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Warum das Internet grandios ist

Wenn wir zu den Anfängen des Internets – oder früher der Mailboxszene – über die Möglichkeiten der Geschichte gesprochen haben, gab es immer das Argument: Die Welt wird zu einem globalen Dorf. Egal, was für ein Problem ich habe, es findet sich immer jemand, der eine Lösung hat.

Hier ein aktuelles Erlebnis.

Ich hatte im Kommentar eines Blogs in einem Nebensatz den Fiscatron Fusionsreaktor erwähnt. Das war eine „Erfindung“ eines legendären Professors an der Uni-Dortmund dessen Vorlesungen zur Werkstoffkunde zu den absoluten Höhepunkten des Studiums gehörten. Ich glaube, es war der einzige Prof. der schon beim betreten des Hörsaals Applaus bekam.

Und was geschieht? Mich schreibt jemand an, der die Highlights der Vorlesung vor 20 Jahren auf Cassette aufgenommen hat bietet mir Kopie davon an (ich konnte ihm im Gegenzug eine Kopie des Scripts machen)

Ja, manchmal liebe ich das Internet.

11 thoughts on “Warum das Internet grandios ist

  • Und manchmal würde ich am liebsten den Stecker ziehen.

  • fjodo sagt:

    @Sven: Der besagte Prof. (inzwischen emiritiert) lebt heute noch in meiner Nachbarschaft. Und das Fiscatron war ja nicht das einzige Highlight: er war der, wenn auch innoffizielle, Erfinder der Licht-Emmitierenden-Diode (LED). Und er war ein Kernkraftgegner. Ich frag‘ mich,was er wohl heute über das Internet denkt. Nächstes Bild.

  • Michael Schmidt sagt:

    Hallo,

    ich bin durch Zufall auf die Seite gestossen – Was ist ein Fiscatron? Wikipedia und Google liefern nichts :-(

    So ein Prof. hat mir im Studium gefehlt – könnte ich vielleicht aus Interesse einen Auszug aus dem Skript bekommen? Fusionsforschung fasziniert mich, und interessante Konzepte natürlich ebenso…

    Beste Grüße

    Michael

  • ANtonio sagt:

    Moin, ja gibts denn sowas. Die Vorlesung habe ich auch noch geniessen dürfen. Irgendwo habe ich wahrscheinlich sogar noch das Skript dazu.

    Gruss,Antonio

  • ahorn sagt:

    Hallo,
    ich habe im WS 1976-77 bei Prof. Fischer „Einführung in die E-Technik“ gehört. Das Skript (1. Sem) umfasste 2 volle Ordner. In Kapitel 1 gab es u.A. ausführliche Ratschläge für die richtige Partnerwahl als Karriere bedeutsame Entscheidung. Schliesslich sei der kreative Ingenieur ein Teil der schöpferischen Gottheit (Fischer wörtlich). Sein Fiscatron war ein Fusions-Fissions-Reaktor für den Keller jedes besseren Wohnblocks. Es hat sich aber niemand an die Produktion, geschweige denn Inbetriebnahme getraut. Ich habe den Mann durchaus für seine Hingabe, auch seine Zuwendung zu allen engagierten Studenten, geschätzt. Aber irgendwie seltsam war er schon…
    Ich bin dann Musiker geworden…

  • Dirk sagt:

    Ist das hier der offizielle Prof. Fischer Fanclub? Würde mich freuen! Übrigens hat er auch maßgebliche Beiträge zu den TFTs entwickelt, nur ist er leider nie richtig unterstützt worden. Falls es jemanden interessiert – ich habe bei der Laborauflösung von Prof. A.G. Fischer die Patentschriften zum Fiscatron retten können. Die schlechte Nachricht: Er ist wohl gesundheitlich angeschlagen (Stand Herbst 2013) – sehr schade – was für ein Mann!

  • Landgraf sagt:

    OMG – das Fiscatron lebt! Hiermit erkläre ich meinen Beitritt zum offiziellen Prof. Fischer Fanclub … ;) Ich hatte so ca. 1990 die Ehre und das Vergnügen bei Prof. Fischer – sicherlich durchaus eine prägende Erfahrung, das bezieht sich auch und gerade auf die erteilte, schon hier erwähnte Hilfestellung in allgemeinen Lebensfragen.

    An den Nachbau des Fiscatron würde ich mich jetzt zwar auch nicht wagen (Hab schon genug Ärger mit dem Vermieter). Aber was muss man denn machen wenn man mal in den Mitschnitt der Vorlesung einhören möchte?

  • toxino sagt:

    Ich will auch in den AGF-Fanclub!

    Habe Werkstoffe WS90 und Optoelektronik WS92 gehört.

    Und an dem Audio-Mitschnitt habe ich auch Interesse.

  • Robert sagt:

    Ok, als „Teilnehmer“ seiner Vorlesungen trete ich dem Fanclub natürlich auch bei und, bitte bitte, die Kassetten als mp3 oder Podcast veröffentlichen, sobald sie auftauchen! Hatte er nicht damals auch einen Fond o.ä., an dem man sich zur Verwirklichung des Fiscatrons beteiligen konnte? Blöd nur, dass als Student die eigenen finanziellen Mittel auch für revolutionäre Ideen leider nicht vorhanden waren (außerdem hätte ich dann auch in Apple-Aktien investieren können und müßte dann jetzt nicht mehr arbeiten… ;-))

    Grüße an alle Fischer-Fans

  • UniDo_ET sagt:

    schön, etwas von Fischer zu lesen. Ich fand seine Vorlesungen leider sehr unstrukturiert und überfrachtet. Vielleicht war er einfach zu kompetent :-) Die Klausuren waren aber sehr fair.
    Ein echtes Original. Leider habe ich alle Skripte aus dem Studium entsorgt, sonst würde ich gerne noch mal hinein sehen.

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