Guerilla Projektmanagement

IT Projekte und Zeuch

Verfügbarkeitsnetzwerk

Die meisten selbstständigen Berater bekommen ihre Projekte im Idealfall über persönliche Empfehlungen. Eine andere Möglichkeit sind natürlich Projektvermittler, aber leider ist hier das Verhältnis zwischen den beiden Parteien oftmals gespalten. Bei RESOOM kann man hier einige Artikel zu dem Thema finden.

Projektvermittler haben oftmals keine Ahnung von der Materie und können entsprechend auch nicht die richtigen Leute finden. Mein persönliches Highlight war jemand der ein Angebot für eine Telko-Firma in Kamp-Lintfort hatte. Der Name der Firma war aber streng geheim. Klar, welche Firmen außer Siemens (später BenQ, jetzt nix mehr) gab es dort wohl… Zitat: „Also es geht hier im die Entwicklung von P I M. Was immer das auch bedeuten mag“. Hmm, Personal Information Management, Dumbo?

Auf der anderen Seite sagen Freiberufler auch gerne mal 5 Projekte gleichzeitig zu um dann später 4 wieder kurz vor Projektstart abzusagen.

Wie auch immer. Die beste Lösung sind immer noch Empfehlungen. Da kann man sich meistens sicher sein, dass man mit Leuten zusammenarbeitet, die ihr Handwerk verstehen. Das Problem bei der Geschichte liegt in der Umsetzung.

Alle Berater kennen das: Freitag Mittag bekommt man in der Kaffeeküche die Anfrage, ob man nicht jemanden wüsste der sich eines bestimmten Themas annehmen könnte. Anschließend sitzt man am Telefon und klappert seinen Bekanntenkreis ab. Die meisten Leute sind natürlich kurzfristig nicht greifbar „aber ich frage mal weiter“. Das dauert alles viel zu lange.

Eigentlich bräuchten wir alle eine Liste mit unseren Kontakten, deren Fachgebieten und ihrer Verfügbarkeit. Diese Liste filtert man „mal eben schnell“ und schon hat man ein paar Namen. Dazu kommen nun die direkten Kontakte dieser Kontakte als Fallback.

Erste Möglichkeit:
Hmm, das gibt es zwar in der Form nicht, aber es klingt ja eigentlich sehr nach OpenBC. Lediglich die Verfügbarkeit fehlt hier. Aber auch das sollte kein Problem sein.

Jeder müsste nur in seinem Profil einen Eintrag unter „Ich biete“ mit dem Standardinhalt „Verfügbarkeit“ oder „Verfügbar ab“ anlegen. Anschließend könnte man dort in der Powersuche nach den Kontakten seiner Kontakte suchen und schon klappt es.

Zweite Möglichkeit:
Eine Projektbörse mit verschiedenen geschlossenen Mitgliedergruppen. Jede Gruppe muss sich untereinander kennen und vertrauen. Neue Projektanfragen werden in dieses Portal eingestellt und wer freie Ressourcen hat, kann sich melden. Damit das für alle Seiten Sinn macht gibt der Umsetzer dem Anbieter eines Projektes eine fest definierte Tipp Fee (also z.B. für jedes Projekt, welches ich in diese Gruppe einbringe
bekomme ich 10% Umsatzbeteiligung für die ersten 6 Monate). Im Gegenzug verpflichtet man sich, die Projektanfragen erst in dieser Gruppe zu stellen. Dadurch verhindert man, dass man sich auf Projekte bewirbt die schon längst vergeben sind. Dadurch, dass es einen Closed User Group ist, verkürzt sich das Bewerbungsverfahren. Zusätzlich gibt es klare Regeln: Man kommt durch Empfehlung in diese Gruppe und kann genauso schnell wieder herausfliegen, wenn jemand schlechte Erfahrungen mit diesem Gruppenmitglied gemacht hat.

Dritte Möglichkeit:
Die Closed Usergroup aus dem vorher beschriebenen Szenario tritt nach außen als Firma auf. Große Kunden mögen festen Ansprechpartner. Im Unterschied zu einer „normalen“ Beratungsfirma besteht diese Firma aber aus einem Zusammenschluss gleichberechtigter Partner die sich lediglich eine Infrastruktur teilen. Jeder Partner muss einen festen Teil seiner Einnahmen in den gropßen Topf werfen. Wer weniger
Projekte hat, bezahlt mit seiner Arbeitszeit (und putzt die Büroräume …).

Hmm, je mehr ich darüber nachdenke, desto spannender klingt dieser Weg. Sollte man vielleicht wirklich mal drüber nachdenken. Macht jemand mit?

13 thoughts on “Verfügbarkeitsnetzwerk

  • Andreas sagt:

    OpenBC kann es zwar nicht, aber LinkedIN geht hier mehr in Deine Richtung.

    Die dritte Möglichkeit klingt nach Deinem Weg in das Unternehmertum, die erste danach, das Du von Xing für Deine tolle Idee mit einem Butterbrot abgespeisst wirst und die zweite klingt mir am interessantesten.

    Als allererstes braucht es einen Web 2.0 kompatiblen Namen samt Logo, oder willst Du das etwa „old-style“ machen?

    Wie wären „projektr“ oder „vermittlr“ oder „Börsr“ …. ? .-)

  • Nicolas Kübler sagt:

    Klingt doch mehr oder weniger nach einer Consulting Group. Consulting Agency trifft das noch sehr genauer. Ein sehr interessantes Konzept! Aber ich glaube fast, dass diese Idee nicht wirklich neu ist.

  • Sven Rimbach sagt:

    Namensfindung:
    Net@Work fände ich gut, aber gibt es ja leider schon.
    Men@Work … gibt es auch schon

    Agency klingt nett, vielleicht „AgencyWorkR“. Verdammt, die Domains
    AWR.de/com sind schon vergeben…

    Und klar, im Prinzip gibt es das auch schon. Rent A Guru z.B.,
    oder die zentrale-intelligenz-agentur.

    Aber das zeigt ja nur, dass die Idee nicht so doof ist.

    Im IT-Beratungsumfeld ist es eher selten.

  • fjodo sagt:

    „avalex.de“: AVAIliable EXtrenals
    oder
    „availex.de“
    oder
    „avaleex.de“
    (gefällt mir am besten)
    „helpz.de“
    „extix.de“
    (sind alle noch frei)
    google sollte ja auch nie google heissen….

  • Sven Rimbach sagt:

    Avalex.com ist leider schon vergeben.
    Avaleex klingt irgendwie nach einer Salbe oder so :-)
    Extix gibt es auch schon: http://extix.exton.net/

    Erschreckend, aller vergeben. Vielleicht sind sdffsdf oder lkfiouasd ja noch frei …
    Oder „legenSieSichAufDemBodenUndWartenAufHilfe“

  • Andreas sagt:

    Ich könnte noch:
    wie-loesen-probleme.de
    wir-sind-auch-nicht-bloed-aber-besser.de
    ich-bring-dich-ganz-gross-raus.de
    in die Waagschale werfen. Sind zwar alle seit langem nicht mehr frei und natürlich sowas von „vorheriges Jahrhundert“ … aber verwendbar.

    Und Immer noch besser als „legenSieSichAufDemBodenUndWartenAufHilfe“, das ist ja sowas von lange-domainnamen-sind-scheisse.de. :-)

  • Nicolas Kübler sagt:

    Vielleicht holen sich „Rimbach & Company“ ersteinmal einen Externen, der einen passenden Namen findet. :D

    Zeigt doch mal etwas von eurer Kreativität!

  • oder einfach ne IP-Adresse… :-)
    wer merkt sich schon noch Namen

  • Sven Rimbach sagt:

    Gestern ist mir ein schöner Name eingefallen den man nutzen könnte wenn ich ein Bordell aufmachen würde: Streichzart.

    Hilft nicht wirklich weiter, aber Kreativität geht halt manchmal seltsame Wege …

  • Nicolas Kübler sagt:

    Man muss natürlich auch offen für Neues sein, vielleicht würdest du in der Branche noch glücklicher sein… :)
    Nokia hat auch mit Autoreifen und Holz angefangen und ist jetzt glücklich mit Telekommunikation. Vielleicht wirkt bei dir ein Wechsel auch wunder. :D

    Ok nun im Ernst. Deine Kunden sind wahrscheinlich alle sehr seriös. Deswegen müsste auch ein seriöser Name her, der ruhig ein wenig konservativ klingen darf.

  • Andreas sagt:

    Rimbach AG klingt seriös .. ach nee, Web 2.0 AGs können ja leicht unseriös wirken … also besser noch older-style ein mittelständisches Gmbh & Co KG hinter Deinen Namen hängen. Das vermittelt Bodenhaftung.

    Oder Du machst es wie Ha-Ri-Bo und Adi-Das und nennst die Firma einfach: Sveri oder Sverido :-)

    just kidding
    Andreas

  • Alex sagt:

    Sverido find ich total Web2.0 – und auch wie der Name hier so in der Community entstanden ist, total 2.0. Jetzt guck mal was du draus machst Sven…

  • Sven Rimbach sagt:

    Na gut, also dann Sverido. Eigentlich sollte es ja Sverios oder (Web 2.0) Sverioos heißen, aber da ich ja irgendwann wieder nach Dortmund möchte…

    Eine GmbH wird es natürlich nicht, sondern eher eine Partnerschaftsgesellschaft (wobei diese wohl nur für „echte“ Freiberufler funktioniert), ich mache mich mal ein paar Gedanken.

Schreibe einen Kommentar zu Sven Rimbach Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.