgendwas falsch zu machen.

Im der Nachbetrachtung war das eine nützliche Erfahrung. Seit dem kenne ich meine körperlichen Grenzen recht gut und bin dadurch produktiver geworden.

Das Problem aus meiner Sicht ist: Wir versuchen unseren Körper zu betrügen. Leider ist unser Körper schlauer als unser Großhirn. Und dann passiert folgendes: Der Körper „weiß“, dass er – sagen wir mal – 6 Stunden pro Tag leistungsfähig ist. Wenn wir nun 8 Stunden arbeiten, verteilen wir unbewusst die 6 Stunden auf 8 Stunden. Angenommen, das reicht aber nicht. Wir arbeiten 10 Stunden. Was geschieht? Der Körper gerät in Panik und fährt seine Leistungsfähigkeit noch mehr herunter. Schließlich sind wir auf „Überleben“ programmiert. Wenn wir nun 3, 4 Monate 10 Stunden bearbeitet haben wird der Körper noch 5 Stunden kreativ sein. Wir glauben aber, dass wir diese 10 Stunden für unsere Arbeit brauchen. Bei Mehrarbeit erhöhen wir auf 12 Stunden. Jetzt fährt der Körper auf 4 Stunden herunter um nicht komplett einzugehen. Anmerkung: Das sind Beispielzahlen. Jeder Mensch hat meiner Menung nach eine eigene „maximale Produktivzeit“.

Ich will damit definitiv nicht sagen, dass alle Leute die jeden Tag 12-14 Stunden arbeite etwas falsch machen. Wenn man dabei zufrieden ist: Alles super. Aber wehe, man empfindet das als Belastung. In dem Fall reißt man sich selber in einen Strudel.

Was helfen kann:
Feste Ruhepausen einbauen. Egal, ob man sich einen festen Feierabend setzt oder die Arbeit unterbricht. Untersuchungen haben gezeigt, dass man extrem produktiv ist, wenn man seinen Tag wie folgt einteilt: 3 Stunden arbeiten, eine Stunde schlafen. Das hält man angeblich tagelang durch. Je mehr Überstunden anstehen umso wichtiger ist es meiner Meinung nach, feste Ruhezeiten zu planen. Und von dieser Planung darf man auf keinen Fall abweichen. Also:“Ok, ich arbeite bis 22:00 Uhr. Dann werde ich eine Stunde Pause machen“

Ablenkung vermeiden. Wenn ich sehe, wie Leute mit Kopfhörer am Schreibtisch sitzen, bin ich verwirrt. Ist denen langweilig? Kann man sich tatsächlich besser konzentrieren, wenn man sich sowohl auf seine Arbeit, als auch auf die Musik konzentriert? In dem wunderbaren Buch „Zen, und die Kunst ein Motorrad zu warten“ wird empfohlen niemals einer Werkstatt zu vertrauen in der ein Radio läuft. Die Mechaniker scheinen ihre Arbeit nicht zu lieben und müssen sich ablenken. Dann doch lieber 45 Minuten arbeiten und anschließend 15 Minuten in Ruhe Musik hören!

ToDo Liste anlegen. Inhalt der Liste: Was habe ich zu tun? Wie lange werde ich vermutlich brauchen? Welche Priorität hat die Arbeit? Alle Aufgaben in Prioklassen 1-3 einteilen. Prio 1: Sofort erledigen. Prio 2: Erledigen, wenn Zeit ist. Prio 3: Nicht erledigen. Mit solchen Listen kann man auch prima Arbeit verteilen.

BTW: Es bringt niemals etwas, einem Vorstand zu sagen „das schaffen wir zeitlich nie“. Das klingt immer wie eine Ausrede. Besser:“Ok, für die Aufgabe müssen wir folgende Schritte erledigen: (…). Das sind ca. 950 Manntage in geplanten 4 Wochen. Wie gehen wir damit um?“.

Meine Beichte

Lieber Leser. Ja, ich muss beichten. Die neue Gesetzesidee der Frau Zypres hat mich wachgerüttelt.

Ich kann nicht länger schweigen. Die Last meiner Tat liegt einfach zu schwer auf meinen Schulter. Es ist einfach an der Zeit, es zuzugeben: Ja, ich habe früher Musik kopiert.

So, jetzt ist es raus. Der Anfang ist gemacht.

Die Wahrheit ist: Ich mache es nicht erst seit gestern. Nein, und meine Finger zittern während ich dies hier schreibe, ich habe vor über 25 Jahren damit begonnen.

Ich weiß heute nicht mehr, womit ich angefangen habe. War es die Schlagerrally? Oder war es Mel Sandock’s Hitparade? Keine Ahnung. Aber Tatsache ist: Ja, ich habe viele Abende an der Stereoanlage meiner Eltern gehangen, WDR gehört und Cassetten aufgenommen.

Zur Konfirmation bekam ich meine eigene Steroanlage (Schneider Team 24). Und von da an gab es kein Halten mehr für mich. Jahrelang habe ich Radiosendungen und Schallplatten meiner Freunde kopiert. Klar, ich habe auch sehr viele Platten selber gekauft. Ein sehr großer Teil meines Taschengeldes investierte ich in Musik. Aber ich habe halt auch kopiert.

Ist es eine Entschuldigung, dass ich mangels ausreichender Finanzen eh‘ nicht mehr hätte kaufen können? Nein, ich habe mich mit schwerer Schuld beladen. Auch wenn es damals gar nicht ungesetzlich war. Heute weiß ich, wie verwerflich mein Handel damals war. Die Probleme der Musikindustrie: Es liegt nicht an der schlechten Qualität der Produkte. Es liegt nicht an den schnell auf den Markt geworfenen Pseudokünstlern. Nein, ich bin Schuld.

Und später, später sollte es ja noch schlimmer kommen. Und liebe Freunde, ich habe Tränen der Scham in den Augen, aber ich muss es nun los werden:
Eines Tages (vor vielleicht 15 Jahren) ging ich in den Plattenladen meiner Wahl und wollte mir „Waking up the Neighbours“ von Bryan Adams kaufen. Die Platte kostete 21,95 DM. Die CD hingegen gab es für 19,95 DM. Ich hielt dies für ein Zeichen, dass nun das CD Zeitalter angebrochen sein und kaufte mir einen CD Spieler. BTW: Es war ein Gerät von Marantz für 150 EUR welches heute noch super funktioniert.

Und dann wurde es noch schlimmer. Ich ging in Läden in denen man sich CDs ausleihen konnte. Ja, liebe Kinder, das gab es mal. Und da habe ich, also ich habe… CDs kopiert. Ich konnte doch nicht ahnen, was ich da anrichte. Es gab doch eine Abgabe auf Leer-Cassetten Und ich dachte immer, diese Abgabe würde genau diesen Zweck erfüllen mir eine Kopie zu erlauben.

Daneben habe ich zwar mehr CDs gekauft als ich mir eigentlich leisten konnte. Aber das mildert die Schwere meiner verwerflichen Handlungen nicht.

Heute weiß ich es natürlich besser. Ich bereue auch die vielen VHS Videos welche ich kopiert habe (häufige Qualitätsstufe: „Kopie eine Kopie, tausend Mal gespielt“). Klar, ich habe auch ca. 50 gekaufte VHS Videos die ich heute nicht mehr anschauen kann, aber na ja. Das ist wohl die Strafe

Heute kosten die CDs 25 EUR statt wie früher die Schallplatten ca. 10 EUR. Und heute kann ich manche CDs nicht mal mehr im CD Spieler meines Autos abspielen. Aber ich weiß, das ist nur die gerechte Strafe für mich.

Ja, schon. Ich habe hunderte gekaufter CDs, Schallplatten und DVDs. Aber die Musikindustrie sagt, dass dies nicht reicht. Und die Musikindustrie hat Recht. Und meine Bundesregierung macht nur gute Gesetze. Sie ist schließlich für mich da. Ich bin das Volk. Ich bin Deutschland.

Und ich bin geläutert: Ich werde keine Musik mehr kopieren.

Ach ja: Ich kaufe allerdings auch keine CDs mehr. Aber liebe Musikindustrie: das ist ja wohl nicht so schlimm, oder?

Projekt 06: Projekte und Trauerarbeit

Ich habe in meiner Laufbahn bislang 2 Projekte eigenhändig versenkt. Eines davon inhaltlich, beim dem anderen Projekt habe ich das Budget und die Zeitplanung um mehr als 100% gerissen. Bei 15 Jahren Berufserfahrung ist das ein einigermaßen guter Schnitt. Soetwas ist zwar sehr tragisch, aber wohl leider nicht zu vermeiden. Ist ja auch sehr lehrreich: Eigentlich darf man sich ja erst dann erfahrener Projektleiter nennen, wenn man mindestens ein Projekt so richtig in den Abgrund geritten hat.

Aktuell bin ich ja in ein Projekt eingebunden welches auch nicht gerade sonnig abläuft. Mir fällt dabei gerade auf, dass man bei kritischen Projekte die klassischen Phasen der Trauerarbeit wieder findet:

1) Schock, Leugnung
In der ersten Phase der Trauerarbeit ist man geschockt und will es nicht wahr haben („Er/Sie kann nicht tod/weg, sein. Ich glaube das einfach nicht“).
Projekt: Obwohl alle Teilprojekte ihre Ampel auf rot gestellt haben, dauert es weitere Wochen bis das Problem offen angesprochen wird. Alle hoffen, dass sich das Problem von selber erledigt und niemand traut sich, seinem Vorgesetzten offen Bericht zu erstatten.

2) Ohnmacht und Hilflosigkeit
Hat man die Wahrheit akzeptiert, gerät man in einen Strudel aus Gefühlen. Man kann mit der Situation nicht umgehen und sieht keine Zukunft mehr für sich.
Projekt: Also genau das, was passiert, wenn das Projekt wirklich Probleme hat. Es herrscht Chaos und alle rufen nach dem weiße Ritter der ihnen hilft. Oder sie verfallen in Zynismus.

3) Neuorientierung
Nach einiger Zeit findet man sich wieder und geht die Zukunft an. Die Narbein bleiben, die Schmerzen gehen.
Projekt: Entweder, dass Projekt wird abgebrochen oder es wird mit geänderter Planung neu aufgesetzt

Alle drei Phasen sind in der Trauerarbeit unvermeindbar und auch wichtig. Die Phase 2 ist zwar schmerzlich, aber man muss das Geschehen verarbeiten um es überwinden zu können. Diese Phase dauert auch viel länger als die 1. Phase.

Und hier haben wir das Problem: In der Projektarbeit sollte man sich nicht mit Phase 2 aufhalten. Phase 1 kann man noch nachvollziehen. Aber viele Projekte landen anschließend in einer „Chaosphase“ in der alle beteiligten wie aufgescheuchte Hühner rumlaufen und quasi Projektpläne malen in denen der Schritt „ab hier geschieht ein Wunder“ auftaucht. Nur, es wird kein Wunder passieren. Durch diese Phase verliert man lediglich unnötig Zeit. Besser, man startet sofort mit der Neuorientierung. Der weiße Ritter wird nämlich nicht kommen. Und auch werden keine Außerirdischen laden und uns mit ihrer neuen Technologie aus per Patsche helfen.

Mobiles Leben die 2.

Ich habe ja in meiner Wunschliste mobiles Leben geschrieben, dass ich gerne ein universelle Ladegerät für alle meine Geräte hätte. Darauf bekam ich den guten Tipp, mir doch mal ein entsprechendes Produkt von Kensington anzuschauen. Im Prinzip kommt das der Sache schon sehr nahe, aber es hilft doch nicht.

Um das Ladegerät zu nutzen, bräuchte in eine Hand voll Frickeldinger – auch „Aufsätze“ genannt. Und hier liegt das Problem: Ich neige dazu, Frickeldinger zu verlieren. Eigentlich verliere ich früher oder später alles, was kleiner ist als, na sagen wir, ein Mittelklasseauto. Das liegt in meiner Natur: Dinge verschwinden. Wahrscheinlich stehe ich nach meinem Tod vor dem jüngsten Gericht und schaue auf einen riesigen Haufen verlorener Gegenstände. Und Gott wird sich halb tod lachen und sich über mich lustig machen, das ich nie gemerkt hätte, wenn er mir was geklaut hat.

Schon in meiner ersten WG anfang der Neunziger konnte man die Mitbewohner in zwei Gruppen einteilen. Ich habe zu der Zeit geraucht und hatte lange Haare. Zwei Angewohnheiten, die ich mittleweile stark eingeschränkt habe. Ok, die Haare haben eher mich verlassen. Wobei auch das nicht stimmt. Es ist ja irgendwie so, dass sich die Haare vom Kopf einfach auf andere Köperstellen verschieben und man nicht nur eine Glatze, sondern unnötige Körperbehaarung hat.

Aber ich schweife ab:. Es gab also zwei Gruppen in der WG. Gruppe 1 hat ständig Feuerzeuge gesucht. Gruppe 2 hatte in seinem Zimmer eine Unmenge an Feuerzeugen ohne erklären zu können, wie sie dahin gekommen sind. Gruppe 2 hatte in jeder Tasche und an jedem Sessel ein Feuerzeug. Für Gruppe 1 (also für mich ) war selbst das Anzünden eines Tee-Lichtes ein Problem welches meist darin endete, dass ich das Tee-Licht über dem Gas-Herd angezündet habe – mit entsprechenden Verletzungen.

Langer Rede kurzer Sinn: Ich brauche nicht ein Ladegerät mit vielen Aufsätzen, sondern ich brauche ein Ladegerät für alle Geräte die ich habe. Dazu müssten die Hersteller allerdings erst einmal die unterschiedlichen Steckertypen vereinheitlichen. Aber hey: Bei Batterien hat das doch auch geklappt.

Spam vom Blogcounter

Wow, die Jungs wissen echt wie man sich Freunde macht.
Nachdem der Blogcouter wegen eines verstecken Links Ende des Jahres in die Kritik kam hier nun der 2. Teil.
Ich nutze den Dienst schon länger nicht mehr, sondern counter.blogscout.de. Daher war ich doch verblüfft, als ich heute eine Mail von Blogcounter bekam:

Kennst du schon www.XXXX.de? Dort schreiben Blogger wie du über das Leben in ihrer Stadt. Willst auch dabei sein?

Nein, ich möchte nicht dabei sein. Und ich hätte so eine Mail auch gar nicht bekommen dürfen. Datenschutzerklärung des Blogcounters:

(2) Die personenbezogenen Daten des Benutzers werden ausschließlich zum Betrieb des Dienstes verwendet, bzw. für die Übermittlung themenbezogener Informationen wie z.B. Newsletter bei neuen Funktionen oder Diensten

AGB:

4.1 Der Benutzer stimmt der Einblendung von Werbebannern, Werbetexten, Popups und Popdowns bei Benutzung der Leistungen von Blogcounter.de zu.

Von Mail steht da nix. Ganz, ganz ungeschickt.

Lustiger Anruf

„Hallo Herr Rimbach, ich konnte Sie bis jetzt nicht auf Ihrem Handy erreichen. Wahrscheinlich waren Sie in einem Meeting (Nope, 2. Versuch:) oder ihr Akku war leer“. Wieder daneben. Ich wollte einfach mal meine Ruhe haben.

In spätestens einem Jahr wird es vermutlich keine Möglichkeit mehr geben, sein Handy auszuschalten. Ich habe eh‘ das Gefühl, dass ich der einzige bin, der manchmal einfach nicht erreicht werden will …

Warum UML 2.1 nicht funktioniert

Eigentlich liebe ich UML. Sie ist übersichtlich, leicht zu erlernen und für jemanden wie mich der sich noch an die lustigen „Booch-Wolken“ erinnern kann ein echter Segen.

Diese Woche habe ich aber mal wieder gelernt, dass meine Vorurteile der UML 2 gegenüber berechtigt sind.

UML ist eine Hilfe u.a. zur Kommunikation zwischen Technik und Fachbereich. Sie ist die Schnittstellensprache welche beiden Seiten einiermaßen problemlos verstehen. Der Fachbereich versteht keine Klassendiagramme, aber Use-cases, Aktivitätsdiagramme und Sequenzdiagramme eignen sich super zur Kommunikation.

Was aber UML aus meiner Sicht nicht sein sollte: Eine grafische Programmiersprache. Und genau das wird gerade versucht. Durch den MDA Ansatz steigert die Komplexität der Diagramme enorm. Das wäre an sich ja noch nicht schlimm. Ich stelle aber in letzter Zeit immer wieder fest, dass auch die Tekkies durch die UML2 Mächtigkeit überfordert sind. Das Ergebnis: Sie beherschen UML nur noch rudimentär und die entstandenen Diagramme sind fehlerhaft (was nicht schlimm ist), unvollständig und widersprüchlich (und das ist schlimm!). Ich bin mal gespannt, wie es weiter gehen wird.

Meine Bahnhof Top 3

Die letzte Woche war ich bedingt durch eine etwas ungünstige Terminplanung viel mit der Bahn unterwegs:
Samstag Osnabrück
Sonntag Dortmund
Montag Hamburg
Dienstag Frankfurt
Mittwoch Hamburg
Donnerstag Frankfurt
Freitag (wer weiß es, wer weis es?): Hamburg

Ich habe eine Bahncard 100, daher ist das finanziell nicht tragisch, aber schon ein wenig Zeitverschwendung.

Im Gegensatz zu Flughäfen, haben Bahnhöfe ja ihren eigenen Charakter. Flughäfen sehen alle irgendwie gleich aus. Sie sind steril und langweilig. Bahnhöfe dagegen unterscheiden sich stark von einander. Die Palette reicht vom Ekelbahnhof in Wuppertal bis zur Shopping Mall in Leipzig. Kein Scherz: In Leipzig findet man vor lauter Geschäften die Gleise nicht mehr. Man erzählt sich, dass schon Touristen auf der Suche das dem Bahnsteig verzweifelt seien und statt dessen ein Taxi zum Flughafen genommen hätten. Am Flughafen Leipzig/Halle angekommen hätten sie dann allerdings nach einem ersten Rundgang Selbstmord begangen.

Wie auch immer. Hier meine persönliche Hitliste:

Platz 1: Hamburg
Hamburg hat seit einigen Tagen den Fastfood Himmel. Es gibt dort so ziemlich sämtliche Highlights der Systemgastronomie inkl. KFC und Subway. Außerdem kann man dort leckere Burritos essen.
Darüber hinaus hat der Bahnhof eine interessante Architektur. Er wirkt auf den ersten Blick wie ein Kopfbahnhof, ist es aber nicht. Die DB Lounge ist groß und hate saubere Klos (was es von Hannover unterscheidet). Alles in allem: Platz 1.

Platz 2: Frankfurt Hauptbahnhof
Kopfbahnhöfe sind unpraktisch, aber schön. Die DB-Lounge ist gemütlich. Es gibt 3 Meetingräume welche man für kleines Geld buchen kann. Wenn die Wege nicht so lang wäre, fände ich den Bahnhof noch besser

Platz 3: Berlin Ostbahnhof
Ich liebe den Schnell-Chinesen dort. Außerdem gibt es dort einen Dunkin‘ Donuts. Und man hat beim Einsteigen nicht so einen Stress wie am Bahnhof Zoo.

Liste ekeliger Bahnhöfe:
Bonn, Wuppertal, Dortmund (Ich bin Dortmunder, ich liebe Dortmund, aber der Bahnof ist Grütze), ToBeContinued