Archiv für den Monat: September 2013

Heute hier morgen dort

… bin kaum da muss ich fort.

Das Lied von Hannes Wader ist ja eigentlich für uns Berater gemacht worden

… hab‘ mich niemals deswegen beklagt. Hab‘ es selbst so gewählt, nie die Jahre gezählt, nie nach Morgen und gestern gefragt.

Aber wie heißt es dort in dem Lied zu schön so schön.

… Manchmal träume ich schwer und dann denk‘ ich es wär, Zeit zu bleiben und nun, ganz was an’dres zu tun.

Ok, ich habe nicht schwer geträumt, aber ich habe – das steht auch irgendwo hier im Blog – vor einiger Zeit die Entscheidung gefällt, dass ich nach 5 Jahren oder 5 Projekten (je nachdem, was zuerst eintritt) aus der Beratung aussteige und etwas anderes  zu machen.

Und das ist nun passiert. Das Leben auf der Straße hat für mich vorerst ein Ende gefunden. Ich werde nun fest für eine Firma an einem festen Standort arbeiten.

… So vergeht Jahr um Jahr und es ist mir längst klar, dass nichts bleibt, dass nichts bleibt,  wie es war.

Ich hatte mal einen Chef der meinte, man müsse sich alle 7 Jahre ein neue Aufgabe suchen um das Feuer nicht ausgehen zu lassen. Ich denke, er hat Recht.

Ich freue mich auf die Aufgabe. Allerdings werde ich hier im Blog davon natürlich nicht so viel berichten können. Daher bitte Sie einige Umstellungen geben. Es bleibt spannend.

 

 

 

Coaching

Vor einiger Zeit saß ich mit einem Kunden zusammen dessen Ansichten über Management und Projekte … na sagen wir mal, sehr individuell waren. Meinen Hinweis auf Trends und Entwicklungen im Management der letzten 10 Jahre wischte er mit dem Satz „Ach, ich habe zuhause meinen Bücherschrank voll mit dem Zeug, dass ist doch alles Quatsch“. Er war einfach der Meinung, er sei schließlich selber schlau genug, die richtigen Methoden und Herangehensweisen zu erarbeiten.

Das erinnerte mich dann doch ein wenig an die Art, wie ich Schach spiele. Ich mag Schach. Ich spiele gerne online (chess.com)  und abgesehen von einigen echt dummen Fehlern schlage ich mich ganz gut. Allerdings komme ich in meiner Wertung nicht weit über 1500 ELO Punkte hinaus. Das ist überdurchschnittlich, aber es geht besser.
Warum? Mein Wissen über Eröffnungen ist leider rminimal. Und ich bin irgendwie zu faul, endlich mal was dagegen zu tun. Anders ausgedrückt: Ich habe Talent, aber ich brauche dringend jemanden, der mir ein paar Tipps gibt.

Bei dem oben genannten Manager ist es genau so. Er ist nicht dumm, er liefert Ergebnisse – aber er könnte viel, viel besser sein. Er muss sich nur mal externe Hilfe holen. Das ist jedoch gerade in kleineren Firmen oft ein echtes Problem. Konzerne sind da komplett anders. Hier wird meist viel Zeit und Geld  in die Verbesserung der Führungskräfte gesteckt. Aber sobald eine Firma eine bestimmte Größe unterschreitet haben die Führungskräfte scheinbar Angst, solche Fortbildungen würden nur Schwächen zu Tage bringen (sonst müsste man sie ja nicht machen). Abgesehen davon, dass man solche Dinge eher dazu nutzen sollte, Stärken zu fördern, ist es natürlich Quatsch.