Archiv für den Monat: Dezember 2005

Blogcouter

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Wer dies nicht verstehen möchte, dem steht es frei, den Service nicht zu benutzen.

… Done

In eigener Sache: URLAUB!

So, damit ist das Berufsjahr für mich vorbei. Ich mache 10 Tage Urlaub.
Und obwohl ich meine Job wirklich liebe: Auf diesen Urlaub freue ich mich schon seit Wochen. Natürlich habe ich rechtzeitig zum Urlaub einen Hexenschuss bekommen. Tja, man wird älter. Kaum wuchte ich ein Billy-Regal durch die Gegend, schon liege ich flach…

Egal, der Blog wird die nächsten Tage wohl leer bleiben. Danach geht es natürlich weiter.

Ich wünsche euch allen schöne und Feiertage. Weihnachten ist Zeit, ein wenig langsamer zu sein.

Weihnachtsmuffel behaupten, es sei Quatsch, dass die Menschen nur einmal im Jahr nett zu einander sind.
Weihachtsfans sehen genau darin einen Anfang.

In diesem Sinne: alles Gute.

Kundenführung bei Karstadt

Oh man: Karstadt ist immer wieder als schlechtes Beispiel gut. Wenn ich mir anschaue, wie unsagbar mieserabel der Service quer durch die Republik bei denen ist, kommt einem der Verdacht, die werden extra darauf geschult. Heute konnte ich eine Anekdote zu der langen Reihe von Karstadt Geschichten packen:
Ein älterer Herr steht in der CD Abteilung am Info und fragt den Angestellten
Kunde: „Ich suche (liest vom Zettel ab) Fuuutuure Trantzze 33″ (er kann also offenbar kein Englisch und sucht etwas für seinen Enkel“
Verkäufer: „Dat gibbet nich. Was wollen Sie denn? CD oder DVD?“
Kunde: „CD“
Verkäufer: „Gibt es nicht“
Kunde „Also hier steht (buchstabiert nun) „F“ „U“ „T“ „U“ „R“ „E“ (usw.)“
Verkäufer: „Sie meinen Future Trance 33″ (als ob er das nicht von Anfang an gewusst hätte …) – zeigt ihm die CD
Verkäufer:“ So, das ist sie: Future Trance 33. Oder wie Sie sagen, Fuuttureee transe, hi hi hi hi.“
Das war der Moment wo ich dem Verkäufer am Hemdkragen packte und anschrie „Sag mal du Spacken! Dein Deutsch ist genau so scheiße wie sein Englisch. Er kann kein Englisch, und? Trotzdem geht er los und will seinem Enkel ein Geschenk machen. Das ist bestimmt nicht einfach für ihn. Und dafür verarschst du ihn? Bist du zu blöd zu verstehen, dass der Herr dein Gehalt zahlt?!? So, und jetzt hol‘ mir mal schnell deinen Vorgesetzten, damit ich mit über dich beschweren kann“.

… Ok, das habe ich nicht sofort gemacht, sondern eine Stunde später eher virtuell im Cafe – ich bin ja leider meistens mit Verspätung spontan. Statt dessen haben wir einfach den Laden verlassen und die gesuchte DVD nicht gekauft. Ist jetzt nicht ganz so beeindruckent, aber aber stummer Protest kann ja auch erfolgreich sein…

Tipp: Ablagefächer

Diese netten DIN A4 Ablageboxen sind ungemein praktisch. So praktisch, dass manche Leute gleich 10 Stück davon auf ihrem Schreibtisch haben :-) Sofern dort keine Formularvordrucke liegen, ist das ein wenig viel. Die Ablagefächer werden in dem Fall irgendwie als Aktenordner missbraucht.

Eigentlich kommt man mit drei Ablagefächern aus. Folgende Regel:
Fach 1, tägliche Ablage: Dieses Fach dient kurz Kurzzeitablage. Zum Feierabend muss es komplett leer sein. Entweder es wird bearbeitet, oder es landet in Fach 2, oder es wird entsorgt. Dabei gibt es keine Ausnahme!
Fach 2, wöchentliche Ablage: Hier landen die Dokumente, welche nicht täglich bearbeitet werden, sondern Vorgänge behinhalten, die einige Tage dauern. Jeden Freitag (oder bei einer 4-tage Woche natürlich Donnerstag) werden alle Dokumente in dem Fach gesichtet und neu sortiert. Länger als 2 Wochen darf nichts in dem Fach liegen bleiben. Auch hier gilt: Entweder die bearbeiten, oder Fach 3 oder entsorgen! Dokumente, die länger als 2 Wochen dort liegen, fliegen raus!
Fach 3, Restmüll: Fach 3 dient für den „könnte ich vielleicht mal gebrauchen“ Kram. Das Fach wird vor jedem Urlaub gesichtet. Es gilt keine Entsorgungsregel, aber eine Mengenregel. Die drei Ablagefächer stehen übereinander auf dem Schreibtisch. Fach 3 liegt unten. Dadurch besitzt das Fach eine definierte Höhe. Es dürfen nur soviele Dokumente in der Box liegen, wie bequem hinein passen.

Anmerkungen:
Natürlich gibt es Dokumente, die eine längere Lebensdauer haben- Die gehören aber nicht in die Ablagefächer. Das verursacht nur unnötig Chaos auf dem Schreibtisch. Dafür gibt es Aktenordner in die man die Sachen einheften kann.

Iran und Fußball WM

Gestern in den Tagesthemen: Der Kommentator fordert den Ausschluss des Iran von der Fußball WM.
Wenn ich mal ganz ehrlich sein soll, ist das zur Zeit meine geringste Sorge. Das die USA den Iran nach dem Irak schon länger auf ihrer Liste haben, ist – glaube ich – nicht unwahrscheinlich. Wenn Frau Rice den Iran als „Problem“ bezeichnet kann man seine Schlussfolgerungen ziehen. Auch der Irak wurde so genannt.
Was ich nicht verstehe: Durch seine jüngsten Äußerungen bettelt der Iranische Präsident ja quasi darum, angegriffen zu werden. Es ist ja auch nicht so, als ob er dadurch eine gute Verhandlungsposition aufbauen können. Keine Ahnung, warum er das macht. Wobei: Die USA haben sowohl Afganisthan, als auch Irak durch ihre unsagbar dämliche Art der Kriegsführung auf Jahre destabilisiert (ich will damit nicht sagen, es gäbe kluge Kriege; aber man sollte sich schon mal Gedanken machen ob Staaten, welche überhaupt keine Erfahrung mit Demokratie haben sich so ohne weiteres ein solches System überstülpen lassen…). Vielleicht spekuliert er gerade auf derartiges Chaos in der Region.
Das wäre der von den USA beschworene Domino-Effekt – leider nicht ganz so, wie die USA sich das vorgestellt haben. Aber gut, sie haben die Büchse der Pandorra geöffnet und jetzt ist es zu spät.
Aber um auf die WM zurück zu kommen: Nur mal angenommen, der Konflikt eskaliert und Israel wird da hinausgezogen. Jede Wette, dass es dann bei uns genug eifrige Politiker gibt die vorschlagen, auch – bzw. gerade – die Deutsche Armee müsse Israel beistehen. Wir haben schließlich eine historische Pflicht und einiges gut zu machen.
Langer Rede kurzer Sinn: Die Chancen stehen gar nicht schlecht, dass wir auf einen neuen Krieg mit deutscher Beteiligung zusteuern. Und diesmal nicht (Pseudo-)Friedenseinsätze wie bislang. Diesmal dürfen wir richtig mitspielen. Da wird die Fußball WM irgendwie nicht mehr soo wichtig.
Na ja, vermutlich irre ich mich. Bei den letzten drei Kriegen habe ich mich nicht mit meinen Vermutungen geirrt, aber diesmal liege ich – hoffentlich – komplett daneben…

Qualitätstest für Ausdrucke

Bevor ich Ausdrucke abhefte, lasse ich sie ein paar Tage auf meinem Schreibtisch „reifen“. Mit einer Woche Abstand kann man die Relevanz solcher Ausdrucke doch irgendwie besser beurteilen und einen großen Teil zum Notizpapier erklären. Da ich ab morgen Urlaub habe und bis dahin vermutlich keine 500 Blatt Notizpapier mehr brauche habe ich das zu Altpapier erklärt.

Spaß mit Projektvermittlern

Als selbstständiger IT-Projektleiter habe ich meine Projekte bislang zu 90% über Empfehlungen und persönliche Kontakte bekommen. Trotzdem schadet es ja nie, sich auch bei Projektvermittlern zu bewerben. Wer weiß, wann man es braucht.
Schön ist, wenn solche Firmen dann tatsächlich mit einem Projektangebot an mich herantreten. Ich habe mich ziemlich stark spezialisiert: E-CRM/E-Business/E-Commerce für Internet, Telko und Handel. Das reduziert die Zahl meiner potentiellen Auftraggeber. Jetzt möchte der Projektanbieter zwar auf der einen Seite meine Qualifikation abfragen, auf der anderen Seite trauen sie sich aber meistens nicht, den Kunden zu nennen. Sie haben zuviel Angst, dass ich versuchen würde, den Auftrag über andere Wege zu bekommen. Nun käme ich nie auf die Idee. Man sieht sich immer zweimal und schon daher ist fair play selbstverständlich. Aber wenn es ihnen Spaß macht.
Ich zumindest finde das Firmenraten immer lustig:
„Wir haben da einen Mobilfunkanbieter in München“
„Der Auftraggeber ist ein Handy-Hersteller in Kamp-Lindfort“
„Wir suchen für einen Internetprovider in Darmstadt“
„Es geht um einen Schuhproduzenten im Ruhrgebiet“
Man bekommt manchmal das Gefühl, es sei ein Test ob man sich in der jeweiligen Branche auch auskennt …

Yes! mein Projekt geht online!

Freu! Ich kann es noch gar nicht fassen. Fehler sind gefixed, Performance stimmt, Inhalte stimmen: Wir gehen online!
Damit habe ich den Zeitplan genau getroffen. Und das, obwohl die Geschäftsführung die Anforderungen nochmal gründlich durcheinander gewürfelt hat.
Projekt, deren Abgabetermin kurz vor Feiertagen, wie in diesem Fall Weihnachten, liegen haben ja immer einen besonderen Reiz. Man weiß nie, ob man nicht vielleicht doch die Feiertag durcharbeiten muss.

Jetzt also auf zur nächsten Projektphase: Nachbereitung.
Das wird gerne vernachlässigt, ist aber super wichtig. Wie soll man sonst aus den Fehlern des Projektes lernen wenn man sich nicht damit beschäftigt? Leider ist es immer sehr schwer, die Projektbeteiligten für sowas an einen Tisch zu bekommen. Zum Sektempfang kommen alle gerne. Wenn ein Projekt gescheitert ist, kommt man auch gerne, um alle Schuld von sich zu weisen. Aber bei einem erfolgreichen Projekt wird die Nachbereitung gerne vergessen. Dabei gibt es auch in solchen Projekten genug Fehler über die man sprechen kann.