Archiv für den Monat: Januar 2008

Projektsuche

So, jetzt befinde ich mich mal wieder auf Projektsuche. Zuletzt konnte ich immer nahtlos von einem Projekt zum nächsten Wechseln. Da ich aber die letzten Monate einige kleinere Projekt im HomeOffice gemacht habe, fange ich mal wieder bei 0 an.

Auch wenn ich – wie schon oft geschrieben – persönlichen Kontakten und Empfehlungen mehr traue als Projektvermittlern, bewerbe ich mich natürlich trotzdem auf solche Projektausschreibungen. Nun habe ich mich in der letzten Zeit ziemlich spezialisiert: Vermittlung zwischen Fach- und IT-Abteilung bei Internet- und Telkoanbietern. Dieser Markt ist überschaubar.

Zwei Dinge fallen mir gerade auf:
1. Das „Den Kunden darf ich Ihnen nicht nennen Spiel“.
Habe ich schon mal drüber geschrieben. Manchmal glaube ich, dass ist eine Art Test. „Es handelt sich um einen Anbieter in Bonn“ (Hmm, Telekom?). „Unser Kunde ist ein Mobilfunkanbieter in München“ (moment … O2). Bei einem so kleinen Markt ist das Spiel allerdings schnell langweilig :-)

2. Eine Ausschreibung – 20 Vermittler.
Manche Projekte werden mir von mehreren Vermittlern angeboten. Manchmal sieht man es nicht sofort, manchmal ist der Wortlaut der Ausschreibung 1:1 gleich. Natürlich sagen wir alle Vermittler, dass sie den besten Kontakt zum Kunden hätten und ich über sie das Projekt sicher bekommen werde. Die anderen Vermittler hätten doch gar keine Chance. Tja …

Trust you programmer

Zu meiner New-Economy Zeit hatten wir einen Spruch: „Trust you programmer“. Wir, das war die Technikabteilung. Zielgruppe war der Agenturbereich. Agentur wusste immer alles besser und hat sich um die lästigen Einwände der Entwickler wenig gekümmert.

Aber eigentlich haben Entwickler wie Designer die gleichen Probleme mit ihren Kunden:

(Youtube Direktlink)

Make my Logo bigger …

Basteltipps

Aus aktuellem Anlass (meine defekte Laptop-Festplatte), hier ein paar allgemeine Tipps zum Hardwarebasteln.
Die Regeln funktionieren allerdings sowohl bei kleinen Computerplatinen, wie auch beim schrauben am Motorrad …

1. Werkzeug
Es gibt nur eine Sache, die wichtiger ist, als gutes Werkzeug: noch besseres Werkzeug. Verabschiedet euch von dem 5 EUR Schraubendreherset aus dem Billigbaumarkt. Damit darf man vielleicht Schrauben in weiche Spahnplatten reindrehen – mehr auch nicht.
Mit schlechtem Werkzeug kann man sich locker mal einen Schraubenkopf zerstören. Und es ist kein Spaß, solche Schrauben herauszubohren (oder schneiden oder wasauchimmer). Also gewöhn dich schon mal an Marken wie Proxxon oder Wera. Ich habe z.B. das hier: PROXXON Micro-Driver- Schraubendreher-Satz z, 16 Damit hat man für so ziemlich jeden Laptop das richtige Werkzeug.

2. Ruhe, Konzentration
Hinter jedem „ich mach mal eben…“ steckt ein potentielles Missgeschick. Unaufmerksamkeit bedeutet Fehler und Fehler kosten schon mal Zeit. Je schneller man „mal eben“ etwas erledigen will, desto länger dauert es. Dann: Wenn du eine Aufgabe hast, konzentriere dich auf die Aufgabe. Klingt simpel? 2 von 3 Werkstätten halten sich nicht daran. Irgendwo dudelt ein Radio, Kundengespräche werden nebenbei geführt etc. Das sind alles Ablenkungen. Und jede – auch noch so kleine Ablenkung – stört die Konzentration.

3. Protokoll schreiben
Es ist erstaunlich, wie viele unterschiedliche Schrauben man plötzlich auf dem Tisch liegen hat. Und die müssen auch irgendwie wieder eingebaut werden. Und dann noch in der richtigen Reihenfolge …
Auch, wenn es erstmal konisch klingt, die Lösung ist sehr einfach. Man muss nur jeden einzelnen Arbeitsschritt aufschreiben. Wenn man dann noch die ausgebauten Elemente in der Reihenfolge ihres Ausbaus sortiert, kann man einfach die notierten Schritte rückwärts ausführen; und schon bleibt keine Schraube übrig. Mit dieser Methode kann man ohne Angst selbt komplette Motoren zerlegen (ok, einwenig Übung und Erfahrung vorausgesetzt).

Und wenn man das alles beachtet, braucht man den letzten (leider sehr konkreten Tipp) nicht mehr:
Vorsicht, die Stecker eines MacBook Pro sind echt empfindlich. Erstaunlich, wie schnell man ein Festplattenanschlusskabel geschrottet hat. Das Ersatzteil kostet dann um die 30 EUR. Grummel …

Eine sehr gute Anleitung zum Festplattenwechsel findet man übrigens hier: FixIt

Klack … Klack … Klack …

Es gibt Geräusche, die will man einfach nicht hören.

Klack … Klack … Klack …

Geräusche die einem sagen, nimm Dir heute besser nichts mehr vor.

Klack … Klack … Klack …

Geräusche die jedem IT’ler die Tränen in die Augen treiben.

Klack … Klack … Klack …

Na, was macht Klack und kostet einen Tag Arbeit?

Richtig: Laptop-festplatte mit Headcrash.

Was haben wir wieder gelernt: Der Bewegungssensor in einem MacBook Pro rettet nicht
in jedem Fall die Festplatte.

Neue Apple-Produkte die 2.

Die echte „Revolution“ hat Apple diesmal nicht mit der Hardware losgetreten. Es sind die HD-Filme.

In meinem Bekanntenkreis war das so: Erst wollten alle unbedingt einen LCD oder Plasma Fernseher haben. Dann ist ihnen aufgefallen, dass sie gar keine HD Inhalte haben. Durch den HD-DVD vs. Blueray Streit hat sich aber niemand getraut, einen Player zu kaufen.

Aber jetzt: 229EUR für AppleTV und schon hat man eine Online Videothek inkl. HD Filme. Wer seinen Rechner eh‘ schon am Fernseher angeschlossen hat, kann (hoffentlich) einfach iTunes nehmen.

Wozu brauche ich da noch einen Blueray Player?

Neue Apple Produkte

Brauche ich das neue Notebook? Nee, noch nicht. Ein 13“ Display ist mir zu klein. Flash-Disk ist cool – aber das ist noch zu teuer.

Ein anderes Produkt finde ich netter. Eine 1Terabyte Festplatte & Airport Extreme Basisstation für 500 EUR. Airport Extreme gibt es sonst für 180 EUR. Eine 1TB Festplatte bekommt man für rund 300 EUR. Der Preis geht also gerade noch so in Ordnung.

Die Möglichkeit, mein MacBook Pro per WLAN zu sichern hat mir tatsächlich gefehlt. Na, mal schauen.

Glaskugel 2008

Hier die Ergebnisse meiner Glaskugel für 2008

Tipp 1: Blue-ray gewinnt den Formatstreit

HD-DVD wird 2008 verlieren.
Allerdings wird auch niemand mehr Blue-ray brauchen. Die Inhalte kommen aus dem Netz.

Tipp 2: Apple bekommt Qualitätsprobleme und richtig Ärger.

Und vielleicht bekommt Apple es ja sogar hin, dass bei meinem Macbook Pro nicht von Zeit zu Zeit der erste Tastenanschlag verschluckt wird.

Tipp 3: Ruby on Rails (RoR) wird Mainstream

Das auf der Sprache Ruby basierende Framework wurde vor einiger Zeit in der Version 2.0 freigegeben. Wenn ich mich heute entscheiden müsste, ob ich mich tief in J2EE oder in RoR einarbeiten soll, ich würde RoR nehmen

Realitätscheck. Meine Vorhersagen für 2007

Na, dann wollen wir doch mal schauen. Meine Glaskugel hatte vor einem Jahr für 2007 folgendes behauptet:

1. 2007 wird Windows Vista einen extrem schwachen Start hinlegen.

Das kann man wohl so sagen. Einige Anbieter verkaufen ja schon wieder lieber Rechner mit XP

2. 2007 Wird Apple das beste Jahr seiner Geschichte haben.

Stimmte auch. Ok, als ich das geschrieben hatte, gab es das iPhone noch nicht.

3. 2007 werden Gamer weg vom PC hin zu Spielekonsolen wandern.

Hmm, jein. 2007 gab es sehr gute Spiele für den PC, z.B. Bioshock. Auf der anderen Seite kommt Nintendo nicht mehr mit der Produktion der Wii hinterher. Computerspiele und Konsolen sind im Mainstream angekommen.

4. 2007 Wird das Jahr von OpenSource

Na ok, nicht wirklich …

5. Ich habe vermutet, dass 2007 neue Konzepte in der Softwarenetwicklung Einzug halten.

Wenn ich mir den riesen Erfolg von Ruby on Rails anschaue, war das nicht ganz falsch

6. 2007 werden private Blogs langsam aus der Mode kommen aber im Gegenzug immer weiter professionalisiert werden

Hierzu gibt es ja wilde Diskussionen. Wird es weniger? Wird es mehr? man weiß es nicht …

Meine Vermutungen, Wünsche, Vorhersagen für 2008? Dies ist eine andere Geschichte, die ein anderes Mal erzählt werden soll.

Projektteam erziehen

Wenn man lernen will, wie Kindererziehung nicht funktioniert, muss sich einfach nur in einer bel. Stadt einige Zeit lang mit dem Bus durch die Gegend fahren lassen:

„Also, Kevin, das ist jetzt die letzte Warnung! Noch einmal, und wir fahren nach Hause. So, jetzt aber: Allerletzte Warnung! Kevin! Ich habe Dir doch gesagt!“ …

Nun habe ich keine Kinder und darf mir daher eigentlich kein Urteil anmaßen. Aber manchmal denke ich, die hätten lieber erstmal mit einem Hund üben sollen.

Die Zauberformel ist klar: Klare Grenzen setzen.

Es muss beiden Parteien (Kind und Elternteil) klar sein, wo die Grenzen sind, wann die Grenze überschritten ist und – sehr, sehr wichtig – was die Konsequenzen sind. Die Konsequenz wird vorher angekündigt und dann auch durchgezogen. Also muss schon mal klar sein, dass die „Strafe“ nicht unmöglich ist. „Wenn Du nicht Deine Sachen packst, kommst Du nicht mit in den Urlaub“. Unsinn! Es sei denn, die Oma wohnt im gleichen Haus und kann sich des schreienden Kindes annehmen. Eltern müssen auf das Kind verlässlich wirken.

Jetzt mag sich der ein oder andere Leser fragen, ob ich den Inhalt des Blogs gewechselt habe. Nein, es geht immer noch um Projektarbeit. Aber es ist so:

Die Regeln für den Umgang mit Haustieren, Kindern und Projektteams sind ziemlich gleich

Der Projektleiter übernimmt die Verantwortung für das Projektergebnis. Entsprechend ist er auch derjenige, der am Ende des Tages die Entscheidungen trifft und für sein Team gerade stehen muss (Eltern haften für ihre Kinder). Daher muss absolut klar sein, dass er auch das letzte Wort hat. Meine Formel lautet immer:
Jeder Mitarbeiter hat das Recht – ja sogar die Pflicht – sich und seine Ideen einzubringen. Aber wenn ich als Projektleiter die Entscheidung treffe, ist die Diskussionsrunde vorbei und alle halten sich an diese Entscheidung.

Projektarbeit ist keine basisdemokratische Veranstaltung. Oder, etwas bodenständiger ausgedrückt: Ich Chef, Du Turnschuh

Wie erreicht man das? Über klare Grenzen und Zuverlässigkeit.

1. Ich stehe zu meinem Wort und stehe zu meinen Entscheidungen. Wenn ich etwas zusage, dann halte ich es auch. Wenn meine Entscheidung falsch war, dann stehe ich dazu und schiebe es nicht einem anderen Teammitglied in die Schuhe

2. Ich setze mir und dem ganzen Team klare Grenzen. Wenn ein Bericht bis 17:00 Uhr fertig sein soll, erwarte ich nicht, dass um 20:00 Uhr die Mail kommt „ich habe es nicht geschafft“. Das hätte ich um 16:45 Uhr noch ok gefunden. Wenn ein Meeting von 16:00-17:00 Uhr dauert, erwarte ich, dass um 16:00 Uhr alle anwesend sind. Im Gegenzug werde ich das Meeting auch um 17:00 Uhr beenden.

3. Ich biete Zuverlässigkeit. Im Gegenzug erwarte ich, dass sich jedes Teammitglied auf den anderen verlassen kann.

Ist das eine Garantie für den Projekterfolg? Nein, es ist natürlich nur ein kleiner Baustein.

Ein funktionierendes Team ist keine Erfolgsgarantie. Aber ein schlechtes Team bedeutet einen garantierten Misserfolg!