Archiv für den Monat: September 2006

Projektabschluss

Das Projekt endet morgen. 3 Monate habe ich nun in der Stadt gearbeitet. Und leider habe ich meinen Vorsatz, die Stadt auch mal zu sehen, nicht halten können. Ich kenne eigentlich nur Subway und Burger-King genauer.

Ich habe schon heute nix mehr zu tun und nutze die Zeit für meine Projektabschlussarbeiten. Diese sind:
– Projektstatus für meinen Nachfolger erstellen (ich habe hier übergangsweise gearbeitet bis der neue Festangestellte verfügbar war)
– Unterlagen auf CD brennen und dem Auftraggeber geben
– Meine Liste mit guten und schlechten Hotels aktualisieren für den Fall, dass ich wieder in dieser Stadt arbeite
– Dito für Fast-Food Läden und Restaurants
– Dito für Fitness-Studios (das hier in der Stadt war ganz ok)
– Und Laufstrecken
– Liste der Ansprechpartner aktualisieren. Ich habe ein unglaublich schlechtes Namensgedächtnis. Wenn ich mir nicht alles aufschreibe, vergesse ich eine Woche nach Projektende, mit wem ich eigentlich zusammengearbeitet habe. Also notiere ich mir kurz die Namen und einige Infos zu den Personen
– Feedbackbogen für meinen Auftraggeber erstellen. Was fand er gut, was fand er nicht gut? Ist er bereit, mir eine Referenz zu geben?
– Selbstreflexion: Was werde ich nächstes Mal anders machen?

Wie der Zufall so will, habe ich gestern eine neue Projektanfrage bekommen. Der Kunde sitzt gerade mal 150KM von meiner Wohnung entfernt. Hurra! Nicht mehr um 05:00 Uhr aufstehen um den 1. Flieger zu erwischen. Mal schauen, es was wird.

Vorschlag für die Berliner Oper

Wie zu lesen war, hat die Berliner Oper in vorauseilendem Gehorsam eine Mozart-Oper abgesetzt. Offenbar hatte man Angst, dass es zu negativen Reaktionen von Islamisten kommt. Statt dessen wurden andere Stücke ins Programm gehoben.

Ich hätte da ja einen Vorschlag:
Es ist zwar keine Oper, aber warum spielt man nicht statt der Mozart-Oper Nathan der Weise!

Die dort enthaltene Ringparabel halte ich für eine gute Antwort.

Witzig, in der Schule fand ich das Stück langweilig. gerade die Ringparabel gab mir gar nichts. Das lag jedoch nicht an Lessing, sondern daran, dass mir die Idee eines „Religionsstreits“ 1985 so fremd wir nur irgendetwas war.

Oh, süße Unschuld der Jugend …

Wenn Tekkies Firmen retten

Das Produkt wird seit Jahren geplant …
Die Werbekampagne kostet Millionen …
Es finden sich tatsächlich viele Kunden die das Produkt kaufen möchten …
Diese Kunden werden nun bearbeitet. Dafür wurde ein riesiges CallCenter aufgebaut …

… nur sind die Kundendaten in einer Excel-Tabelle welche das CallCenter nicht
weiterbearbeiten kann.

Erkenntnis 1: Die Kunst des Projektmanagements liegt darin, sowohl die großen als auch die
kleinen Probleme im Vorfeld zu lösen

Erkenntnis 2: Ich konnte durch ein kleines Perl-Script helfen. Durch solche Dienste macht man sich als externer Berater unentbehrlich – da helfe ich doch gerne :-))

Reaktion von Bitacle

Zuerst die gute Nachricht: Bitacle hat auf meine Mail geantwortet.

Zwar auf Spanisch, aber wozu gibt es Babelfish.

Sie sehen keine Probleme, da nicht mein Content, sondern das Bitacle System unter der creative commons Lizenz stünde.

Tatsächlich haben sie aber drei Dinge geändert:
– Es wird deutlicher dargestellt, worauf sich die cc-licence bezieht: „Source code by license (CC) Bitacle is reader feeds by web „. Vorher stand dort etwas anderes-
– Innerhalb der Einträge erscheint keine Werbung mehr
– Statt dessen erscheint in jedem Eintrag „Articles are copyrighted by their respective authors.“

Ich werde die Seite selber zwar nie nutzen, aber zumindest sieht es jetzt etwas besser aus.

Bitacle sucks

Ah ja,
Bitacle klaut (nicht nur ) meine Inhalte versetzt sie mit Werbung und stellt sie zu allem Übel dann unter cc-Lizenz.
Ich fände es weniger schlimm, wenn die Pfeifen meine Texte nicht unter eine Lizenz stellen würden, die ich gar nicht will.

(gefunden u.a. beim Law-Blog)

Ich habe eine böse Mail geschrieben, mal schauen ob ich eine Reaktion bekomme…

Hotelbuchung

Ja, ich habe mich etwas geärgert als der Anruf des Hotels kam. Das Hotel sei überbucht und ich wurde gefragt, ob man mich in einem Hotel außerhalb der Stadt unterbringen könne. Aber gut, Fehler können passieren. Also habe ich zugestimmt.

Aber wenn man zum Ausgleich ein kostenloses Upgrade auf eine 50qm Suite bekommt (inkl. Küchenzeile mit Mikrowelle), verfliegt der Ärger doch schnell …

10 Mio. Euro Tipp für Auftraggeber

Und hier der Tipp für alle Auftraggeber die viel Geld und Zeit sparen wollen:

Tipp: Lass niemals mehrere Dienstleister/Firmen als Team zusammen an einer Aufgabe arbeiten.

Weil: Die beiden Dienstleister sind ihrem Auftraggeber gegenüber loyal, stehen aber untereinander in Konkurrenz. Dies wird leider oft übersehen, schließlich sieht der Auftaggeber ja nur die „nette“ Seite des Dienstleisters. Es besteht aber immer die Gefahr, dass mindestens einer der Dienstleister versucht, die Aufgabe an sich zu ziehen, indem man z.B. die Konkurrenz schlecht macht. Auch wird kaum ein Dienstleister die Ideen des anderen Dienstleisters wirklich gut finden. Das würde ja nur zeigen, dass man selber schlechter ist, als die andere Firma.

Dies ist aus Dienstleistersicht auch nur verständlich. Jeder Accountmanager wird den Berater vor Ort anhalten, möglichst viele Projekte in die eigene Firma zu ziehen. Und natürlich hat jede Firma dafür ihre eigenen Methoden – die mehr oder weniger sauber sind.

Eine echte Zusammenarbeit ist auf Grund der unterschiedlichen Interessen fast nicht machbar. Das ist ungefähr so, als würden sich zwei Menschen in die gleiche Person verlieben und die Person der Begierde sagt, macht das mal unter euch aus und entscheidet, wer für mich richtig ist. Ok, eine gute Ausgangslage für einen Spielfilm. Aber würde wirklich eine Person sagen „Ach, also wenn es es mir so überlege bin ich als Partner nicht Ideal, ich lasse dir den Vortritt“? Ähm, wohl eher nicht …

Nur, diese Grabenkämpfe kosten unglaublich viel Zeit und Geld. Am Ende liegt das Projekt in Trümmern (und Lauren Bacall zieht mit dem Milchmann los).

Die andere, nicht weniger dramatische Gefahr: Die Dienstleister verbrüdern sich (gewollt oder ungewollt) und blähen das Projekt unnötig auf um die Auftragssumme maximal zu erhöhen.

Wenn es sich wirklich nicht vermeiden lässt:
– Ein interner Mitarbeiter sollte die Führung haben und die Dienstleister sehr eng führen.
– Wenn das nicht geht: Einer der Dienstleister sollte die Führung übernehmen, aber auch das ist schon extrem gefährlich.

Ich habe solche Konstellationen nun schon mehrfach in verschiedenen Rollen erleben dürfen. Es ist zwar lustig anzuschauen, aber niemals hat es zu Ergebnissen geführt …

Schlaue Frage die 2.

Hmm, was schreibe ich in meine Präsentation zu diesem Thema?

1) Nur 1% der Kunden nutzen dieses Feature. Es sollte abgeschaltet werden.

2) Bislang nutzen lediglich 1% der Kunden diese Funktion. Hier liegt ein enormes Potential zur Kundenbindung in dem man mittels geeigneter Maßnahmen die Nutzerzahl über die nächsten 3-6Monate stetig um bis zu 500% erhöht. Empfohlen wir, über den Weg einer Machbarkeitsanalyse erfolgversprechende Aktionspunkte zu Identifizieren und in einer Frist von 12-16 Wochen geeignet umzusetzen.

Na ja, ich werde natürlich Option 1 empfehlen (etwas anders formuliert). Aber manchmal wünschte ich mir, ich könnte ohne schlechtes Gewissen Schaumschlägerei betreiben wie manche meiner Kollegen und mir meine Aufträge buchstäblich aus dem Nichts herzaubern…

Theorie

Gutes Top Management & gutes Mittleres Management = gute Firma
Schlechtes Top Management & gutes Mittleres Management = gute Firma (zumindest solange die guten Leute an Board bleiben. Die schlimmsten Patzer aus der Führungsetage kann man meist abfedern)

Gutes Top Management & schlechtes Mittleres Management = Firma mit Problemen. So schnell kann man gar nicht den Laden aufräumen wie die schlechten Manager ihn in die Pleite reiten.
Schlechtes Top Management & schlechtes Mittleres Management = Firma mit Problemen

Schlussfolgerung: Weniger das Top Management, sondern das mittlere Management ist für was Wohl einer Firma wichtig.