Archiv für den Monat: Januar 2007

Urlaub!

Jetzt ist es passiert.

Nachdem ich die letzten Tage eh‘ schon nicht sonderlich viel geschrieben habe (sorry, neues Projekt), bin ich jetzt ganz wech. Die nächsten Tage lautet mein Projekt: Skifahren!

Ich melde mich am 1.2. wieder zurück.

Gute Nacht da draußen, was immer ihr auch seid.

Vom Ende der Freiheit

Um 322 Pädophile zu fassen die sich im Internet Filme und Bilder heruntergeladen haben wurde alle Kreditkarten überprüft. Das muss man einfach wiederholen: Alle!

Ich bin fassungslos!

Um das vorweg klarzustellen: Pädophilie ist eine sehr ernste Störung und selbstverständlich nicht harmlos.

Aber: Diese Art der Rasterfahndung ist für mich wirklich unglaublich. Wo ist die Unschuldsvermutung geblieben? Wo ist das Recht auf informationelle Selbstbestimmung geblieben? Habe ich etwas verpasst? Sind wir nicht mehr ein freiheitlicher, demokratischer Rechtsstaat?

Ich kann mir schon vorstellen, was für Gespräche gerade in den Teeküchen der Musikindustrie geführt werden:
„Schon gehört, die haben für 322 Pädophile 22 Mio. Kreditkarten überprüft.“
„Ja, cool. Warum machen wir das nicht auch? Die P2P Geschichte ist ja vorbei. Die meisten Leute gehen in Richtung Usenet. Wenn wir nun nach allen Leuten suchen, die ein Abo z.b. bei usenetserver.com hat?“
„Aber das ist doch nicht strafbar? Das nutzen doch auch Leute die keine Filme oder Musik kopieren.“
„Na und? Bei denen machen wir einfach eine Hausdurchsuchung und dann haben wir unsere Leute. Man,das wird gut“

Was ich besonders schlimm finde: Vor 10, 15 Jahren hätte so eine Aktion einen Proteststurm ausgelöst. Heute ist die Reaktion eher verhalten. Besser noch: Der Datenschutzbeauftrage Sachsen-Anhalt findet das völlig ok.

Es ist vorbei. Wir haben unsere Freiheit aufgegeben und finden es auch noch gut. Die Extremisten haben gewonnen, wir haben verloren. Schöne neue Welt.

Namensvetter

Neulich am Empfang einer großen Firma:
Ich:“Hallo, ich habe hier meinen ersten Tag als Berater und möchte meinen Hausausweis abholen“
Empfang:“Ja, ich sehe Sie hier. Die brauchen dann noch Zugang zu Photoshop, richtig?“
Ich:“Äh…eher nicht.“
Empfang:“Aber Sie waren doch schon mal bei uns“
Ich:“Nein, ich habe hier meinen ersten Tag“

Nach einigen Minuten konnten wir es klären:
Ich habe einen Namensvetter der vor mir dort tätig war. Und der scheint in einem ähnlichem Bereich zu arbeiten. Spooky …

IPod denkt mit

Was passiert wohl, wenn man bei einem IPod während der Musikwiedergabe den Kopfhörer herauszieht (weil man z.B. beim aufräumen mit dem Kabel in einer Tür hängen bleibt)?

Antwort: Der IPod schaltet automatisch auf Pause.

Ich liebe gutes Design.

Das Prinzip M.U.T.

Mut ist ein – etwas holprige – Akronym für „Machen – Ueberprüfen – Tunen“ welches mir vor ein paar Tagen auf einer langweiligen Autofahrt eingefallen ist. Dieser und die nächsten drei Beiträge handeln von dem M.U.T Prinzip.

Wir alle kennen den klassischen Beratungsansatz PDCA. Er steht für Plan, Do, Check, Act.
Kurz zusammengefasst funktioniert es so:
Plan: Ziele erarbeiten, Erfolgkritieren definieren
Do: Plan umsetzen
Check: Erfolg prüfen, Feinabstimmung
Act: Lösung festlegen und standardisieren

Preisfrage: An welcher Stelle in diesem Vierpunkteplan stolpern die meisten derartigen Beratungsprojekte? Antwort: Beim Übergang vom „Plan“ zu „Do“!

Das kennen wir alle: Es werden Pläne aufgestellt, Analysen durchgeführt, Charts an die Wand geworfen, Ziele definiert und so weiter und so weiter. Wenn der Bericht dann fertig ist und es an die Umsetzung gehen soll, wird es plötzlich still. Anfänglich ist das mittlere Management natürlich noch (zumindest nach Außen) voll bei der Sache und steht hinter den Maßnahmen. Aber jeder wartet eigentlich nur auf den Moment, an denen die Konzepte endlich wieder in der Schublade landen und nicht mehr herausgeholt werden. Natürlich gibt es noch einen Abschlussbericht und natürlich wird der Geschäftsführung erzählt, die eingeleiteten Maßnahmen hätten dieses oder jedes bewirkt. Aber sehen wir der Wahrheit ins Auge: Gerade große Firmen habe erstaunliche Mechanismen entwickelt, Veränderungen zu vermeiden.

Ich habe ja schon einige Einträge zum Thema Veränderungen geschrieben.

Hier nun mein MUT Ansatz: Veränderungen fallen uns u.a. darum so schwer, weil wir es einfach nicht oft genug machen. Es gibt das „Unternehmensgesetz der negativen Entropie“: Jedes große Unternehmen strebt nach organisatorischem Stillstand (Vorher stand dort „organisatotisch“ – Rechtschreibfehler, aber auch nett …). Um das zu verhindern, müssen Veränderungen ständig geübt werden.

Jeder Arbeitsanweisung, jeder neu eingeführte Standard braucht ein automatisches Verfallsdatum. Analog zu Softwareentwicklung in der man die Regel, erst den Test, dann die Methode schreiben kennt gibt es erst die Überprüfungsmethode und dann die Arbeitsanweisung. Und egal was man macht, man kann es immer noch besser machen.

Soviel zur Einleitung. Der nächste Einträg handelt also dann vom „M“achen.