Archiv für den Monat: November 2007

Wohnung in Dortmund (Mitte) gesucht

Sehr unwahrscheinlich, aber man weiß ja nie:
Falls jemand gerade eine Wohnung in Dortmund kennt/vermietet/Nachmieter sucht, ich bin auf der Suche:
– Die üblichen Viertel (Kreuz-, Gerichts-, Klinikviertel)
– Ab 3 Zimmer
– Nett, muss aber nicht sein: große Küche, EBK, Wannenbad, Garage

Also eigentlich das, was eh‘ alle suchen …

Update:
Suche ist beendet. Projekt Umzug kann beginnen.

Seid nett zueinander: Über E-Mails

In letzter Zeit bekomme ich häufiger E-Mails von Leuten, die mit diesem Medium nicht 100% vertraut sind. Ergebnis: Unfreundlicher Stil, Halbsätze und keinerlei Struktur.

E-Mails sind auf der einen Seite ein Medium, ohne das ich natürlich nicht mehr auskommen könnte. Auf der anderen Seite ist es aber so, dass man E-Mails sehr schnell missversteht und unnötigte Streit vom Zaun bricht…

Leider vergessen viele Mailschreiber, was sie da eigentlich schreiben: einen Brief. Daher Regel 1:
Eine Mail hat den gleichen Aufbau wie ein Brief

Es gibt also Anrede, Abschlussformel und vollständige Sätze.
Statt so:

Kurze Anmerkung: Hauptmenü größer!

Also so:

Hallo Herr WerAuchImmer,

bitte vergrößern Sie das Hauptmenü ein wenig. Ich glaube, man kann es dann besser lesen.
Mit freundlichen Grüßen
Irgendjemand

Direkte Ansprache ist auch so eine Sache. Im Fernsehen sagen die Leute ja nicht mehr „Ich habe mich darüber geärgert“, sondern „Darüber ärgert man sich“. In E-Mails wirkt es schnell unhöflich:

Es würde besser sein, wenn das Hauptmenü größer sein könnte

Komische Formulierungen – nur, um direkte Ansprache zu vermeiden. Warum nicht einfach so:

Machen Sie bitte das Hauptmenü größer

Ironie: Ganz schlecht. Ironie in E-Mails ist eine schlechte Idee. Es fehlt das lächelnde Gesicht (nein, Smilies reichen nicht immer):

Wenn Sie das Hauptmenü nicht erkennen können, hilft vielleicht eine bessere Brille.

Schreiben, lesen, nachdenken, abschicken
Mails sind ein schnelles Medium – aber auch ein dauerhaftes. Eine unbedachte Mail kann einem noch Jahre später anhängen. Ich kenne viele Leute, die seit >15 Jahren jede Mail archivieren. Da kann einem eine falsche Bemerkung also noch lange nachhängen. Daher sollte man – wie bei jedem Brief – E-mails nicht zwingend schreiben, wenn man extrem sauer ist. Lieder schreiben, einen Tag warten und anschließend in gemäßigter Stimmung die mail nochmal schreiben …

Archivierungspflicht
Ein kleiner Hinweis für Firmen und Selbständige: Mails sind Dokumente
Das wird gerne übersehen. Für E-Mails gelten im Geschäfsverkehr die gleichen Regeln, wie für alle anderen Dokumente. Das heißt ggf.: 10 Jahre Aufbewahrungspflicht! Wann muss ich eine E-Mail archivieren? Eigentlich ganz einfach: Wenn man einen Brief oder ein Fax mit gleichem Inhalt auch 10 Jahre aufbewahren müsste. Es gibt ein Problem. Eigentlich müsste man die Mail so archivieren, dass sie nicht manipuliert werden kann – für Textdateien im Filesystem gilt das jedoch nicht. Wer es also 100% richtig machen möchte, muss sich tatsächlich ein dediziertes System aufsetzen, welches jede relevante Mail sicher archiviert (solche Systeme gibt es auch anschlussfertig zu kaufen).

Er ist da

Er ist da, er ist da, er ist da…

Mein Apple MacMini Mediencenter hat einen großen Bruder bekommen: den MacBook Pro.

Die Bedienung ist erstmal ein wenig ungewohnt. Sind doch die Tasten nicht 100% so belegt, wie man das von Windows gewöhnt ist.

Was ist extrem super finde, ist die Ruby on Rail Integration. Ich habe mein aktuelles Projekt ausgecheckt (Subversion ist schon instaliert), die Datenbankkonfiguration geändert (3 Zeilen), mongrel gestartet und schon konnte ich weiterarbeiten.

Eigentlich finde ich aktuell kaum Kritikpunkte. Ok, er wird schon warm – aber das wusste ich vorher. Dafür hält der Akku lange durch.

Jetzt noch schnell Ubuntu-Linux und Windows installieren. Ubuntu, weil man manchmal doch ein richtiges Linux will und Windows, damit ich meine Projekte unter IE6 testen kann.

Hach, Computer können auch wieder Spaß machen.

Wer misst, misst Mist

Es gibt ja in der Physik das Gesetz, dass man durch die Messung das Ergebnis beeinflusst. Wenn man z.B. den Ort eines winzig kleinen Teilchens messen will, muss man es sehen. Das bedeutet, man beschießt es mit Licht (besser, mit Photonen). Und dadurch wird das Teilchen beschleunigt (Unschärferelation)

Bei mir war das so:
Meine Internet Lernkartei (http://www.web-lernbox.de) hatte „Schluckauf“. Nachdem ich ein wenig am Server umgestellt hatte, antwortete die Seite manchmal nicht mehr. Auch der Wechsel von einem Server zu einem Mongrel-Cluster half nicht (machte es nur noch schlimmer, aber das habe ich erst später verstanden). Kurzer Einschub: Mongrel ist ein Server für RubyOnRails.

Um zu verstehen, wann der Fehler auftritt, habe ich Monit installiert. Monit ist ein sehr nettes Überwachungstool. Es ist einfach zu konfigurieren und kann Server selbstständig wieder starten.

Um nun Mongrel mit Monit zu überwachen, habe ich also folgendes gemacht:
– Monit herunterladen
– entpacken,
– der klassische Unix-Dreisprung: ./configure, ./make, ./make install

Meine Konfigurations sieht ungefähr so aus:
set daemon 60
set httpd port XXXX and
use address localhost # only accept connection from localhost
allow localhost # allow localhost to connect to the server and

##### mongrel 8000 #####
check process mongrel-8000 with pidfile /[PFAD ZUR WEB-LERNBOX]/log/mongrel.8000.pid
group lernbox
start program = "/usr/local/bin/ruby /usr/local/bin/mongrel_rails start -d -e production -p 8000 -a 127.0.0.1 -P /[PFAD ZUR WEB-LERNBOX]/log/mongrel.8000.pid -c /[PFAD ZUR WEB-LERNBOX]"
stop program = "/usr/local/bin/ruby /usr/local/bin/mongrel_rails stop -P /[PFAD ZUR WEB-LERNBOX]log/mongrel.8000.pid"

if totalmem is greater than 90.0 MB for 5 cycles then restart # eating up memory?
if cpu is greater than 50% for 2 cycles then alert # send an email to admin
if cpu is greater than 80% for 3 cycles then restart # hung process?
if loadavg(5min) greater than 10 for 8 cycles then restart # bad, bad, bad
if 3 restarts within 5 cycles then timeout # something is wrong, call the sys-admin

if failed port 8000 protocol http # check for response
with timeout 10 seconds
then restart

Das ganze muss leider für alle Mongrel Instanzen wiederholt werden. Monit kann natürlich alle Dienste überwachen. Hier ist eine nette Beispielkonfiguration.

Was passiert also: Monit schaut alle 60 Sekunden nach, ob meine Lernbox noch lebt.

Tja, und was ist passiert? Die Box stürzte nicht mehr ab. Durch die Messung wurde das Problem behoben.

Mittlerweise habe ich es auch verstanden. Es ist ein Bug: Die Datenbank (MySQL) bekommt einen Timeout, Mongrel wartet aber immer noch auf die Antwort. Dadurch hängt der Server. Durch die ständige Messung habe ich den Timeout natürlich verhindert. Und durch den Mongrel-Cluster habe ich es erst richtig schlimm gemacht. Nachts lernt natürlich kaum jemand. Also war wenig los und die Server haben sich reihenweise verabschiedet…

Wie auch immer: Wer sich in den letzten Tagen geärgert hat, weil er die Lernbox nicht erreichen konnte: Geht wieder…

Unfreiwilliger Lasttest

Was man nicht machen sollte:
1. Unter einer Domain „mal eben“ ein Wiki für ein Projekt aufsetzen
2. Domain und Wiki vergessen und monatelang nicht drauf schauen
3. Diese Domain dann als Testadresse für ein neues Projekt nutzen.

In den Monaten dazwischen haben offenbar hunderte von Spambots das verweiste Wiki gefunden und
fluten es seit dem mit automatischen Spameinträgen.

Ergebnis: Das Logfile meiner Testapplikation hatte in nullkommanix eine Größe von 7MB.

Alles Fehlermeldungen erzeugt von den Spambots…

Na ja, jetzt bin ich mir zumindest sicher, dass die Seite einigermaßen schnell ist.

Spam des Tages

Gerade schlug bei mir eine Phishing-Mail auf, welche sich als Mail der Citibank tarnte.

Sehr hübsch ist der letzte Absatz:

Geben Sie bitte keine Antwort auf sterben betreffende Mitteilung. E-Mail, gesandt ein Sterben betreffende Adresse, braucht keine Antwort. Um Hilfe zu leisten, gehen Sie ins System Ihres Kontos bei CitiBank ein und wahlen Sie Bastelraum Hinweis �Hilfe� auf der beliebigen Seite aus.

Aber das wussten wir ja schon immer, „ein Sterben betreffende Adresse braucht eine Antwort“.

Das war kein Übersetzungsprogramm. So schlecht sind die nicht mehr :-)

Elton hat New York Marathon gefinished

Wie schon geschrieben, stehe ich ja der ganzen Sache extrem kritisch gegenüber.

Aber: Er hat es geschafft und ist mit 5:30 Stunden ins Ziel gekommen. Wenn man sich die Zwischenzeiten anschaut, ist er konsequent 40 Minuten auf 5 KM gelaufen (na gut, 8 Min/KM ist nicht zwingend „laufen“ …). Das zeigt die gute Arbeit seiner Berater. Die meisten Leute laufen ja viel zu schnell los und kassieren dafür später die Strafe.

Ich hätte damit gerechnet, dass er eher ins Ziel humpelt und nicht mehr läuft …

Entwicklungen weiter denken

Innovation folgt auf Innovation. Das sich durchsetzt ist meist leider nur schwer vorherzusagen. Die genaue Zahl habe ich wieder vergessen, aber über 90% der neu eingeführten Lebensmittel verschwinden z.B. wieder vom Markt.

Manche Entwicklungen sind erst im Nachhinein logisch. Beispiel Spielekonsole: Auf gute Grafik folgte bessere Grafik und darauf allerdings nicht die „Super Grafik“ (PS3), sondern die bessere Bedienung (Nintento Wii). Die Wii liegt bei den Verkaufszahlen weit vor PS3 und XBox 360. Der Grund ist simpel: Hohe Rechenleistung und super Grafik sind für Hardcoregamer spannend. Eine Spielekonsole bei der man vor dem Fernseher herumhüpft, da die Controller Position und Neigung im Raum erkennen ist auch für Nichtspieler super lustig.

Jetzt aber endlich zum eigentlichen Thema: Ich halte Mogulus für ein absolut grandioses Beispiel des „Dinge weiterdenken“:
Erkenntnis 1: Erst hatten wir den Blog, dann hatten wir Podcast, dann Videopodcast, dann …
Erkenntnis 2: Aus 3 Fernsehprogrammen über Antenne wurden 300 über Sat,Kabel oder IPTV. Aber wo kommen die ganzen Inhalte denn her?
Die Zusammenführung: Mogulus.

Mit Mogulus kann jeder seinen eigenen Fernsehsender bauen. Dabei kann er die Inhalte per Endlosscheife wiederholen und sich jederzeit Life einschalten. Es ist dabei so simpel wie die Erstellung eines Podcasts. Keine Ahnung, ob es sich durchsetzen wird. Aber ich denke, mit der Idee hat man zwei Dinge gut weiter gedacht. Vor allem ist es nicht die Mega-Innovation. Vom Videopodcast zum Fernsehsender ist es nur ein sehr kleiner Schritt. 80% Alt, 20% Neu: So sehen gute Ideen aus!

Das ganze befindet sich noch in der Beta-Phase (Man bekommt aber recht schnell einen Account).

Einige Dinge gefallen mir noch nicht wirklich. Ich finde z.B. die Suchfunktion nicht gut. Ansonsten ist die Bedienung extrem simpel.

Witzigerweise habe ich für eines meiner Projekte genau so etwas gesucht. Im nächsten Jahr wird es hoffentlich Live-gehen. Mal schauen, ob das so klappt wie ich mir das vorstelle.