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Internetzensur funktioniert nicht

Oh man. Die Bundesregierung möchte Sites mit Kinderpornographie sperren.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,601517,00.html

Wir sind uns alle einig, dass Produzenten und Anbieter solcher Inhalte von Elefanten vergewaltigt werden sollten.
Die Idee solche Seiten zu sperren/filtern/wasauchimmer ist aber leider völliger Quatsch. Denn: Es wird nicht funktionieren.

Solche Sperren sollen beim Provider aufgebaut werden. Die haben ja jetzt Zeit und Geld dafür, wo sie gerade die Anforderungen der Voratsdatenspeicherung umgesetzt haben. Die Sperre erfolgt dann an Hand des Rechners, der diese Inhate anbietet.

Umgehen kann man das sehr, sehr simpel: Man richtig einfach einen Proxy ein. Der Proxy hat eine nicht gesperrte Adresse und leitet die Anfragen weiter. Wenn dieser Proxy gesperrt wird, wird der nächste Proxy eingerichtet. Und so weiter und so weiter. Evtl. kann man einfach Tools zum anonymen surfen dazu nutzen,

Nach dem selber Prinzip umgehen übrigens Regierungskritiker in China die Internetzensur (natürlich ist das ein Hase und Igel Spiel…).

Langer Rede kurzer Sinn: Es bringt eher wenig. Was aber meine allwissende Glaskugel sagt: Sollte ein solcher Sperrmechanismus bei den Providern erst einmal installiert sein, wird er nicht nur für Kinderpornographie genutzt. Zuerst werden verbotene Materialien herausgefiltert (z.B. Werbung für beschlagnahmte Filme). Dann werden die nächsten Inhalte gefiltert. Und natürlich werden früher oder später auch die bösen Downloads von Musik und Filmen damit gefiltert.

Ach, es kommen schöne Zeiten auf uns zu…

One thought on “Internetzensur funktioniert nicht

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