Guerilla Projektmanagement

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Mein Viertelfinale

Das war ja so. Ich musste freitag beim Kunden arbeiten. Mein Flug zurück sollte um 19:45 gehen. Ich rechnete damit, vielleicht die zweite Halbzeit irgendwo am Flughafen sehen zu können.

Gegen 15:00 Uhr fühlte ich mich ein wenig einsam. Das Büro wurde doch merklich leerer. Eigentlich wollte ich keinen schlechten Eindruck hinterlassen – es war mein erster Tag bei diesem Kunden. Auf der anderen Seite kommt es vielleicht auch nicht gut an, wenn man sich als Spaßbremse outet.

Also ab in die Bahn und zum Flughafen. Dann schaue ich mir halt das komplette Spiel dort an, sehr schön.

Halbzeit 1: Ich bekomme gerade noch einen Platz in der Sportbar. Trinke alkoholfreies Weizen (lecker) und schaue das Spiel. Der Flughafen steht still. Die Gänge sind leer. Zur Halbzeit bricht wieder Hektik aus. Die Gänge sind wieder voll. Ich warte ein wenig und gehe dann zum Gate.

Halbzeit 2 schaue ich mir am Gate an. Es gibt reichlich Bildschirme. Vor lauter Spannung vergessen viele Leute einzusteigen. Ich habe selte soviele „urgent last calls for …“ und „wir wollen den Flug nun schließen“ Durchsagen in so kurzer Zeit gehört.

Die Verlängerung passt mir gar nicht; muss ich doch um 19:10 boarden. Im Bus zum Flugzeit werden die Ereignise per WAP abgefragt und in den Bus gerufen. Mist, Elfmeterschießen.

Im Flugzeug (Elfmeterschießen): Es ist eine kleine Maschine (100 Plätze). Die Crew drängt sich im Cockpit und hört zu. Wir Passagiere beschweren uns lautstark bis der Captain die Spielstände durchgibt.
Eigentlich sollte wir jetzt starten, aber der komplette Flughafen München steht still. Vermutlich kreisen gerade duzende Maschinen in einer Warteschleife da der Tower besseres zu tun hat. Selbst die Koffer (Handgepäck gibt man bei so kleinen Maschinen vor der Maschine ab) werden nicht weiter eingeladen. Die Arbeiter stehen vor der Flugzeugtür und hören zu …

Beim ersten gehaltenen Elfmeter schreibt die Flugbegleiterin „Jaaa! Wenn wir gewinnen gibt es Sekt für alle“.

Lehmann hält den zweiten Elfer. Wir jubeln und starten mit 10 Minuten Verspätung unsere Reise ins Wochenende. Ich genieße meinen Sekt und freue mich über die WM. Soviel also zur Deutschen Zuverlässigkeit. Da legt ein Fußballspiel schon mal einen kompletten Flughafen lahm.

Ich glaube, die WM tut uns gut …

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