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Ruhrgebiet

Ich bin ja überzeugter Ruhri (= Einwohner des Ruhrgebietes). Schon länger finde ich, dass das Ruhrgebiet ein idealer Platz für Startups ist. Denn was brauche ich als Startup?
1. Geringe Lebenskosten: Check. Mieten sind bezahlbar und auch sonst kommt man mit wenig Geld über die Runden
2. Preiswerte Büros: Check.
3. Infrastruktur: Check. Auch wenn mich der ÖPNV manchmal nervt wenn es darum geht, von Stadt zu Stadt zu kommen, wir haben hier sehr viele Bahnhöfe und einige Flughäfen die gut zu erreichen sind.
4. Unis: Check. Mehr also genug
5. Kultur: äh… Check. Ja, das Ruhrgebiet ist nicht Berlin

Ja, Dortmund ist an einigen Stellen unfassbar hässlich. Ja,

Scheinbar sehen das inzwischen auch andere so.
Artikel in Bento: Warum der Pott viel cooler ist als Berlin
Artikel auf Deutsche-Startups: Die Menschen im Ruhrgebiet sind bodenständig

Kommunikation über Hierarchien hinweg

In seinem Buch Wie ein Vogel im Aquarium. Aus dem Leben eines Managers.
(leider vergriffen) hat Daniel Goeudevert sehr schön beschrieben, wie einsam es an der Spitze sein kann. Um den Top Manager herum befindet sich eine Menschentraube die jeden Furz des Managers beklatscht und ihn von allen schlechten Nachrichten fern hält. Dummerweise kann man in dieser Realitätsblase schwierig gute oder richtige Entscheidungen fällen.

Aber Kommunikation erfolg nicht nur von „oben“ nach „unten“ Vorgesetzte brauchen Infos. Und zwar so realistisch wie möglich.

In den letzten Monaten habe ich einige nette Zitate gehört.
Beispiel 1: „Mir ist es egal, wer unter mir (als Teamleiter) Gesamtprojektleiter ist“
Beispiel 2: „Das Management will manchmal beschissen werden“ (Aus dem Mund eines übergeordneten Managers).

Ich sehe das komplett anders. Natürlich ist die Wahrheit nicht immer schön. Aber wie bitte soll denn ein Vorgesetzter vernünftige Entscheidungen treffen, wenn er die Fakten nicht kennt? Wenn ich meinen Vorgesetzten ständig geschönte Daten präsentiere – natürlich glaubt er mir irgendwann nicht mehr. Wenn ich auf der anderen Seite immer herumjammer und es dann dich fertig bekomme – gleiche Geschichte.

Klar, es gibt Vorgesetzte, die wollen die Wahrheit nicht hören. Es gibt Manager, die möchten lieber den ganzen Tag hören, was für tolle Hengste sie doch sind.

Aber Kommunikation funktioniert nun mal nur in zwei Richtungen – andernfalls braucht man sich nicht wundern, wenn das Projekt gegen die Wand fährt.

iPad statt Laptop

Ich bin also wieder unterwegs. Und was ist die wichtigste Frage eines jeden Reisenden? Richtig, wie bekomme ich den Gold-Status bei den Hotelketten?

Die zweitwichtigste Frage: wie minimiere ich mein Gepäck? Da ich eh‘ immer mein iPad dabei habe, liegt es nahe, dass der Laptop ein mal zuhause bleibt. 

 

Teil 1: Hardware. 

1. Laden: Klar, man braucht Ladekabel. Dumm nur, wenn man iPhone, iPad, Apple Watch und Kindle dabei hat, aber das Hotel nur eine Steckdose. Noch dümmer, wenn der Strom abgeschaltet wird, wenn man das Zimmer verlässt.

Also brauchst man zuerst mal ein USB Ladegerät mit mehreren Ports

Für lange Zugfahrten und Hotelzimmer mit Stromabschaltung gibt es dann noch einen Akku 

So, jetzt nur noch eine vernünftige Tastatur. Hier gibt es viele Anbieter, ich habe mir vor einiger Zeit eine Tastatur von Kensington geholt und bislang nichts zu meckern – außer evtl, das höhere Gewicht.

 

So, dann kann es ja losgehen. Im Zweiten Teil schaue ich mir mal meine Anwendungsfälle an und welche Lösungen man einsetzen kann.

Wie man am schnellsten gegen den Homöopathie-Unsinn argumentiert

Manchmal ist man ja doch etwas müde, wenn man sich zum X-ten Mal anhören darf, „bei mir wirkt aber Homöopathie“. Jeder, der an Homöopathie glaubt, möge doch einfach mal das Originalwerk, das Organon, lesen.

Online findet man es nach einer kurzen Google-Suche hier: http://www.wisshom.de/dokumente/upload/6554a_organon_burgdorfverlag.pdf

Unfassbar, was dort für ein Unsinn steht. Einie Beispiele? Krankheiten haben nicht ihre Ursache in Viren oder Bakterien, soetwas gibt es nämlich gar nicht:

Welcher Nosologe sah je mit leiblichen Augen einen solchen Krankheits-Stoff, daß er so zuversichtlich davon sprechen und ein medicinisches Verfahren darauf bauen will?

Krankheiten haben eine ganz andere Ursache, nämlich:

(geistige) dynamische Verstimmungen unseres geistartigen Lebens in Gefühlen und Thätigkeiten

Ganz klar:

Materiell können die Ursachen unserer Krankheiten nicht seyn

Den restlichen Unfug mag jeder selber lesen. Na gut, einen hab‘ ich noch: Was macht man bei Verbrennungen? Auf keinen Fall kühlen:

Eine mit kochender Brühe begossene Hand hält der erfahrne Koch dem Feuer in einiger Entfernung nahe und achtet den dadurch anfänglich vermehrten Schmerz nicht, da er aus Erfahrung weiß, daß er hiemit in kurzer Zeit, oft in wenigen Minuten, die verbrannte Stelle zur gesunden, schmerzlosen Haut wieder herstellen kann

Autsch …

ePost und Datenschutz

Da ich mich ja einiger Zeit mit De-Mail beschäftigt hatte, habe ich natürlich auch bei der Gegenveranstaltung, dem E-Postbrief ein Konto eröffnet. Deren Umgang mit Datenschutz ist … schon interessant.

Der 1. Akt

Ich achte grundsätzlich darauf, dass bei Anmeldung für irgendwelche Dienste Kontaktaufnahme für Werbung, Newsletter etc. verbiete. So auch bei der Epost. trotzdem bekam ich 2011 eine Newsletter. Ich habe mich beschwert und erhielt folgende Anttwort:

Bei unserem Weihnachtsnewsletter handelt es sich um eine einmalige Aktion. Der Newsletter ist als „Dankeschön“ für alle E-POSTBRIEF Kunden zu verstehen, unabhängig vom Newsletter-Abonnement.

Meine Antwort:

Sie werden mir sicherlich zustimmen, dass weder die entsprechende Gesetzgebung, noch Datenschutzrichtlinien, noch ihre eigenen AGB und Datenschutzbestimmungen irgendwo vorsehen, dass unerwünschte Werbung keine unerwünschte Werbung mehr ist, wenn es sich dabei um eine „einmalige Aktion“ handelt.
Ich fordere Sie daher nochmals auf, mir in Zukunft keine derartigen Nachrichten mehr zu senden.

Darauf bekamt ich folgende Reaktion:

wie von Ihnen gewünscht bestätigen wir Ihnen, dass Sie künftig keine derartigen Nachrichten wie unseren Weihnachts-E-POSTBRIEF mehr erhalten werden. Vielmehr wird Sorge dafür getragen, dass wir Ihnen künftig nur die zwingend erforderliche Kommunikation zusenden werden.

Das bekam ich dann sogar zusätzlich noch schriftlich. Hey, geht doch. Tja, weit gefehlt…

Der 2. Akt

Vor einigen Tagen gab es dann wieder Werbung. Also schrieb ich eine neue Beschwerde:

Was muss ich tun, damit Ich – wie von Ihnen nun bereits mehrfach zugesagt – keine unerwünschte Werbung mehr erhalte?

Antwort:

Der Verwendung von Bestandsdaten für Beratung, Marktforschung und Information zu Produkten und Aktionen der Deutschen Post DHL kann widersprochen werden.

Ah ja … Ich:

Bitte teilen Sie mir mit, wann und in welcher Form ich Ihnen die Einwilligung zur Kontaktaufnahme für  Werbung, Marktforschung etc. gegeben habe.

 Antwort:

Die Zustimmung haben Sie bei der Registrierung zu Ihrem E-POST Portal erteilt, im Laufe der Erinnerungsfunktion oder selbstständig im Portal aktiviert.Leider können wir nur die letzte Änderung einsehen, also Ihre Deaktivierung des Newsletter.

ich:

 Sie bestätigen mir also gerade, dass Sie mit dem Produkt ePost gegen §13 des TMG verstoßen?

Ich bin mal sehr auf die Antwort gespannt …

 

Wer sich für Details interessiert, hier das Gesetz

 

Heute hier morgen dort

… bin kaum da muss ich fort.

Das Lied von Hannes Wader ist ja eigentlich für uns Berater gemacht worden

… hab‘ mich niemals deswegen beklagt. Hab‘ es selbst so gewählt, nie die Jahre gezählt, nie nach Morgen und gestern gefragt.

Aber wie heißt es dort in dem Lied zu schön so schön.

… Manchmal träume ich schwer und dann denk‘ ich es wär, Zeit zu bleiben und nun, ganz was an’dres zu tun.

Ok, ich habe nicht schwer geträumt, aber ich habe – das steht auch irgendwo hier im Blog – vor einiger Zeit die Entscheidung gefällt, dass ich nach 5 Jahren oder 5 Projekten (je nachdem, was zuerst eintritt) aus der Beratung aussteige und etwas anderes  zu machen.

Und das ist nun passiert. Das Leben auf der Straße hat für mich vorerst ein Ende gefunden. Ich werde nun fest für eine Firma an einem festen Standort arbeiten.

… So vergeht Jahr um Jahr und es ist mir längst klar, dass nichts bleibt, dass nichts bleibt,  wie es war.

Ich hatte mal einen Chef der meinte, man müsse sich alle 7 Jahre ein neue Aufgabe suchen um das Feuer nicht ausgehen zu lassen. Ich denke, er hat Recht.

Ich freue mich auf die Aufgabe. Allerdings werde ich hier im Blog davon natürlich nicht so viel berichten können. Daher bitte Sie einige Umstellungen geben. Es bleibt spannend.

 

 

 

Coaching

Vor einiger Zeit saß ich mit einem Kunden zusammen dessen Ansichten über Management und Projekte … na sagen wir mal, sehr individuell waren. Meinen Hinweis auf Trends und Entwicklungen im Management der letzten 10 Jahre wischte er mit dem Satz „Ach, ich habe zuhause meinen Bücherschrank voll mit dem Zeug, dass ist doch alles Quatsch“. Er war einfach der Meinung, er sei schließlich selber schlau genug, die richtigen Methoden und Herangehensweisen zu erarbeiten.

Das erinnerte mich dann doch ein wenig an die Art, wie ich Schach spiele. Ich mag Schach. Ich spiele gerne online (chess.com)  und abgesehen von einigen echt dummen Fehlern schlage ich mich ganz gut. Allerdings komme ich in meiner Wertung nicht weit über 1500 ELO Punkte hinaus. Das ist überdurchschnittlich, aber es geht besser.
Warum? Mein Wissen über Eröffnungen ist leider rminimal. Und ich bin irgendwie zu faul, endlich mal was dagegen zu tun. Anders ausgedrückt: Ich habe Talent, aber ich brauche dringend jemanden, der mir ein paar Tipps gibt.

Bei dem oben genannten Manager ist es genau so. Er ist nicht dumm, er liefert Ergebnisse – aber er könnte viel, viel besser sein. Er muss sich nur mal externe Hilfe holen. Das ist jedoch gerade in kleineren Firmen oft ein echtes Problem. Konzerne sind da komplett anders. Hier wird meist viel Zeit und Geld  in die Verbesserung der Führungskräfte gesteckt. Aber sobald eine Firma eine bestimmte Größe unterschreitet haben die Führungskräfte scheinbar Angst, solche Fortbildungen würden nur Schwächen zu Tage bringen (sonst müsste man sie ja nicht machen). Abgesehen davon, dass man solche Dinge eher dazu nutzen sollte, Stärken zu fördern, ist es natürlich Quatsch.