Archiv für den Monat: November 2006

MacMini, Alltagstauglichkeit

Nachdem ich schon über meine ersten Erfahrungen mit einem MacMini als Mediacenter berichtet habe, hier nun der Erfahrungsbericht nach 2 Monaten Alltag.

Oft genug ist es ja irgendwie so: Man kauft sich ein teures elektrisches Spielzeug und nach einiger Zeit stellt man fest, dass man es eigentlich nicht braucht. Schauen wir also mal.

MacMini an sich
So langsam verstehe ich, warum Apple so treue Fans hat. Die Mischung aus extrem einfacher und schicker Oberfläche und einem (fast) vollständigem BSD macht wirklich Spaß

Software
FrontRow (MediaCenter Software von Apple) kommt kaum zum Einsatz. Das Ding hat einige doofe Fehler. Statt dessen nutze ich MediaCentral. Die $30 waren gut investiert.
Neu hinzugekommen ist MytunesRSS. Damit kann ich nun von überall auf meine Musiksammlung zugreifen. Ein wenig habe ich damit herumgespielt, per VLC einen Video Streaming-Server zu bauen. Es klappt, aber brauchen tut man es eigentlich nicht…

Bedienung
Sagen wir mal so: Ich habe meiner Freundin die AppleRemote Fernbedienung in die Hand gedrückt und eigentlich hat sie den Rest intuitiv verstanden. Langzeitmotivation: Hoch. Filme, Musik, Internetradio: Alles läuft über den MacMini

Gibt es also kein Problem? Hmm, na eigentlich nicht. Wirklich nicht? Na ja… Also? Ok… ich will jetzt einen MacBook haben …

Nachtrag Blogbereinigung

Ok, ich sollte da wohl etwas klar stellen. Niemand hat Druck auf mich ausgeübt bzw. mich aufgefordert, die Einträge zu entfernen. Auch gibt es jetzt keine Firma, die man jetzt meiden sollte.

Ein wenig zum Hintergrund: Ein Mitarbeiter der Firma hat sich über einige Einträge aufgeregt. Sowohl Art, Ergebnis als auch Inhalt der Vorwürfe sind aus meiner Sicht unangemessen. So unangemessen, dass ich noch nicht einmal Lust habe, darüber zu diskutieren. Stand heute habe ich auch keine Geschäftsbeziehung mit dieser Firma. Aber ich kenne die Firma. Ich mag die Firma. Und – viel wichtiger – ich mag ihre Mitarbeiter.

Dummerweise finden sich in meinen Logfiles seit Dienstag sehr viele Zugriffe von genau dieser Firma. Ich hatte nun keinerlei Lust darauf mir vorzustellen, dass 2 Tage lang in der Kantine über diesen Vorfall diskutiert wird. Das würde aus meiner Sicht nur ablenken und zuviel der Ehre sein. Da ich nichts geschrieben habe, was man nicht tausendfach woanders lesen kann, war es also kein großer inhaltlicher Verlust es zu deaktivieren.

Bereits in der Vergangenheit habe ich ohne Diskussion den ein oder anderen Eintrag auf Nachfrage wieder entfernt (einmal fand ich das allerdings sehr bedauerlich, da die Geschichte so extrem lustig war).

Dies mache ich aus Prinzip. Ich bin seit >15 Jahren im Internet unterwegs (zählt man die Mailboxzene mit, veröffentliche ich meine Gedanken sogar schon seit >20 Jahren). Ich bin mir über die besonderen Situation einer „veröffentlichten Meinung“ also bewusst. Das ist keine Kneipe. Wer weis, was ein geschriebener Satz in 20 Jahren für Auswirkungen hat. Das Internet – oder aktuell Google – vergisst nie. Da dieses Blog mein Privatvergnügen ist (auch wenn man als Selbstständiger oft nur schwer trennen kann) tut es mir nicht weh, alle sind zufrieden und es bleiben ja noch genug andere Einträge übrig :-)

Blog-Bereinigung

Aus Gründen über die ich als Gentleman schweigen möchte, habe ich einige Einträge zu einer bestimmten Firma entfernt.

Nicht, dass ich nicht inhaltlich 100% hinter meinen Aussagen stünde. Aber es gibt Firmen, mit denen möchte man sich nicht streiten.

Bitte an regelmäßige Leser: Schreibt nix über die Firma in den Kommentaren. Ich muss erstmal überlegen, wie ich mit der Sache umgehen will.

Sollen Projektleiter programmieren?

Vor allem kurz nach dem Wechsel vom Entwickler zum IT-Projektleiter juckt es einem frischgebackenem Projektleiter schnell in den Fingern. Gerade wenn man mehr Erfahrung hat oder schneller Software entwickelt als sein Team ist es manchmal natürlich verlockend, selber in die Tasten zu greifen. Aber sollte man es auch tun?

Ab einer bestimmten Teamgröße (+-7 Personen) ist es natürlich absolut ausgeschlossen, da das Projektmanagement 100% Zeit in Anspruch nimmt. Wie sieht es bei kleineren Teams aus? Macht es manchmal Sinn, wenn ein Projektleiter selber mitentwickelt?
Ich denk schon! Wichtig ist nur, dass es eine Ausnahme und nicht die Regel ist.

Ich persönlich halte es so, dass ich im Notfall Aufgaben dann selber übernehme
– wenn ich es wirklich gut kann (klingt banal, aber genug Projektleiter sind in solchen Situationen eher eine Bremse als eine Hilfe)
– Wenn es mich selber nicht mehr als einen Tag kosten (schnell rein, schnell raus, zurück zum Tagesgeschäft)
– wenn sicher gestellt ist, dass man nicht in der Aufgabe stecken bleibt (wenn man ein Perl Script schreibt und sein einziger Perl Entwickler ist- keine gute Idee).
– und wenn ich die Zeit dafür habe. wenn ich dafür Überstunden machen muss, lohnt es sich nicht. Es besteht die Gefahr, dass andere wichtige Dinge liegen bleiben.

Solche „Miniaufgaben“ finde ich sogar ganz hilfreich um nicht den Kontakt mit der Materie zu verlieren. Es gibt schon zuviel Projektleiter die Zeitpläne aufstellen oder überhaupt zu wissen, worüber sie da eigentlich reden.